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Rathaus aktuell mit Amtsblatt für die Stadt Königs Wusterhausen
Ausgabe 8/2026
Aus dem Rathaus
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Königs Wusterhausen zeigt Flagge für atomare Abrüstung

Bürgermeisterin Michaela Wiezorek und die Stadtverordnete Birgit Uhlworm mit der Flagge der Mayors for Peace.

Um einer neuen Dynamik des nuklearen Wettrüstens entgegenzutreten, setzen die „Mayors for Peace“-Mitgliedsstädte mit dem Hissen der „Mayors for Peace“-Flagge vor den Rathäusern am 8. Juli ein deutliches Zeichen. Auch in Königs Wusterhausen wurde deshalb am Mittwoch die Flagge gehisst. Die Stadt ist seit 2017 Mitglied in diesem internationalen Netzwerk.

Bürgermeisterin Michaela Wiezorek sagte: „Ich bin in der DDR aufgewachsen. Die Angst vor einem Einsatz der Bombe war in meiner Schulzeit real. Das prägt bis heute, wie ich auf dieses Thema schaue. Ich hisse diese Flagge nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Überzeugung. Abrüstung ist keine Nostalgie aus dem Kalten Krieg, sie ist eine Notwendigkeit von heute. 12.187 Sprengköpfe gibt es aktuell weltweit noch. Das sind 12.187 zu viel.“

Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag stellte vor genau 30 Jahren, am 8. Juli 1996, in einem Rechtsgutachten fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem bekräftigte der IGH die völkerrechtliche Pflicht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“

Doch gegenwärtig spielen Atomwaffen wieder eine stärkere Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik. Das nukleare Abrüstungsregime scheint geschwächt. Nach Schätzungen der Expert*innen des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI verfügen die neun Atommächte noch immer über fast 12.200 Atomsprengköpfe. Die Friedensforscher*innen warnen zudem vor einem neuen Wettrüsten der Atommächte.

Wer sind die Mayors for Peace:

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. 8.579 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an, darunter 931 Städte in Deutschland. Rund 600 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag, der auch das Vermächtnis der Hibakusha – der Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – würdigt.

 

 

Nuclearban-Radmarathon am 22. August 2026 in Königs Wusterhausen

In diesem Jahr führt der Nuclearban-Radmarathon wieder durch Königs Wusterhausen. Erstmals ist Bürgermeisterin Michaela Wiezorek Schirmherrin der Veranstaltung. Nach 2024 ist es das zweite Mal, dass die Rennradfahrer für den Frieden einen Stopp in Königs Wusterhausen einlegen. Am Samstag, 22. August 2026, führt die rund 230 Kilometer lange Strecke von Berlin über Seelow nach Frankfurt/Oder, Fürstenwalde und Königs Wusterhausen zurück nach Berlin.

Interessierte Rennradfahrer können sich noch anmelden. Alle Informationen zur Ausschreibung, der Streckenführung und der Anmeldung sind im Internet verfügbar unter www.nuclearban-tour.de. Organisiert wird die Rennraddemo gegen Atomwaffen durch die Friedenswerkstatt Mutlangen, in Kooperation mit WfF Berlin-Brandenburg und dem WHEEL DIVAS Cycling Team.