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Amtsblatt für die Gemeinde Heideblick - Der Heideblick
Ausgabe 12/2023
Informationen der Gemeindeverwaltung
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Jahresrückblick

Bildquelle: Gemeinde Heideblick

Bildquelle: Landkreis Dahme-Spreewald

Bildquelle: Gemeinde Heideblick

Der „Alte“ und die „Junge“

Sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

man schaut auf den Kalender und reibt sich die Augen. Schon wieder ist ein kleiner Jahresrückblick fällig. Dieses Mal habe ich es mir leicht gemacht. Unsere Auszubildende Emma Wolf hat den Auftrag bekommen, Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres noch einmal in Erinnerung zu bringen. Emma erlernt bei uns den Beruf der „Verwaltungsfachangestellten“ und befindet sich im 2. Ausbildungsjahr.

2023 war ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Corona haben wir zu den Akten gelegt. Jetzt bäumt sich das Virus noch einmal auf und bringt uns einen hohen Krankenstand in unsere Kindereinrichtungen. Corona hat grundsätzlich aber seinen Schrecken verloren. Den Eltern wird viel abverlangt. Für das Durchhaltevermögen und das Verständnis möchte ich mich an dieser Stelle bei Ihnen bedanken. In diesen Dank schließe ich auch die Omas und Opas ein, denn Sie sind sicherlich auch öfter eingesprungen.

Große Katastrophen sind in diesem Jahr ausgeblieben, kleine gibt es jede Woche. Freud und Leid liegen auch in der Gemeinde immer dicht beieinander.

Unsere Ortsbeiräte und Gemeindevertreter haben fleißig gearbeitet. Insgesamt gab es 110 Sitzungen der verschiedensten Gremien.

Während der 8 Gemeindevertretersitzungen wurden 95 Beschlüsse gefasst mit insgesamt 143 Vorlagen.

Die Mitglieder unserer Ortsbeiräte, Gemeindevertreter und sachkundigen Einwohner haben viel persönliche Freizeit zum Wohl von uns allen investiert.

Im kommenden Jahr werden Ortsbeiräte und Gemeindevertreter neu gewählt. Ich hoffe, dass sich genügend Kandidaten finden. Es ist wichtig, dass die Interessen aller Ortsteile Gehör finden. Das geht am besten mit einem Ortsbeirat und als Vertreter in der Gemeindevertretung. Ich würde mir wünschen, dass sich mehr junge Leute, insbesondere auch Frauen, zur Wahl stellen.

Ja es ist viel Arbeit, aber es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten und Dinge, die uns hier unmittelbar vor Ort betreffen, mitzugestalten.

Die große Politik hat ja zur Zeit etwas Luft nach oben. Da habe ich manchmal auch so meine Probleme. Umso wichtiger ist es, dass wir die Dinge, die wir beeinflussen können, auch möglichst gut machen. Dafür brauchen wir Leute, die im Leben stehen und ihren Sachverstand einbringen.

Neben den bereits genannten Wahlen stehen des Weiteren die Wahlen zum Kreistag, Landtag und Europawahlen an. Dafür benötigen wir erneut viele Wahlhelfer, welche schon in diesem Jahr mehrfach gefordert wurden.

So nun will ich Sie nicht länger aufhalten. Sie sind sicher schon ganz neugierig darauf, was unsere Auszubildende zu berichten hat.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen mich bei allen Einwohnerinnen und Einwohnern unserer Gemeinde zu bedanken, die sich an den unterschiedlichsten Stellen zum Wohl der Allgemeinheit engagiert haben, Einschränkungen in Kauf genommen haben oder einfach nur persönliche Interessen denen der Allgemeinheit untergeordnet haben.

Für 2024 wünsche ich uns allem Frieden, viel Gesundheit und die Kraft gemeinsam einige Dinge ein kleines Stück voran zu bringen.

Ihr Bürgermeister
Frank Deutschmann

Sehr geehrte Heideblickerinnen und Heideblicker,

schon wieder ist ein Jahr vergangen. Ein ganzes Jahr voller Erinnerungen, Erlebnissen, Niederlagen und Erfolge. Lassen Sie uns daher einmal auf das vergangene Jahr zurückblicken und voller Besinnlichkeit Revue passieren lassen.

