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Amtsblatt für die Gemeinde Kolkwitz
Ausgabe 5/2026
Informationen aus dem Rathaus
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Rückblick Jahresempfang 2026

Der Bürgermeister Karsten Schreiber (r.) begrüßte die Gäste des Abends. Einer der ersten war der neue Bürgermeister der Stadt Vetschau Chris Mielchen (R.).

Der Bürgermeister stellte auch den neuen Pfarrer Gottfried Wapler (r.) vor, der hier im Gespräch mit der Ortsvorsteherin aus Krieschow, Jeannine Mau ist.

Der Erste Beigeordnete des Landkreises Spree-Neiße, Carsten Billing gab Hoffnung auf schnelles Internet im ganzen Gemeindegebiet.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretersitzung, René Kochan rückte mutige Entscheidungen der Gemeindevertreter in den Fokus.

Die Tulenz-Brüder kamen mit ihren Gitarrenklängen sehr gut bei den Gästen an

In den Dörfern der Gemeinde hat sich im vergangenen Jahr viel getan. Beim Jahresempfang am 23. April im Kolkwitz-Center erhielten Unternehmer, Politiker und Gäste einen umfassenden Überblick darüber, wie die Gemeinde ihre Mittel eingesetzt und welche Projekte sie vorangebracht hat.

 

 

 

Projekte der Gemeinde

Bürgermeister Karsten Schreiber hob besonders hervor, wie schnell der Schulanbau und die Schulsanierung des Altgebäudes in Krieschow umgesetzt wurde. Zwischen Grundsteinlegung im Februar 2024 und Übergabe im April 2025 lag kaum mehr als ein Jahr und das bei einem Projektvolumen von fünf Millionen Euro. Parallel dazu wurden zahlreiche weitere Maßnahmen realisiert: die Sanierung der Turnhalle in Krieschow, die Fertigstellung der Heimatscheune in Kackrow, Gehwegsanierungen in Dahlitz und am Heilstättenweg, der Lückenschluss eines Radwegs in der Gerhart-Hauptmann-Straße, die Erschließung des Wohngebiets „Am Sonnenlug“ sowie der Ausbau der Landgrabenstraße in Milkersdorf.

Ein zentrales aktuelles Projekt ist die Karl-Liebknecht-Straße, die zur Grundschule in Krieschow führt. Hier wurde bereits ein neuer Parkplatz mit 21 Stellplätzen und einer „Kiss & Ride“-Zone fertiggestellt. Der Ausbau der Straße zwischen Bahnhofstraße und Cottbuser Straße soll im Juni/Juli beginnen, während ein erstes Teilstück über die Wilhelm-Schadow-Straße bereits gestartet ist und bis Ende Mai abgeschlossen sein soll.

 

Auch in anderen Ortsteilen schreiten Projekte voran: In Kunersdorf entsteht im Gewerbegebiet ein neuer Jugendclub. Am Jahnsportplatz in Kolkwitz entwickelt sich ein moderner Freizeit- und Gesundheitsstandort – gebaut aus recycelten Materialien ehemaliger DDR-Wohnblöcke. Das Projekt wird mit 521.000 Euro gefördert und soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Zudem wird durch die Zusammenlegung der Feuerwehren aus Dahlitz und Papitz ein neues Gerätehaus auf dem Papitzer Sportplatz errichtet, dessen Übergabe im kommenden Jahr geplant ist.

Lange erwartete Vorhaben werden ebenfalls umgesetzt: In Glinzig beginnt die umfassende Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses. Im Außenbereich wurden bereits Ballfangnetze installiert und ein neues Kassenhäuschen errichtet. Vor der dunklen Jahreszeit folgt eine moderne Flutlichtanlage für den Nachwuchssport. Auch in Milkersdorf startet mit der Erweiterung der erste Bauabschnitt die Schaffung eines zeitgemäßen Dorfgemeinschaftshauses.

 

Darüber hinaus stehen größere Infrastrukturmaßnahmen an: Der Landesbetrieb Straßenwesen beginnt im Sommer mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt in Hänchen inklusive Geh- und Radwege sowie der Sanierung der Verbindungsstraße nach Kolkwitz. Anschließend folgt der Geh- und Radwegebau in Limberg. Ergänzt werden diese Vorhaben durch zahlreiche Brückensanierungen und Maßnahmen zur Schulwegsicherung.

