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Klingenthaler Stadtanzeiger
Ausgabe 7/2026
Feuerwehr
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Was macht die Feuerwehr so?

Die Feuerwehr ist rund um die Uhrzeit im Einsatz, sei es der Brand oder die technische Hilfeleistung. Aber dazu gehört noch viel mehr. Als freiwillige Feuerwehr sind wir eine feste Instittion innerhalb unserer schönen Stadt. Feuerwehr ist mehr als nur der adrenalinreiche Einsatz. Deshalb möchten wir einmal vorstellen, was die Ehrenamtlichen, denn sonst so in ihrer Freizeit, im Dienste der Allgemeinheit, machen. Dafür schauen wir einige Monate zurück.

Starten wir im September des vergangenen Jahres. Dort konnte die Wache 1 euch zum jährlichen Tag der offenen Tür begrüßen. Wir stellten unsere Technik und Arbeit vor, aber vor allem konnte man die Menschen hinter der Uniform kennenlernen und vielleicht die Frage stellen, die einen schon länger brennend interessiert hat. Die „Zwoticher" haben Besuch von ihrer Partnerfeuerwehr aus Arnegg. Die Freundschaft wird seit nunmehr 1990 gepflegt. An einem Wochenende unternahm man verschiedene Ausflüge und verbrachte viel Zeit miteinander, in der es um mehr als nur das gemeinsame Ehrenamt ging. Es ist immer wieder erstaunlich, wie groß die Feuerwehrfamilie ist und diese zusammenhält. In Oberzwota fand eine Übung zur Waldbrandbekämpfung mit mehreren Ortswehren statt. Ein Thema, in dem sich einige Kameraden durch einen eigenen Lehrgang fortbilden konnten, es aber insbesondere auf die praktischen Abläufe ankommt, wenn im Ernstfall jeder Moment zählt.

Nicht nur die Einsatzabteilung muss fit bleiben. Im Oktober hat das mittlerweile traditionelle Aktionswochenende der Jugendfeuerwehr seinen Platz gefunden. Dort schlüpfen sie für 24 Stunden in die Rolle einer Berufsfeuerwehr, wie sie sonst nur in den großen Städten existiert.

Die Kinder können dort in einsatznahen Übungen zeigen, was sie bereits alles schon gelernt haben und merken, dass ein Einsatz keine „One-Man-Show" ist.

Der November war geprägt von Veranstaltungen. In der Wache 1 feierte man gemeinsam mit dem evangelischen Kindergarten den Martinstag. Viele Besucher, von klein bis groß, folgten dem Laternenumzug in die Talstraße. Auch die Jugend war wieder aktiv, dieses Mal aber sehr sportlich. In der Turnhalle am Amtsberg fand der jährliche Regionalabschluss mit den umliegenden Jugendfeuerwehren statt. Gesucht wurde die beste Mannschaft, nicht wie in den vorherigen Jahren im Hockey, sondern im Völkerball. Schon die Jugend lebt Kameradschaft über die Stadtgrenzen hinaus, auf die es im Ernstfall ankommt. Highlight war das Lichterbogen anzünden an der Eisenbahnbrücke, mit anschließenden Pyramiden anschieben auf dem Marktplatz. Eine leider eingeschlafene Tradition unserer Stadt, welche wir aber mit Freude wiederbelebt haben und uns gefreut haben, so eine positive Sammlung hervorzurufen. Am ersten Advent hatte die Ortsfeuerwehr Zwota einen Stand auf dem dortigen Weihnachtsmarkt, mit dessen Angebot einige Geschmacksknospen der Besucher etwas verwöhnt wurden.

Mit dem Dezember sind wir nun schon im letzten, aber auch sehr ereignisreichen, Monat von 2025 angekommen. Das Weihnachtsprogramm wurde natürlich nicht weniger. So wurde zum ersten Mal das Glühweintrinken am Pavillon veranstaltet. Es war ein gemütliches Programm zum Feierabend und ins Gespräch kommen, noch bevor der große Weihnachtsstress ausgebrochen ist. Aber der Abend sollte damit nicht vorbei sein. Im Neubaugebiet wurde eine Person vermisst. So wurde aus entspannter Sammlung wieder der benötigte Fokus.

Glücklicherweise konnte gemeinsam mit den anderen Blaulichtorganisationen und zivilen Helfern die Vermisste zügig gefunden werden. Weil die Events im eigenen Ort natürlich irgendwann auch langweiliger werden, haben wir mit Freude die Chance genutzt, einen Stand auf dem Kraslicer Weihnachtsmarkt zu betreuen. Die Wintersportstadt hat aber auch nicht geruht. Nach längerer Abstinenz fand in der Vogtland-Arena der Weltcup im Skispringen statt, welchen wir über alle Tage abgesichert und unterstützt haben. Unverhofft kommt oft, so lautet ein Sprichwort. So war es ein außergewöhnlicher Zufall, dass innerhalb von ca. 3 Wochen erneut eine Person im Neubaugebiet vermisst wurde. Auch zu dieser Suche haben viele Zahnräder ineinandergegriffen, zum Glück erneut wieder mit Erfolg. Auch dieser Vermisste konnte gefunden und aus seiner Notlage befreit werden. Der Jahreswechsel verlief für uns ruhig ab. Die Kameradinnen und Kameraden konnten, ohne schrillenden Melder, das neue Jahr mit Familie und Freunden begrüßen.

Angekommen im neuen Jahr hat der erste Einsatz nicht lang auf sich warten lassen. Es galt einen in Brand geratenen Müllbehälter zu löschen. Und auch überörtlich waren die Einsatzkräfte gefordert, z.B. bei einem in Brand geratenen Anbau in Schöneck.

Der Februar war wieder mehr formell geprägt. Zuerst fand jedoch, aufgrund der positiven Resonanz, das zweite Glühweintrinken statt. Wir durften erneut viele Besucher begrüßen. In den folgenden Wochen folgten die Jahreshauptversammlungen in den einzelnen Wachen und der Stadtfeuerwehr, bei denen nochmal zurück in das Jahr 2025 und seine Ereignisse geblickt wurde.

Ist euch eigentlich aufgefallen, dass immer von „Wir" geschrieben wurde?  Feuerwehr ist nämlich nicht die eine Person, Feuerwehr ist Kameradschaft. Eine Gemeinschaft, auf die man sich blind verlassen muss und kann. Leider gibt es immer wieder Lücken in dieser Gemeinschaft. Es fehlen Kameradinnen und Kameraden, um auch in Zukunft, die Einsatzbereitschaft vollständig sicherzustellen. Und wie man gemerkt hat, ist Feuerwehr nicht nur der ernste Einsatz. Es ist vielmehr darüber hinaus.

Wenn du dich nun für deinen Dienst inmitten der Gesellschaft interessierst, dann melde dich jetzt über unsere Social-Media-Kanäle oder unsere Webseite feuerwehr-klingenthal.de!

Yannick Arndt
Pressebeauftragter