| SG HSC Chemnitz - SG Handball Oberland 38 : 46 (HZ 14 : 18) | ||
| Strafwürfe: | SG Oberland | 4 / 3 verwandelt |
| HSC Chemnitz | 1 / 1 verwandelt | |
| Zeitstrafen: | SG Oberland | 6 min |
| HSC Chemnitz | 8 min | |
SG Handball Oberland:
Wenzel Jacob, Colin Harloff, Nils Backmann (12), Oskar Meisel (14), Renè Tavernier, Jim Götz (10), Leon Horna (7/3), Timon Graupner (1), Carlos Pöhland (1), Konstantin Knorr (1)
Dieses Auswärtsspiel wird uns sicher in Erinnerung bleiben, denn es war so ganz anders als normal. Das lag vor allem daran, dass die Chemnitzer nur 4 Feldspieler im Aufgebot hatten. Daraufhin haben wir uns entschlossen, auch mit einem Spieler weniger zu spielen und den Jungs, die sonst weniger Spielzeit haben, große Anteile zu geben. So entwickelte sich dank der Räume ein sehr offenes Spiel, in dem wir von Beginn an dominierten. Zweimal Jim Götz und Nils Backmann brachten uns in den ersten 5 Minuten mit 3:0 in Führung. Man merkte aber hier schon, dass es logischerweise schwer war, die eigene Spannung hoch zu halten. Wenn dies in der Abwehr gelang, kam man zu Ballgewinnen und schnellen Toren. So führten wir bereits nach 13 Minuten mit 11:6. Dass es nicht höher war, lag an der Vielzahl der vergebenen Chancen oder Pech beim Abschluss. So traf alleine Nils Backmann im gesamten Spiel neunmal Pfosten oder Latte. Als ein Chemnitzer Spieler verletzungsbedingt für einige Zeit vom Feld musste, nahmen wir auch einen weiteren Spieler runter, so dass der Platz immer größer wurde. Es wechselten gut herausgespielte Angriffe mit leichtfertiger Abwehrarbeit, so dass Chemnitz bis zur Pause einigermaßen dranbleiben konnte.
Nach dem Wechsel war es unverändert. Chemnitz, jetzt wieder zu viert, bemühte sich, kam zu Toren, aber unsere Jungs bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Nach 45 Minuten führten wir beim 33:21 erstmal mit 12 Toren. Nachlassende Konzentration und viele Wechsel führten dazu, dass die Gastgeber bis zum Schlusspfiff nochmal verkürzen konnten. Trotzdem sollten wir uns über den Auswärtssieg freuen, diesen aber richtig einordnen. Positiv hervorzuheben ist, dass besonders Oskar Meisel, Nils Backmann und Jim Götz die freien Räume erfolgreich nutzen konnten.
Bemerkenswert war die Reaktion der Chemnitzer Trainer und Zuschauer nach dem Schlusspfiff. Sie bedankten sich bei uns für die Fairnis, auch mit weniger Spielern aufzulaufen. Von unserer Seite nochmal ein Kompliment an die Chemnitzer Jungs. Nicht viele Mannschaften wären bei der geringen Spielerzahl angetreten. Das spricht für großen Sportsgeist.