In diesem Jahr konnten wir gemeinsam wieder Vieles auf die Beine stellen. Gleich zum Anfang des Jahres wurde nach Erteilung der Baugenehmigung mit dem Neubau des Gerätehauses in Goßmar begonnen. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir etwa die Hälfte geschafft und sind zuversichtlich den Bau im Jahr 2024 abschließen zu können.

Gleichzeitig wurde im Februar vom Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Axel Vogel der Zuwendungsbescheid für das barrierefreie Multifunktionsgebäude an den SV Walddrehna 72 e.V. übergeben. Der Gesamtumfang des Projektes liegt bei 1,17 Mio. € und wird mit 880 T€ vom Land gefördert.

Auf der Sorge in Wüstermarke wurde kurz darauf die Straße umfangreich instand gesetzt. Die voraussichtlich geplanten Kosten von 80 T€ konnten leider nicht eingehalten werden. Am Ende kostete uns das Projekt 96,7 T€. Die Einwohner auf der Sorge sind überwiegend zufrieden.

Eine große Freude hat uns ebenso die Auszeichnung mit dem 15. Landesintegrationspreis bereitet. Die Begründung ging darauf zurück, dass wir als Gemeinde mehr als 15 Projekte zur Förderung eines toleranten Miteinanders unterstützen. Dadurch wurde beispielsweise das Eltern-Kind-Café eingerichtet, Lernräume und digitale Endgeräte für ukrainische Kinder zur Verfügung gestellt, damit diese an einem Deutschkurs teilnehmen können.

Gefeiert wurde auch in diesem Jahr wieder viel. Es gab zahlreiche Dorffeste und Jubiläen.

Die Waldbühne Gehren feierte in diesem Jahr nicht nur ihr 85. Jubiläum der Ersteinweihung, sondern auch noch ihren 20. Geburtstag der Wiedereröffnung, denn am 06.09.2003 wurde die neu errichtete Waldbühne wiedereröffnet und konnte nach 38 Jahren Spielpause dank LEADER-Plus Fördermittel wieder mit dem regelmäßigen Spielbetrieb in den Gehrener Bergen begonnen werden. So hoffen wir, dass dieser idyllische Ort noch viele weitere Jahre mit so tollen Programmen für Groß und Klein bestehen bleibt.

Die Beesdauer Landfrauen sind in diesem Jahr dreißig geworden und haben das im September mit vielen Gästen gefeiert. Die Teilnehmer des Seniorentages in Gehren erinnern sich sicherlich auch noch an die schöne Veranstaltung bei Raunigks.

In mehreren Ortswehren wurden auch Jubiläen gefeiert.

Erstmals fand in Bornsdorf an der Drauschemühle das internationale Kammermusikfestival „Fliessen“ statt. Es war ein voller Erfolg. 2024 wird es eine Neuauflage geben.

Die Feuerwehr hat auch dieses Jahr wieder alles für uns und unseren Schutz gegeben. Wir hatten insgesamt 54 Einsätze, davon waren 40 Einsätze Hilfeleistungen und 9 Einsätze bei Bränden. Darunter waren zwei besondere Einsätze, der Brand einer Hecke in Bornsdorf in der Neujahrsnacht und der großflächige Brand im Sommer in Duben.

Worüber wir uns sehr freuen ist das große Interesse an der Arbeit unserer Feuerwehr. Momentan zählen wir 313 aktive Mitglieder bei unseren 13 Ortswehren. Dadurch haben wir das Glück 7 Jugendfeuerwehren und 5 Kids Feuerwehren zu betreiben zu können.

Im März haben wir eine große Waldbrandschutzübung in Schwarzenburg durchgeführt. Dabei wurde insbesondere die Löschwasserversorgung getestet. Wehren aus Heideblick, Hohenbucko, Sonnewalde und viele mehr nahmen daran teil. In Zukunft wollen wir häufiger solche Übungen durchführen und auch in anderen Ortsteilen testen.

