Oberlosa IV – SG Handball Oberland 28:22 (12:12)
Zu ungewohnter Zeit, aber mit umso größerem Ehrgeiz, trat die Männer Mannschaft der SGH Oberland zu ihrem ersten Auswärtsspiel im neuen Jahr 2026 an. Am frühen Sonntagmorgen um 10 Uhr wartete in Oberlosa mit Oberlosa IV eine schwere Aufgabe – und allen war bewusst, dass man von der ersten Minute an hellwach sein musste.
Die Gäste nahmen die Herausforderung mit großer Motivation an. Trotz der frühen Anwurfzeit zeigte die SGH Oberland einen starken Spielbeginn. Viel Bewegung im Angriffsspiel, kluge Laufwege und konsequentes Zusammenspiel sorgten dafür, dass die Abwehr der Gastgeber früh unter Druck geriet.
Der Lohn: Eine leichte Führung, die Mut machte und das Selbstvertrauen stärkte.
Doch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte schlichen sich zunehmend Fehler ein. Unkonzentrierte Abspiele, überhastete Abschlüsse und kleine Abstimmungsprobleme brachten Oberlosa IV zurück ins Spiel. Die Partie wurde ausgeglichener, der anfängliche Vorsprung schmolz dahin. Zur Halbzeit stand ein leistungsgerechtes 12:12 auf der Anzeigetafel – alles war offen.
Nach dem Wiederanpfiff folgte jedoch ein denkbar ungünstiger Start für die SGH. Innerhalb kurzer Zeit geriet man in Rückstand. Besonders bitter: Ab der 40. Minute wurden gleich acht klare Torchancen nicht genutzt. Eine Auszeit war zwingend notwendig. Die Ansprache war klar, jeder wusste, was verändert werden musste.
In der Schlussphase machte sich der hohe Aufwand deutlich bemerkbar. Die Kräfte schwanden zunehmend, während Oberlosa die sich bietenden Räume konsequent nutzte und sich Tor um Tor absetzen konnte. Trotz eines letzten Aufbäumens gelang es der SGH Oberland nicht mehr, entscheidend gegenzuhalten. Am Ende musste man die Gastgeber auf sechs Treffer davonziehen lassen und das Spiel mit 22:28 aus Sicht der SGH abgeben. Zurück blieb trotz großem Einsatz die Erkenntnis, dass oft Kleinigkeiten und die nötige Konsequenz über den Spielausgang entscheiden.