vor dem Rathaus weht die weiß-grüne Flagge der Mayors for Peace. Ich hisse diese Flagge nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern aus Überzeugung. Diese Überzeugung ist für mich keine Floskel. Im vergangenen Jahr war ich zum 80. Jahrestag des Atombombenabwurfs bei der Gedenkveranstaltung in Hiroshima und bei der Generalversammlung der Mayors for Peace in Nagasaki. Was ich dort gesehen und gehört habe, bestärkt meine Haltung bis heute. Abrüstung ist keine Nostalgie aus dem Kalten Krieg, sie ist eine Notwendigkeit von heute. 12.187 Sprengköpfe gibt es aktuell weltweit noch. Das sind 12.187 zu viel. Als Mayor for Peace setze ich mich gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern weltweit für den Frieden und die Abschaffung von Atomwaffen ein, Königs Wusterhausen ist seit 2017 Teil dieses internationalen Netzwerks. Der Flaggentag am 8. Juli ist dabei ein wichtiger Tag, an dem in Deutschland und der Welt die dringend nötige nukleare Abrüstung gefordert wird. Denn am 8. Juli 1996 hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag in einem Rechtsgutachten festgestellt, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Die Gedenktage am 6. und 9. August erinnern an das Leid und die Folgen, die Atomwaffen für die Menschen haben können.
Anfang August sind wir mitten in den Sommerferien. Eine Pause gibt es für Verwaltung und Politik trotzdem nicht. Der Bauturbo und die geänderten Fristen im Brandenburgischen Baugesetz machen Entscheidungen und Sitzungen auch jetzt nötig, damit die Stadt die Hoheit über die Gestaltung der Baugebiete und Ortsteile behält. Außerdem arbeiten wir intensiv an der weiteren Konsolidierung des Haushalts. Verwaltung und Stadtverordnete müssen gemeinsam Prioritäten setzen, entscheiden, welche freiwilligen Leistungen bleiben, wo wir Abstriche machen und wie wir die städtischen Einnahmen erhöhen können.
Ich möchte Sie noch auf zwei wichtige Termine hinweisen. Der nächste Ortsteilspaziergang findet in Diepensee statt. Am Samstag, dem 5. September, von 10 bis 12 Uhr werde ich – begleitet von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung – im jüngsten Ortsteil der Stadt unterwegs sein. Wir werden über Gelungenes und künftige Herausforderungen sprechen. Die genauen Details zum Startpunkt und der Route geben wir in den nächsten Wochen bekannt.
Zum Stadtradeln 2026 steht bereits alles fest. Vom 29. August bis zum 18. September rufen wir Einwohner*innen, Vereinsmitglieder und Menschen, die in Königs Wusterhausen arbeiten oder zur Schule gehen, auf, so viel wie möglich mit dem Rad unterwegs zu sein. Egal ob überzeugter Radler oder Einsteigerin – es geht darum das Auto stehen zu lassen und mehr Weg mit dem Rad zurückzulegen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren. Also machen Sie mit. Das Auftaktradeln startet am 29. August, 10 Uhr am Bahnhof Königs Wusterhausen (Westseite). Die rund 20 Kilometer lange Strecke führt rund um den Krüppelsee und ist für geübte und ungeübte Radfahrerinnen und Radfahrer gleichermaßen geeignet.
Ich wünsche Ihnen weiterhin wunderschöne Sommertage – und freue mich, Sie bei unseren Veranstaltungen zu sehen.
Grüße aus dem Rathaus