Titel Logo
Kottmarkurier
Ausgabe 4/2026
Amtlicher Teil
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Gemeinderat Kottmar verabschiedet kommunalen Wärmeplan

Am 16. März übergab der Projektpartner SachsenEnergie den finalen Wärmeplan im Rahmen der Gemeinderatssitzung an die Gemeinde Kottmar. Der Gemeinderat hat den kommunalen Wärmeplan anschließend beschlossen. Damit liegt nun erstmals ein umfassender Überblick darüber vor, wie die Wärmeversorgung in den Ortsteilen heute aufgestellt ist und welche Wege für die kommenden Jahre sinnvoll erscheinen. Der Wärmeplan soll den Bürgerinnen und Bürgern Kottmars helfen, anstehende Entscheidungen rund um ihre Heizung besser einordnen zu können.

Quintessenz für Kottmars Energiezukunft

Bürgermeister Michael Görke betont im Rahmen der Sitzung, dass mit dem Abschluss des Wärmeplans wertvolle Erkenntnisse für die künftige Wärmeversorgung gewonnen wurden. Er bezeichnet das Ergebnis als „wichtiges Element für alle kommenden Entscheidungen im Bereich der Wärmeversorgung. Für wirtschaftlich tragfähige Lösungen sind allerdings verlässliche rechtliche, technische und vor allem finanzielle Rahmenbedingungen notwendig". Gleichzeitig wird hervorgehoben, dass der Wärmeplan niemanden zu einem Heizungstausch zwinge: Bestehende Anlagen dürfen weiter betrieben werden, und die Wahl zukünftiger Heizlösungen bleibe den Eigentümerinnen und Eigentümern überlassen.

Was der Wärmeplan für Kottmar und seine Ortsteile bedeutet

Die Analyse hat ergeben, dass in Kottmar derzeit noch überwiegend fossile Wärme genutzt wird, insbesondere Erdgas. Aufgrund der weiten Siedlungsstruktur eignen sich jedoch nur einzelne Bereiche für ein gemeinsames Wärmenetz. Diese Bereiche sind im Wärmeplan einsehbar. Für das übrige Gemeindegebiet empfiehlt die Wärmeplanung vor allem individuelle Lösungen wie Wärmepumpen, Solarthermie oder Biomasse. Das vorhandene Gasnetz ist laut Verteilnetzbetreiber SachsenNetze grundsätzlich wasserstofftauglich und demnach aus heutiger Sicht für die weitere Nutzung durch Wasserstoff geeignet. Im Zielszenario der Wärmeplanung ist eine mögliche schrittweise Umstellung der bestehenden Infrastruktur von Erdgas auf Wasserstoff beachtet. Allerdings bestehen derzeit noch Unwägbarkeiten, etwa in Bezug hinsichtlich des Preises, der Verfügbarkeit sowie der Erzeugungs- und Importkapazitäten des Wasserstoffs. Zudem ist der rechtliche und finanzielle Ordnungsrahmen auf Bundesebene noch auszugestalten. Die Wärmeplanung beschreibt hier ein denkbares Szenario, stellt jedoch keine verbindliche Festlegung oder Zusage dar.

Abschlussbericht

Der vollständige Abschlussbericht ist auf der Homepage der Gemeinde Kottmar (www.gemeinde-kottmar.de - Bürgerinfo – Kommunale Wärmeplanung) veröffentlicht.

Oder nutzen Sie den QR-Code: