Steinmetz Uwe Schön, die stellvertretende Oberbürgermeisterin Claudia Ludwig und der Köthener Künstler Steffen Fischer bei der Aufstellung der "Magda" (v. l.)
Wenn auch „nur" rund 80 Zentimeter groß, so ist die „Magda", jene Bronzefigur, die seit Anfang April als neues Fotomotiv unweit des Magdeburger Turms zu finden ist, doch ein überaus gelungenes Beispiel für Bürgernähe. Denn die Statue, entworfen vom Köthener Künstler Steffen Fischer, ist aus dem Köthener Bürgerbudget finanziert worden. Das Bürgerbudget wurde per Stadtratsbeschluss 2024 eingeführt und ermöglicht den Köthenerinnen und Köthenern, förderungswürdige Projekte vorzuschlagen und diese in einem festgelegten finanziellen Rahmen zu verwirklichen.
So geschehen nun auch am Ensemble um den Magdeburger Turm, das um eine kleine Attraktion reicher ist. Hier ist aus der Fördersumme von rund 9.600 Euro die Bronzefigur entworfen, gegossen und aufgestellt worden. Der zugehörige Sockel beinhaltet zudem eine kleine Sitzfläche, die es ermöglicht, sich direkt neben der Bronzefigur fotografieren zu lassen. Alle Arbeiten rund um die Magda wurden bereits 2025 umgesetzt, nur das Montieren vor Ort musste witterungsbedingt noch bis zum Frühjahr 2026 warten.
Die Entwürfe und das für den Guss notwendige Modell stammen von Steffen Fischer. In Bronze gegossen wurde die „Magda" von der Gebrüder Ihle Bildguss GmbH in Dresden. Hinzu kamen noch notwendige Arbeiten am Fundament und die Steinmetzarbeiten für den Sockel, die von Steinmetz Uwe Schön ausgeführt wurden. Ein Dank aller Beteiligten ging zudem an die Firma KTSB, die auf eigene Kosten die Pflasterarbeiten realisiert hat.
Den Antrag für die Herstellung und Errichtung der Bronzefigur „Magda" wurde in der Förderrunde 2024 von Steffen Fischer gestellt, der damit – neben dem „Bronze-Halli" in der Köthener Fußgängerzone – einen weiteren beliebten Fotopunkt in Köthen (Anhalt) schaffen und „die Stadtkultur bereichern" wollte, wie es im Antrag heißt. Denn auch der „Bronze-Halli", der ebenfalls in der Sichtachse seines großen Pendants, dem Halleschen Turm, steht, wird von Köthenern und ihren Besuchern gleichermaßen gern fotografiert. Nicht selten erhält auch Steffen Fischer das ein oder andere Foto von Menschen, die „seinen" Halli entsprechend in Szene gesetzt haben. Das freut den Künstler, und war gleichermaßen Anstoß für die „Magda" und auch ein weiteres Projekt, das Steffen Fischer für einen nächsten Antrag ins Auge gefasst hat. Denn auch die Köthener Jakobskirche soll – wenn es nach dem Künstler geht – eine niedliche Bronzeversion erhalten. Damit wären dann all jene niedlichen, das Stadtbild prägenden Figuren, die einst das Werbeplakat für den Köthener Sachsen-Anhalt-Tag 2015 prägten (der Hallesche Turm „Halli", der Magdeburger Turm „Magda" und die Jakobskirche"), auch als Bronzeversionen im Stadtbild vertreten. Den Antrag dafür hat Steffen Fischer zumindest schon mal in der Schublade.
Für alle, die ebenfalls tolle Ideen haben, was man in Köthen (Anhalt) und seinen Ortschaften anschaffen oder erneuern sollte, haben für die diesjährige Förderrunde noch bis 30. Juni 2026 Zeit, um Projektvorschläge einzureichen. Diese müssen dem Gemeinwohl dienen, dürfen jeweils nicht mehr als 10.000 Euro kosten und keine Folgekosten verursachen. Alle Infos unter https://www.koethen-anhalt.de/de/buergerbudget.html oder im Ratsbüro der Stadt Köthen (Anhalt) unter buergerbudget@koethen-stadt.de oder unter Telefon 03496 425-321.