Darüber hinaus gab es in diesem Jahr wieder einen Gemeindeausscheid, welcher in Waltersdorf stattgefunden hat. Insgesamt 200 Jugendliche und Erwachsene nahmen daran teil. Dabei wurden die Disziplinen Löschangriff sowie Stiche und Bunde durchgeführt.

Dies war gleichzeitig die perfekte Vorbereitung für die Kreismeisterschaft der Jugendfeuerwehren im Landkreis Dahme-Spreewald.

Am 01.09.2023 startete die Kreismeisterschaft auf dem Sportplatz in Langengrassau mit den Einzeldisziplinen 100m Hindernisbahn und Hakenleitersteigen. Am Samstag folgten in Groß Leuthen die Pokaldisziplinen 5x 80m Hindernisbahn, Gruppenstafette und Löschangriff.

Insgesamt gingen 21 Jugendfeuerwehren an den Start, darunter Teilnehmer aus Gehren, Langengrassau und Waltersdorf.

In diesem Jahr bekamen wir zudem die Zuwendungsbescheide des Landes Brandenburg für die Verbesserung der Löschwasserversorgung. Zwei von fünf Maßnahmen sind bereits umgesetzt, bei denen es sich um zwei Flachspiegelbrunnen in Riedebeck handelt. Diese beiden Brunnen wurden mit jeweils 15 T€ gefördert und wir hatten einen Eigenanteil von rund 23 T€. Im nächsten Jahr soll noch jeweils ein Tiefbrunnen in Falkenberg, Langengrassau und Pitschen-Pickel errichtet werden. Diese drei Brunnen werden jeweils mit 22,5 T€ gefördert.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird noch der Löschteich in Wüstermarke am Spring saniert. Dabei wurde bereits die Folie ausgewechselt und nun soll der Zaun noch erneuert werden.

Im Oktober ging eine ganz besondere Ära zu Ende. Mehr als 30 Jahre hat Thomas Seide die Geschicke der Feuerwehr in Heideblick gemeinsam mit der Wehrführung und den Ortswehren erfolgreich geleitet und nun gibt er seinen Staffelstab weiter. Frank Trappe, Dieter Heinze und Bernd Schefter haben in ihren Ortswehren den Staffelstab weitergegeben.

In die neue Gemeindewehrführung wurden Marco Stenschke als Gemeindewehrführer, Roberto Kühne als 1. Stellvertreter und Michael März als 2. Stellvertreter berufen. Nach der Ernennung wurde Marco Stenschke zum Gemeindebrandmeister befördert. Nun wünschen wir den neuen Wehrführungen maximale Erfolge für die kommenden Jahre.

Durch unsere Jugendkoordinatorin Madlen Kathe und die LückKids Luckau konnten auch in diesem Jahr wieder viele Projekte für Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt werden. Darunter sogar wieder zwei 48-Stunden-Aktionen, eine in Beesdau und eine in Walddrehna. Die erste 48-Stunden-Aktion in Beesdau fand im Jugendclub statt und kam durch einen Generationswechsel der jungen Menschen zu jüngeren Club-Nutzern zu Stande. Es gab einen neuen Anstrich, ein neues DJ-Pult, Lautsprecher und auch die Theke wurde wieder auf Vordermann gebracht. Wir wünschen den Jugendlichen dort viel Spaß.

Bei der zweiten 48-Stunden-Aktion in Walddrehna, welche vom Landkreis Dahme-Spreewald mit 1,5 T€ gefördert wurde ging es in erster Linie darum, alle im Ortsteil lebenden jungen Menschen zu Aufräum- und Verschönerungsarbeiten zu motivieren. Dabei wurden die Waldstreifen, in denen die Kinder gerne spielen von Bruchholz beseitigt. Des Weiteren wurden Bänke repariert und gestrichen, zwei Fußballtore gestrichen und die Rabatten wurden von Unkraut befreit, welche im Anschluss mit Rindenmulch befüllt wurden.

