v.l.n.r.: Mario Knoth, Hans Schlott, Frank Behrendt
Kurz vor dem Weihnachtsfest übergaben Mario Knoth, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Zwota (links), und der Zwotaer Bäckermeister Frank Behrendt (rechts) einen Scheck über 400 Euro an Hans Schlott, den Vorsitzendes des Fördervereins, der das seit April 1986 bestehende Museum betreibt. Das Geld stammt aus dem Verkauf des Weihnachtsstollens, den Bäckermeister Behrendt speziell für den Zwotaer Weihnachtsmarkt am 1. Advent gebacken hatte. Der Heimatverein Zwota und Frank Behrendt stockten den Verkaufserlös von 236,50 € noch auf.
Seit 1997 hat das Harmonikamuseum sein Domizil in der ehemaligen Zwotaer Mittelschule. Zuvor waren Räume im ehemaligen Ludwig-Haus am Hammerplatz genutzt worden. Das war der Stammsitz der 1844 gegründeten Firma Gebrüder Ludwig, die 1972 verstaatlicht wurde.
Inzwischen verfügt das Museum über einen Fundus von mehr als 2500 Instrumenten, die im Klingenthaler Raum gefertigt wurden - hauptsächlich Mundharmonika, Akkordeon, Konzertina, Bandoneon. Hinzu kommt ein umfangreicher Bestand an Literatur und historischen Dokumenten zur Musikgeschichte. Einzigartig in Deutschland ist die Sammlung elektronischer Tasteninstrumente, die zwischen 1955 und 1990 in Markneukirchen, Klingenthal und dann in Schöneck hergestellt wurden.
Zudem finden regelmäßig Sonderausstellungen zu den verschiedensten Themen statt.
Über den Fundus an elektronischen Instrumenten hat der aus Klingenthal stammende Filmemacher Claus Dusch bereits zwei informative Streifen gedreht, die Besuchern zur Verfügung stehen. Derzeit wird durch die Medienwerkstatt des Klingenthal Gymnasiums an einem weiteren Filmprojekt über das Harmonikamuseum gearbeitet.