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Klingenthaler Stadtanzeiger
Ausgabe 8/2026
Sonstiges
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Naturwunder im böhmischen Erzgebirge

Geologe Petr Rojik

… sind nicht nur sehr sehenswert, sondern auch unterhaltsam. Zumindest, wenn der bekannte Geologe Petr Rojik über diese berichtet, werden die Launen der Natur zu einer großartigen Geschichte. So geschehen am Donnerstag, den 26. März 2026 im Ratssaal des Rathauses in Klingenthal, als der promovierte Wissenschaftler nicht nur Ausflugstipps, sondern auch äußerst wissenswerte Informationen zu kleinen und großen Orten und Landschaften zwischen Kraslice, Cheb und Sokolov gab. Veranstaltet in Zusammenarbeit der Stadt Klingenthal mit dem Kuratorium Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal e.V. war der Ratssaal bis auf den letzten Platz mit Zuhörern aus dem gesamten Vogtland besetzt.

Für den Vorsitzenden des Kuratoriums Musik- und Wintersportmuseum e.V. Manfred Gäbler war es auch der Abend eines Resümees der Arbeit des Fördervereins, der in Kürze sein 30-jähriges Bestehen begeht. Ihm in Person und weiteren Mitstreitern war es einst gelungen, das Giers-Haus vor dem Abriss zu bewahren und es zu einem Ort der städtischen Sammlungen zu machen. Maßgeblich hat der Museumsverein seither nicht nur Veranstaltungen mitorganisiert, sondern auch zur Erweiterung der Sammlung beigetragen, entweder durch Vermittlung von Kontakten oder auch durch finanzielle Unterstützung etwa bei Ankäufen.

So soll es auch diesmal sein: Die Spenden des Abends werden der Restauration des Zinnbaumes zu Gute kommen – viele Museumsbesucher kennen die Rarität, weil der etwa 1,20 große Zinnbaum regelmäßig zu Weihnachtsausstellungen gezeigt wurde. In ganz Sachsen sind davon nur vier bekannt, Klingenthals Museum besitzt den größten und wird ihn nun bei einem Zinnrestaurator sachkundig „haltbar" machen lassen, denn das besonders weiche Zinn macht den Baum sehr temperaturempfindlich und ließ ihn bereits bei Zimmertemperatur „welken". Deshalb war er für eine dauerhafte Präsentation in beheizten Räumen bisher ungeeignet. Das aber soll nun möglich werden, denn der Zinnbaum kommt vermutlich aus der Gegend um Klingenthal, Hinweise darauf geben die Fertigungstechnik und das Grundmaterial Zinn an sich. So gehört auch der Zinnbaum im weitersten Sinne zu den „Naturwundern" des Erzgebirges.

Xenia Brunner

Spenden für die Restauration werden auf folgendes Konto erbeten:

Empfänger:

Stadt Klingenthal

IBAN

DE22 8705 8000 3610 0038 97

Betreff:

Für Zinnbaum