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Klingenthaler Stadtanzeiger
Ausgabe 19/2026
Vereine
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Der Räuber „Hotzenplotz“ wurde gefangen - eine erfolgreiche Saison der Waldbühne Zwota geht zu Ende -

Mit einem gelungenen Saisonabschluss beendete die Waldbühne Zwota ihre diesjährige Spielzeit. Auf dem Programm stand das beliebte Kinder- und Familienstück „Der Räuber Hotzenplotz_eine musikalische Gaunerjagd“, das bei vier ausverkauften Vorstellungen zahlreiche Besucherinnen und Besucher begeisterte.

 

 

Schauspielerisch und künstlerisch geleitet wurden die Proben und Aufführungen von Michaela Popp, Yvonne Deglau und Louis Letterer. Dabei war für jeden Mitwirkenden Raum, um eigene Ideen und Kreativität einzubringen. Einige passende Gesangsstücke bereicherten die Szenen. Die musikalische Begleitung übernahm das Waldbühnenorchester unter der Leitung von Peter Kostadinov. Die Musikstücke wurden von Sebastian Wildgrube, Richard Rößler und Valentin Glaser arrangiert.

Mit viel Spielfreude, Humor, liebevoll gestalteten Bühnenbildern und Kostümen (u.a. von Franka Wunderlich gefertigt) erweckten die Darstellerinnen und Darsteller die bekannte Geschichte aus der Feder von Otfried Preußler (Text: Heiko Wohlgemuth, Musik: Martin Lingnau, © Aufführungsrechte beim Bühnenverlag Weitendorf, Hamburg) rund um den berüchtigten Räuber, Kasperl, Seppl und die Großmutter zum Leben.

Die Vorstellungen sorgten bei kleinen und großen Zuschauern gleichermaßen für beste Unterhaltung. Bei zwei Aufführungen stellte das Wetter eine besondere Herausforderung dar. Es musste wegen eines Regenschauers kurz unterbrochen werden. Für das Ensemble und das Publikum hieß es: warten, hoffen, dass der Regen schnell aufhört, tief durchatmen und weiterspielen.

Erstmals in der jüngeren Geschichte der Waldbühne Zwota gab es nach den Vorstellungen Fotosessions, bei denen vor allem die jungen Zuschauer ihren Helden ganz nah sein konnten. Auch Autogrammwünsche wurden erfüllt - ein schönes Zeichen dafür, wie sehr die Darstellerinnen und Darsteller mit ihrer Spielfreude das Publikum erreicht hatten.

 

 

„Im Walde haust kein Räuber, denn man fing ihn ein. Er sitzt hinter Gittern einsam und allein.“ So endet die Jagd nach dem gefährlichen „Hotzenplotz“ (Louis Letterer) auf der Waldbühne Zwota. Nachdem er lange Zeit Angst und Schrecken verbreitet hatte und dem pflichtbewussten, aber wichtigtuerischen und etwas tollpatschigen, Wachtmeister Dimpfelmoser (Ralf Edler) und seiner gewissenhaften Assistentin Fredericke Federlein (Anja Reißaus) immer wieder entwischte, rechnete er nicht damit, dass der Diebstahl einer Musik machenden Kaffeemühle ihm zum Verhängnis werden würde. Als er diese der Großmutter (Lena Dörfel) stahl, ließen sich deren Enkel Kasperl (Sophie Scholze) und Seppl (Christian Frank) etwas einfallen, um den Räuber seiner gerechten Strafe zuzuführen. Natürlich war es nicht so einfach, wie die beiden es sich dachten.

 

 

 

Und so wurden sie zunächst von Hotzenplotz entführt und Kasperl unter falschem Namen an den großen und mächtigen Zauberer Petrosilius Zwackelmann (Philip Middel) verkauft. Dies stellte sich als Glück für die beiden Jungs heraus, denn in seinem Schloss hielt der Zauberer die in eine Unke verwandelte Fee Amaryllis (Susanne Mai) gefangen.   

Mit deren Hilfe konnte die Geschichte enden, wie sie enden sollte: die beiden Jungs kamen frei und übergaben stolz die Kaffeemühle wieder der Großmutter. Hotzenplotz kam hinter Schloss und Riegel.

 

 

Für die Waldbühne Zwota endet damit wieder ein ereignisreiches Jahr, das einmal mehr gezeigt hat, was möglich ist, wenn viele Menschen ihre Zeit, ihr Können und ihre Begeisterung für das Theater miteinander verbinden - vor und hinter den Kulissen. Und nun freuen wir uns auf die nächste Saison 2027 - die Vorbereitungen dafür haben natürlich längst begonnen. (JM) (Fotos: Antje Wünsche, André Wünsche, Torsten Kunath, Jörg Meinel)