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Königswartha aktuell - Amtsblatt der Gemeinde Königswartha
Ausgabe 2/2026
Vereine/Interessengemeinschaften/Towarstwa/Zjednocenstwo zajimow
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Königswarthaer Geschichtsverein RAK e.V.

Blasorchester, dirigiert von Johannes Ssyckor

Blasorchester 1996

Blasorchester im Hotel Heidehof ca. 2003

Liebe Leserinnen und Leser,

auch heute geht es wieder musikalisch zu. Alenka Hager berichtet zum Thema:

Singender und klingender Ort Königswartha

Von den Chören, dem Schalmeienorchester und anderen Gruppen wurde ja schon berichtet. Zu den aktivsten und bekanntesten Volkskunstgruppen gehörte und gehört noch bis heute das Blasorchester.

Auf Initiative einiger Mitglieder des Schalmeienorchesters begann man 1961 mit den Vorbereitungen für die Gründung einer Blaskapelle. Johannes Ssyckor war maßgeblich daran beteiligt. Die Gemeinde stellte Gelder zur Verfügung für den Kauf der Instrumente und es wurde mit der Ausbildung der Mitglieder begonnen.

Blechbläser wurden zuerst durch Rudi Fähle und Johannes Ssyckor, später auch durch Jan Reck aus Cölln ausgebildet. Die Klarinetten unterrichtete Karl Tillich, Schlagzeuger wurden durch Herbert Müller ausgebildet.

Am 1. Mai 1962 war es dann soweit, das Blasorchester war gegründet und Johannes Ssyckor leitete es dann insgesamt 6 Jahre.

Danach übernahm Karl Tillich für mehrere Jahrzehnte die Leitung.

Karl Tillich (1936 – 2019) war ein vielseitiger Musiker. Er spielte Trompete, Tuba, Posaune und Geige. Besonders bekannt war er als Dudelsackspieler und Dudelsackbauer. Er war Mitglied des Sorbischen National-Ensembles und leitete und unterstützte sorbische Volkskunstgruppen, wie die in Schleife, Groß-Zeißig und eben auch die Blaskapelle in Königswartha.

Unter seiner Leitung wurde die Blaskapelle in der Lausitz bekannt. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet als „Hervorragendes Volkskunstkollektiv“ und erhielt bei einem Leistungsvergleich 1985 das Prädikat „Oberstufe ausgezeichnet“.

Das Programm des Orchesters war sehr vielseitig. Die sorbische Musik war fester Bestandteil. Es wurde bei sehr vielseitigen Veranstaltungen gespielt, z.B. das Wecken und der Umzug zum 1. Mai, Kranzniederlegungen, seit 1983 Teilnahme am Rosenmontagsumzug in Wittichenau, Heidetreffen in Commerau bei Klix, Tanzmusik nach Vogelhochzeitsveranstaltungen, Bundeskongress der Domowina, Folklorefestivals in Crostwitz und Schleife und viele weitere Veranstaltungen mit sorbischem Charakter. Eine Gruppe von Mitgliedern reiste 2003 zusammen mit der Sorbischen Volkstanzgruppe Zeißig nach Texas zu den Nachfahren sorbischer Auswanderer.

Man könnte noch viel über die Geschichte des Blasorchesters schreiben. Vielleicht findet sich ein Mitglied des Orchesters und erzählt Interessantes von damals und heute? Wir würden uns sehr darüber freuen und dann gerne auch hier dazu berichten.

Das Orchester ist noch aktiv und nennt sich nach dem Zusammenschluss mit Musikern aus Knappenrode „Blasorchester Königswartha – Knappenrode (KwK)“

Quellen (Text und Bilder): Ortschronik von Johannes Ssyckor

Aufzeichnungen und Fotos von Martin Herrmann
Zusammengestellt von Alenka Hager

Unsere Ausstellungen

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Heimatstube + Ausstellung „Königswartha vor 100 Jahren“ (Ortsbuch von 1924)

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NEU: Kaolinwerk Caminau – Zeitabschnitte in der Geschichte bis 1989

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Sächsisch-preußische Grenzsteine um 1815 – 34 Fototafeln – digitalisiert –

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Königswartha um 1900 (mit zahlreichen Fotos und Dokumenten)

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Historische Kinoplakate

im Vereinshaus, Gutsstraße 4 c, öffnen wir, auch nach vorheriger Anfrage, (Mindestanzahl 5 Personen) sehr gerne für Sie.

Telefon 035931-20812 oder per E-Mail: geschichtsverein-rak@online.de

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Fotos von Königswartha um 1950 befinden sich im Foyer des Hotels Heidehof, Hermsdorfer Straße.

Auf unserer Webseite www.geschichtsverein-rak.de/geschichte-und-geschichten.html sind viele weitere interessante Geschichten über unsere Gemeinde zu lesen. Informationen zu unserer Vereinstätigkeit und Aktuelles finden Sie auf unserer Facebook-Seite Königswarthaer Geschichtsverein RAK e.V.

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für angenehme Wintertage,

auch im Sinne aller Faschingsnarren, die besonders in unserer Nachbargemeinde, der Stadt Wittichenau, wieder für Stimmung sorgen werden.

Der Fasching in Wittichenau hat eine lange Tradition und wird offiziell seit dem Jahr 1706 gefeiert, ursprünglich als Brauch zum Winteraustreiben.

Weiberfaschingsumzug am 14. Februar 2026 um 13:30 Uhr und der große Rosenmontagsumzug am 16. Februar 2026, der um 13:30 Uhr startet!

– Wir sind gern dabei, als Zuschauer –!

Annemarie Rentsch
Vors. KGV RAK e.V.