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Amtsblatt der Stadt Köthen (Anhalt) Bürgerzeitung mit amtlichen Bekanntmachunge
Ausgabe 5/2020
Nichtamtlicher Teil
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Gleich mehrere Oberbürgermeister versuchten Dr. Ulrike Wendland von Köthen (Anhalt) zu überzeugen.

Neben dem historischen Versammlungsort stand auch der Rathausplatz auf der Agenda – hier informierte der ehemalige Oberbürgermeister Rainer Elze die Jurorin über die umfangreichen Umgestaltungsmaßnahmen der 90er und frühen 2000er Jahre. Überhaupt waren gleich drei Verwaltungsoberhäupter aus Vergangenheit und Gegenwart anwesend, um Frau Dr. Ulrike Wendland von Köthen (Anhalt) zu überzeugen. So warf Kurt-Jürgen Zander sein Wissen und seinen Enthusiasmus in puncto Europäische Bibliothek für Homöopathie in die Waagschale: Die Köthener seien stolz, einen weltweit so bedeutungsvollen Ort ihr Eigen nennen zu dürfen.

Im Namen der Wohnungsgesellschaft Köthen mbH warb Geschäftsführer David Rieck für die Bachstadt. Er führte durch die alte Apotheke neben dem Rathaus, in der die WGK nun ihren Sitz hat, und zeigte der Landeskonservatorin auch gleich das neuste Bauprojekt in der Schulstraße. Hier soll ein Wohnhaus entstehen, das sich nahtlos in das einheitliche Innenstadtbild einfügt. Eine Optik, die Dr. Wendland lobende Worte entlockte. Die gab es auch für Agnus- und Jacobskirche, die ebenfalls als Beispiele für eine ausgewogene Kombination von Stadtentwicklung und Denkmalpflege besichtigt wurden. Für eine erhöhte Frequenz der Wörter „schön“ und „toll“, die auf gute Chancen im Wettbewerb hoffen lassen, sorgte auch der Spiegelsaal im Köthener Schloss, der vielleicht das optisch wirkungsvollste Beispiel für die Stadtentwicklung der letzten 30 Jahre in Köthen (Anhalt) ist.

Zum 30-jährigen Bestehen des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, ist es auch genau diese Zeitspanne, die den Fokus des „Stadtumbau Award 2020“ bildet. „Die Wende kam für uns hier genau richtig, um Dinge zu bewahren oder, um Dinge, die nicht mehr zu bewahren waren, immerhin später nachzuempfinden“, so Ina Rauer. Dieses Engagement schätzt rückblickend auch Dr. Wendland: „Köthen gehört zu den Städten, die bei der Stadtentwicklung ganz früh angefangen und stetig gearbeitet haben.“ Besonders bemerkenswert sei die reibungslose Zusammenarbeit diesbezüglich mit dem Stadtrat. Man könne hier schon von einer gewissen Opferbereitschaft sprechen, wenn so viel in Objekte investiert werde, die häufig in erster Linie kulturellen Wert hätten.

Ob diese Opferbereitschaft für den ersten Platz reicht, stellt sich im November heraus. Dann wird der Award im Beisein vom Minister für Landesentwicklung und Verkehr Thomas Webel in Bernburg verliehen.