Der sanierte Konterturm wird fest mit dem komplett erneuerten Fundament verschraubt.
Große Kräne waren nötig, um den rund 30 Meter hohen Konterturm wieder aufzustellen.
Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen auf dem Funkerberg, insbesondere am Senderhaus 1, sind bereits seit 2017 in vollem Gange. Doch nun ist mit der Aufstellung des ersten sanierten Konterturms ein weiterer Meilenstein geschafft.
Ende November wurde der erste der drei denkmalgeschützten Kontertürme auf dem Funkerberg nach einer grundlegenden Sanierung wieder aufgestellt. Hierbei wurde auch das Fundament des rund 30 Meter hohen Turms komplett erneuert, so dass die Anlage nun die aktuellen Prüfungen zur Standsicherheit wieder besteht. Dies soll jedoch nur der Anfang bei der umfassenden Instandsetzung des gesamten Geländes sein: Neben den notwendigen Sanierungen der denkmalgeschützten Gebäude warten noch zwei weitere Kontertürme auf ihre Überarbeitung. Für den Sendemast 17 – markantes Wahrzeichen des Funkerbergs und weithin sichtbares Symbol der Rundfunkstadt Königs Wusterhausen – läuft außerdem die Planung für die anstehende vollständige Sanierung.
Instandsetzungssarbeiten auf dem Funkerberg gehen weiter
Tanjo Schmidt, Geschäftsführer der Entwicklungs- und Betreibungsgesellschaft mbH Königs Wusterhausen (EBEG), freut sich, dass mit der Aufstellung des ersten Konterturms ein weiterer Schritt zur Instandsetzung des gesamten Ensembles gemacht wurde: „Aus den Erfahrungen bei der Sanierung des ersten Turms haben wir viel gelernt“, erklärt Schmidt. „Da wir für den zweiten Turm bereits Fördermittel zugesagt bekommen haben, kann dieser voraussichtlich im kommenden Jahr saniert werden.“ Der dritte Konterturm soll dann 2027 folgen.
Aber auch sonst gibt es für Schmidt und seine Kollegen noch einiges zu tun auf dem Funkerberg: „Wir wollen das gesamte Gelände für Besucher erlebbar machen“, erläutert der Geschäftsführer. Die weitläufigen Waldflächen auf dem Berg bedeuteten aber auch viel Pflege. Geplant ist ein Wegeleitsystem für das Gelände und das Museum selbst. Im Außenbereich können Besucher bereits jetzt selbstständig u. a. die freigelegten historischen Fundamente der alten Sendemasten erkunden.
Ein weiterer Höhepunkt wird dann die für das zweite Quartal 2026 geplante teilweise Wiedereröffnung des Museums sein. Im Juli 2024 begann die EBEG im Auftrag der Stadt Königs Wusterhausen mit der Entwicklung einer Neukonzeption für die Ausstellung. In einem ersten Schritt wurde gemeinsam mit dem Förderverein „Sender Königs Wusterhausen e. V.“ ein neues Museumsleitbild erarbeitet, das den Auftrag, die Ziele und die Visionen des Hauses als Arbeitsgrundlage definiert.
„Der Förderverein ist unser täglicher Arbeitspartner“, erklärt der stellvertretende Museumsleiter Marcel Rex. „Wir sind froh, dass wir diese vielen einzigartigen Exponate gemeinsam in ein neues Museumskonzept überführen können.“ Rex plant, bereits zur Wiedereröffnung erste Elemente der Neukonzeption zu präsentieren und den Besuchern einen Vorgeschmack auf die Zukunft der Ausstellung geben zu können. Aktuell liegt der Fokus hierbei auf dem Sendersaal und dem Maschinensaal, bevor die weiteren Themenräume folgen. „Mit dem neu gestalteten Museum Funkerberg wollen wir das Alleinstellungsmerkmal dieses authentischen Ortes stärken, der einzigartig in Deutschland ist“, erläutert Rex die Ziele der Betreibergesellschaft.
Fakten zur EBEG
Die Entwicklungs- und Betreibungsgesellschaft mbH Königs Wusterhausen ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Königs Wusterhausen. Ihre Aufgabe ist die Organisation des Betriebs und der Bewirtschaftung der städtischen Objekte am Funkerberg sowie die Präsentation der „Wiege des deutschen Rundfunks“. Die EBEG betreibt das Museum Funkerberg seit 2019 in Kooperation mit dem Förderverein „Sender Königs Wusterhausen e. V.“ Das rund 130 Hektar große Gelände im nordwestlichen Stadtgebiet von Königs Wusterhausen erwarb die Stadt im Jahr 2006 von der Deutschen Telekom.