Königs Wusterhausen steht vor einer ernsten Haushaltslage. Das ist keine neue Botschaft, aber eine, die ich Ihnen auch in diesem Frühjahr klar benennen möchte: Die finanzielle Situation unserer Stadt ist angespannt. Kurzfristige Entspannung ist nicht in Sicht.
Was haben wir getan? Kämmerer, Verwaltung und Stadtverordnete haben in einer gemeinsamen Strategieklausur und in den Fachausschüssen intensiv beraten. Die zentrale Frage dabei war immer: Was nutzt der Stadt wirklich? Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch für das, was uns als Gemeinschaft zusammenhält.
Das Ergebnis ist ein Haushaltskonzept, das finanzielle Stabilität und soziale Verantwortung verbindet. Wir wollen handlungsfähig bleiben, selbstbestimmt entscheiden und nicht unter dem Diktat von Dritten stehen. Das gelingt nur, wenn wir kluge Prioritäten setzen.
Ich möchte Sie dabei um etwas bitten: Prüfen Sie auch Ihr eigenes Anspruchsverhalten gegenüber der Stadt. Was erwarten Sie von der Kommune? Was ist notwendig, was wäre schön zu haben? Der Unterschied zwischen beidem ist kein Luxusproblem. Er entscheidet darüber, ob wir als Stadt weiterhin gestalten können oder nur noch verwalten.
Wir haben in diesem Jahr trotz allem die Möglichkeit, ausgewählte freiwillige Aufgaben zu finanzieren: das Osterschlossfest für unsere Kita-Kinder, die Unterstützung der Sportvereine, die Verleihung der Ehrenamtsnadel und einiges mehr. Das sind keine Selbstverständlichkeiten. Das sind Entscheidungen, die wir bewusst getroffen haben.
Noch ein Hinweis in eigener Sache: Bis zum 8. Mai 2026 können Sie Personen für die Ehrenamtsnadel vorschlagen, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen. Die Auszeichnung erfolgt im Dezember zum Tag des Ehrenamtes.
Jetzt aber: Genießen Sie die Osterfeiertage. Gönnen Sie sich eine Pause, erleben Sie Ihren Garten oder machen Sie einen Ausflug ins Grüne. Das haben Sie sich verdient.