Zum Glück gehören die Zeiten als das Paschen am Zwotabach bittere Notwendigkeit war und es ums überleben ging, schon lange der Vergangenheit an. Aber, was ist eigentlich Paschen? Die ältere Generation unter uns, wird wohl diesen Begriff noch gut in Erinnerung haben. Die jüngere Generation wird stutzen. Paschen: dazu sagt man in anderen Region auch Schieben, Schwärzen oder Schleichhandel. Gemeint ist das Schmuggeln. Geschmuggelt wurde und wird auch heute noch an allen Grenzen zu allen Zeiten. Heutzutage allerdings mehr wegen dem Genus, vielleicht auch als Sport bzw. Wettbewerb und Nervenkitzel.
Und genau davon handelt auch das diesjährige Stück des Theaterdorfes Zwota am 1. Mai am Musikpavillon in Klingenthal. Es spielt zur vorletzten Jahrhundertwende, sprich vor ca. 120 Jahren, wo spitzfindige Einwohner aus dem Zwotatal versuchten, verbotene Waren an den österreichisch-ungarischen und sächsischen Zöllnern vorbeizubringen. Unzählige Geschichten wurden darüber überliefert, und füllten so manche Stammtischrunde. Eine davon stammt von unserem Heimatdichter Hans Wild. Er erzählt nicht nur von den kleinen Paschern, sondern auch davon, dass die „Großkepetten“ es oft noch viel toller trieben als die, die täglich mit Rucksack oder Tragkorb zu Fuß die Grenze passierten. Wie diese heitere Geschichte ums Paschen letztendlich ausging und wer schließlich am längeren Hebel saß?, wird von über 20 Schauspielern am 1. Mai am Pavillon Klingenthal vom Theaterdorf Zwota ab 14 Uhr gezeigt. Reservieren Sie sich schon jetzt diesen Termin. Der Vorverkauf beginnt in Kürze.