Ein besonderes Projekt ist der Ausbau der Bahnstrecke mit einem zweiten Gleis. Neben funktionalen Schallschutzwänden sollen dabei auch ortstypische Motive die Bahnhöfe in Kolkwitz und Kunersdorf prägen.

Auch die digitale Infrastruktur entwickelt sich weiter: Gemeinsam mit dem Landkreis konnte eine Telekom-Tochter für den Glasfaserausbau gewonnen werden. Bis 2027/2028 sollen die letzten weißen bzw. grauen Flecken verschwinden, sodass alle Bürger Zugang zu schnellem Internet erhalten, erklärte Carsten Billing, Erster Beigeordneter des Landkreises.

 

Gaststätte Zur Eisenbahn

Zur Gaststätte Zur Eisenbahn erklärte der Bürgermeister: „Als Bürgermeister bin ich sehr froh, dass diese Eichrichtung im Ort erhalten bleibt. Neben dem Versorgungsauftrag ist die Gaststätte unverzichtbar auch als Ort der Kultur wie für den Karnevalsverein oder Konzerte etwa der Lindenmusikanten. Es ist ein Ort der Begegnung, den niemand missen möchte. Dass das Vitateam aus Kolkwitz sich an diese nicht ganz einfache Übernahme herangewagt hat, verdient meinen Respekt. Dass es anfangs zu Startschwierigkeiten kam, ist ärgerlich aber verständlich. Hier bitte ich alle um Geduld. Die Gemeinde und die Gemeindevertreter sind sich einig, hier das nötige Geld zu investieren, damit diese Gaststätte auch weiterhin erhalten bleibt und erfolgreich betrieben werden kann. Wir wünschen den neuen Betreibern alles Gute und ich bin mir sicher, dass nach dem Um- und Ausbau die Kolkwitzer hier wieder eine richtig tolle Einrichtung mitten im Dorf haben werden.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, René Kochan erklärte:

„Die Gemeindevertretung hat seit der Bürgermeisterwahl geordnet eine Reihe von mutigen und richtigen Entscheidungen getroffen, so: Die Umsetzung ReUseHub für den Kolkwitzer Sportverein, den Beschluss zur Sanierung des DGHs und Sportlerheims in Glinzig, den Beschluss zu Sanierungsarbeiten in der Eisenbahn und ganz aktuell den Grundsatzbeschluss zur Beschaffung einer Drehleiter für die Feuerwehr in der Gemeinde. Alles übrigens Aufgaben die so nicht vorgesehen waren, aber entweder durch Fördermittel in die Mitte rückten oder weil es einfach die Notwendigkeit gibt.

 

 

Ein ebenfalls großes Thema war und ist, denn er wird uns noch eine Weile beschäftigen, die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes in der Gemeinde Kolkwitz. Dieser ist enorm wichtig für unsere zukünftige Entwicklung. Hier waren besonders die Ortsbeiräte gefordert, die in vielen Sitzungen ihre Freizeit ehrenamtlich ihren Dörfern schenkten. Vielen, vielen Dank liebe Ortsbeiräte für Euer Engagement und den Einsatz für Eure Dörfer. Ich möchte den Gemeindevertretern ebenfalls für ihre Arbeit danken. Die Gemeindevertretung war selbst auf Sondersitzungen fast vollständig anwesend und diszipliniert. Die Ausschüsse immer gut besetzt. Ebenso möchte ich der Verwaltung und dem Bürgermeister danken. Nicht alles verlief völlig reibungslos, aber: Immer am Wohle der Bürger orientiert.“

Der Bürgermeister dankte allen Unternehmern für ihr Engagement, welches es der Gemeinde ermöglicht, die Infrastruktur zu pflegen und auszubauen.

Für Begeisterung sorgte beim Empfang auch das kulturelle Programm: Die Tulenz-Brüder aus Lübben unterhielten das Publikum mit Gitarrenmusik und wurden erst nach einer Zugabe von der Bühne gelassen.

 

Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.