Fotos: Maik Wildner
Fotos: H. Stecker
Das Jahr 2025 ist mittlerweile Geschichte. Investiv konnten wieder einige Vorhaben abgeschlossen werden, obwohl sich die finanzielle Situation aller Kommunen zunehmend anspannt. An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen kleinen Rückblick zu den wichtigsten Investitionen in der Gemeinde geben:
Ehem. Schule Obercunnersdorf – Umbau zum Dorfgemeinschaftshaus
Der neue Dorfgemeinschaftsaal ist weitestgehend fertig gestellt. Kleinere Schönheitsfehler werden noch von den Firmen behoben. Im Außenbereich wurde der alte Ölkeller abgebrochen und ein Fahrstuhl sowie die Rettungstreppe an das Gebäude angebracht. Im Frühjahr wird an den Außenanlagen weitergebaut. Die Kosten der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen belaufen sich auf ca. 2,1 Mio. €.
Barrierefreies Bürgerbüro Obercunnersdorf
Mit Hilfe der Städtebauförderung Lebendige Zentren wurde das Bürgerbüro bereits im Jahr 2024 barrierefrei ausgebaut. Damit wird allen Bürgern der Gemeinde ein barrierefreier Zugang zu den häufigsten Bürgerdiensten ermöglicht. Dieses Jahr wurde die historische Eingangstreppe neu aufgesetzt. Die Kosten für das gesamte Vorhaben belaufen sich auf ca. 340.000 €.
Erweiterung und Sanierung der Wilhelm-Tempel-Grundschule Niedercunnersdorf
Mit einer geschätzten Projektsumme von 11,7 Mio. € hat das bisher größte Projekt der Gemeinde im Frühjahr 2025 Fahrt aufgenommen. Der Rohbau des Erweiterungsbaus wurde bis Weihnachten fertigstellt. Fenstereinbau, Dämmarbeiten sowie die Dacheindeckung laufen gerade. Auch der Innenausbau hat mittlerweile begonnen. Förderseitig haben wir einen strengen Zeitplan einzuhalten, so dass die Arbeiten zwingend im Winter fortgeführt werden müssen. Dem entsprechend wurden Lösungen gefunden, die ein Arbeiten bei winterlichen Temperaturen ermöglichen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle beteiligten Firmen und Planungsbüros für die gute Zusammenarbeit. Geplant ist, dass der Schulbetrieb spätestens in den Herbstferien 2026 in den Neubau umzieht und der Altbau anschließend saniert werden kann.
Abbruch der ehemaligen Schule in Ottenhain
Natürlich ist es immer mit etwas Wehmut verbunden, wenn ein prägendes Gebäude aus dem Ortsbild verschwindet. Es gab in den vergangenen Jahren regelmäßig Besichtigungen mit potentiellen Kaufinteressenten. Bei den Terminen vor Ort kam bereits die Erkenntnis, dass eine Sanierung der ehemaligen Schule Ottenhain nicht wirtschaftlich ist. Letztlich blieb der Gemeinde nur noch der geordnete Abbruch des Gebäudes übrig. Mittelfristig hätten herabfallende Dachziegel oder Putzschollen eine Gefahr für die Feuerwehr sowie parkende Fahrzeuge bedeutet. Abbruchbedingt mussten die Parkplätze um das Gebäude beseitigt werden. Nach Abschluss der Arbeiten wurden diese neu hergerichtet.
Straßenbau
In Kooperation mit den Medienträgern SOWAG mbH und SachsenNetz AG wurden in Eibau das Hirschgäßchen, die „alte“ Obercunnersdorfer Straße und ein Teilabschnitt der Jahnstraße sowie der Mühlweg in Neueibau grundhaft ausgebaut. Es wurden die Trinkwasserleitungen erneuert, Mittel- und Niederspannungsleitungen, teilweise Gasleitungen sowie Leerrohre für den Breitbandausbau verlegt. Die Investitionskosten der Gemeinde belaufen sich auf insgesamt 870.000 €.
