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Amtsblatt der Stadt Köthen (Anhalt) – Bürgerzeitung mit amtlichen Bekanntmachungen
Ausgabe 7/2026
Nichtamtlicher Teil
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Fortsetzung Titel

Geplant ist die Restaurierung jedoch bereits seit etwa anderthalb Jahren. Die filigranen Arbeiten kosten rund 90.000 Euro, wovon 49 Prozent durch das Programm „Denkmalpflegeförderung 2026“ finanziert werden können. Gründe für die Maßnahme sind nicht nur die denkmalgerechte Erhaltung der historischen Bleiglasfenster, sondern auch energetische Aspekte. Von außen werden die Fenster mit einer zusätzlichen Schicht aus „Goetheglas“, dessen leicht strukturierte Oberfläche den historischen Fensterscheiben ähnelt, versehen. Während momentan insbesondere Winterveranstaltungen im Ratssaal gerne zu einer kühlen Angelegenheit werden, soll hierdurch eine bessere Dämmwirkung erzielt werden.

Der historische Saal wurde, wie das gesamte Rathaus, durch das Architektenbüro Reinhardt & Süßenguth aus Berlin entworfen. Für die Glasmalereien zeichnete die Firma Settermann & Kellner verantwortlich, während die Bleiverglasung an sich durch das Unternehmen Spinn & Co. (beide Berlin) erstellt wurde. Fertiggestellt wurde der Ratssaal 1898, das gesamte Rathaus 1900. Es handelt sich um die erste grundlegende Sanierung der Fensterfront.