Zwei weitere Kinder- und Jugendprojekte waren das Sommercamp in Walddrehna und der Sportsommer in Beesdau. Beim Sommercamp in Walddrehna konnten die Kinder am ganzen Wochenende an Aktivitäten, wie zum Beispiel Malen und Basteln, Stockbrote backen, Fußball und Schwimmen teilnehmen. Wir haben uns sehr gefreut, dass so viele Kinder und Jugendliche daran teilgenommen haben. Aufgrund dessen ist auch für nächstes Jahr wieder ein Sommercamp in Planung.

Ebenso hat der Sportsommer in Beesdau für reichlich Begeisterung gesorgt.

Das erste Event war das Tischtennisturnier, bei dem 8 Spieler an den Start gingen. Anfang August folgte das nächste große Highlight, das Nachtvolleyballspiel. 15 Mannschaften kämpften dabei um den Sieg. Anfang September folgte das Sportfest mit Disziplinen wie Schubkarrenrennen, Gummistiefel-Weitwurf oder Holz hacken. Ergänzt wurde das Ganze durch Kinderfußball mit anschließendem Zeltlager.

Die Kinder der Kita Kleine Strolche in Langengrassau konnte sich dieses Jahr über einen neuen Spielplatz freuen. Der Bau wurde mit einem Zuwendungsbescheid vom Land in Höhe von 105 T€ gefördert. Bei der Eröffnung durfte der Bürgermeister nochmal Kind sein und die Rutsche persönlich testen. Nachdem sie den Test erfolgreich bestanden hat, waren endlich die Kinder an der Reihe. Wir wünschen den Kindern sehr viel Spaß und Freude mit den neuen Spielgeräten. Mit der Beendigung dieses Projekts haben wir nun die Spielplatzsanierungen im Gemeindegebiet Heideblick abgeschlossen. Seit 2016 wurden in 16 Spielplätze 641 TEUR investiert. Davon waren 534 T€ Fördermittel.

In der Kita Pusteblume in Gehren erweitern wir momentan die Kapazitäten. Nach den Bauarbeiten sollen 15 weitere Plätze zur Verfügung stehen. Den Bauabschluss schaffen wir leider nicht in der geplanten Zeit, jedoch sind wir zuversichtlich das Bauvorhaben trotz allem noch in diesem Jahr abschließen zu können. Es wurden dann rund 220 T€ investiert.

Auch die Kinder der Kita Regenbogen in Falkenberg wollten wir in diesem Jahr nicht außer Acht lassen. Sie bekamen einen neuen Turm zum Spielen.

Wir konnten sicherstellen, dass alle Eltern, die einen Betreuungsplatz beantragten, diesen auch bekommen haben. Mit der Kapazitätserweiterung in Gehren sollte uns das auch in der kommenden Zeit gelingen.

In der Schule wurden mehrere Klassenräume renoviert. Mit den Mitteln des „Brandenburg Paketes“ konnten wir die Beleuchtung vollständig auf LED umstellen.

Die Wehnsdorfer Trauerhalle sollte in diesem Jahr ein neues Dach bekommen. Ob wir das noch schaffen?

Für das ehemalige Kitagebäude in Walddrehna ist es uns leider noch nicht gelungen eine Finanzierung auf die Beine zu stellen. Somit muss dieses Großprojekt leider noch etwas warten.

Darüber hinaus haben wir uns um den Erhalt der Dorfgemeinschaftshäuser gekümmert. In Waltersdorf wurden kleinere Reparaturarbeiten vorgenommen, die Räume haben einen neuen Anstrich bekommen und es gab eine neue Küche.

Am Dorfgemeinschaftshaus in Falkenberg wird seit Anfang Oktober ein Freisitz errichtet. Dieser wird spätestens Anfang nächsten Jahres fertiggestellt sein.

Trotz der vielen Aufgaben in diesem Jahr konnten wir einige Dinge schaffen.

Nun ist aber wirklich Schluss, ein ereignisreiches Jahr liegt bald hinter uns. Schauen Sie mit mir gemeinsam positiv und mit Freude auf das neue Jahr 2024!

Emma Wolf
Azubi