Straßenbau „An der Siedlung“
In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Görlitz wurde die Straße „An der Siedlung“ grundhaft ausgebaut. Der Großteil der Arbeiten fand im Jahr 2024 statt. Restleistungen des Vorhabens wurden im Laufe des Jahres 2025 fertiggestellt. Die Gesamtkosten werden sich auf ca. 4 Mio. € belaufen. Die Gemeinde stemmt dabei einen Eigenanteil von ca. 600.000 €.
Sirenenausbau
Drei neue Sirenen wurden in der Gemeinde aufgebaut. Damit konnten Lücken bei der Alarmierung der Bevölkerung geschlossen werden, die durch den Wegfall alter Sirenen entstanden sind. Die Sirenen verteilen sich auf die Standorte Feuerwehrdepot Eibau, Feuerwehrdepot Ottenhain und Dorfstraße Kottmarsdorf. Die Kosten inkl. Tiefbauleistungen belaufen sich auf ca. 80.000 €.
Austausch von Regenwasserkanälen
Ein großer Teil des Regenwassernetzes ist in die Jahre gekommen. Das Thema wird uns in den kommenden Jahren zunehmend begleiten. Da es seit einigen Jahren keine Fördermittel für die Erneuerung der Kanalisation gibt, muss die Gemeinde diese Herausforderung komplett aus dem eigenen Haushalt finanzieren. So wurde ein Abschnitt an der Lutherstraße in Eibau sowie ein Bereich hinter dem Kretscham Obercunnersdorf ausgetauscht. Kostenpunkt ca. 50.000 €
Gewässerberäumung
Abschnitte des Landwassers in Eibau sowie des Cunnersdorfer Wassers in der Ortslage Niedercunnersdorf wurden im September von Anlandungen befreit. Insgesamt 315 m³ an Massen wurden aus den beiden Gewässern entfernt und damit das Abflussprofil verbessert. Kostenpunkt 38.000 €. Natürlich gibt es noch weitere Bereiche, in denen diese Arbeiten notwendig sind. Die Gemeinde kann diese Arbeiten nur Abschnittsweise durchführen.
Bauhof
Der Bauhof wurde technisch aufgerüstet. Ein Auslegemähwerk erleichtert nun die Arbeiten bei der Grabenpflege. Die Anschaffungskosten lagen bei 41.650 €.
MLF für die Ortswehr Ottenhain
Mit reichlicher Verzögerung konnte sich die Ortswehr Ottenhain über ein neues MLF (Mittleres Löschfahrzeug) freuen. Das Fahrzeug im Wert von 327.000 € wurde im September in Empfang genommen werden.
Schutzkleidung für die Gemeindewehr
Über 170 Sätze neuer Schutzbekleidung konnten sich die Kameradinnen und Kameraden aller Ortswehren freuen. Die Anschaffung schlägt mit 263.000 € zu Buche.
Ausblick auf das Jahr 2026
Zentrales Bauvorhaben ist und bleibt die Erweiterung und Sanierung der Wilhelm-Tempel-Grundschule Niedercunnersdorf. Weiterhin stehen die Restarbeiten sowie die Ausstattung des Dorfgemeinschaftshaus Obercunnersdorf auf dem Plan. Angedacht ist auch die Fortführung der Umrüstung der veralteten Straßenbeleuchtung im Ortsteil Eibau auf LED. Im Herbst soll der so genannte „Silbersee“ von Ottenhain revitalisiert werden. Bei den Feuerwehren wird in die Erneuerung der Fahrzeugflotte investiert. Neue Mannschaftstransportwagen wurden bereits bestellt. Im gesamten Landkreis Görlitz soll in den kommenden Jahren der Breitbandausbau erfolgen. Allein in der Gemeinde Kottmar müssen über 100 km Glasfaserinfrastruktur verlegt werden. Auch wenn die Gemeinde hier nicht Auftraggeber ist, erwarten wir einen hohen Abstimmungsaufwand. Weitere Informationen zu diesem Thema folgen zum gegebenen Zeitpunkt.