Nach einem ereignisreichen Festwochenende ist inzwischen wieder Ruhe in Wüstermarke eingekehrt. Anfang Juni jedoch bot sich im kleinen Ort ein ganz anderes Bild: Anlässlich der 800-Jahr-Feier strömten zahlreiche Gäste und Besucherinnen und Besucher nach Wüstermarke, um gemeinsam das Dorfjubiläum zu feiern.
Höhepunkt des Festwochenendes war der historische Festumzug am Sonntag. Hunderte Schaulustige säumten die alte Dorfstraße nahezu auf ihrer gesamten Länge, um die mehr als dreißig liebevoll geschmückten Festwagen zu bestaunen. Doch nicht nur die Wagen sorgten für ein besonderes Bild. Auch der Ort selbst hatte sich herausgeputzt: Alte Schürzen und kunstvoll beschriftete und bemalte Leinentücher an Wäscheleinen entlang der Strecke erzählten auf charmante Weise Dorfgeschichte.
Passend dazu las der ehemalige Luckauer Bürgermeister Harry Müller, selbst gebürtiger Wüstermarker, aus der von ihm verfassten Chronik des Ortes. Von der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes im Jahr 1226, über die Neugründung 1376 und bis in die heutige Zeit hinein, findet sich dort Interessantes und Spannendes aus der Geschichte Wüstermarkes. Wie auch schon an dem Pfingstwochenende, in der ein erster Ausschnitt aus der Chronik vorgestellt wurde, fand die Lesung äußerst stimmungsvoll in der schönen Wüstermarker Kirche statt und wurde musikalisch von Heike Neumann an der Orgel untermalt.
Auch abseits des Umzugs wurde ausgiebig gefeiert. Auf dem Festgelände hinter dem Feuerwehrgebäude erwartete die Gäste an beiden Tagen ein abwechslungsreiches Programm sowie eine hervorragende Versorgung mit Speisen und Getränken. Am Sonntag lud zudem eine Mittelalter-Ecke zum Entdecken und Verweilen ein. Wie es in Wüstermarke Tradition hat, durfte auch das Kegeln nicht fehlen. Eine Tombola und zahlreiche weitere Angebote sorgten für Unterhaltung bei Jung und Alt. Besonders gefragt war erneut unser Kuchenbasar.
Während am Sonntag vor allem Familien auf ihre Kosten kamen, stand der Samstag ganz im Zeichen von Sport und Spaß. Neben einem Beachvolleyballturnier feierten die Wassersportspiele ihr Comeback. Dabei blieb kaum jemand trocken: Die Teilnehmenden landeten regelmäßig im Wasser, sehr zur Freude der Zuschauerinnen und Zuschauer, bei denen so manche Lachträne floss.
Ein Fest dieser Größenordnung lässt sich nur durch das Engagement vieler Beteiligter verwirklichen. Ein besonderer Dank gilt daher dem Wüstermarker Dorfclub. Ebenso danken wir allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den beteiligten Vereinen, den Sponsoren sowie der Gemeinde Heideblick für ihre Unterstützung und ihren Beitrag zum Gelingen dieses besonderen Jubiläums.
(Text und Fotos: Petra Zittlau & Iris Stein)