ich grüße Sie ganz herzlich zur Ausgabe des Stadtanzeigers im Februar. In wenigen Tagen werden wir die Winterzeit hinter uns lassen und die Vorfreude auf den Frühling macht sich bestimmt auch bei Ihnen breit.
Die Verhandlungen zum Weiterbetrieb der „Domo“ am Standort in Leuna wurden, zunächst befristet, aber erfolgreich geführt. Aufgrund der Ersatzvornahme des Landesverwaltungsamtes konnte der Betrieb von Domo auf ein Minimum reduziert, jedoch, um größeren Schaden abzuwenden, zunächst weiter betrieben werden.
Ich denke, das gibt den Beschäftigten berechtigte Hoffnung, dass es eine Nachfolgelösung für die Anlagen und für die Beschäftigten am Standort gibt. Die Aufgaben hat der Insolvenzverwalter Prof. Dr. Flöther übernommen, er wird vom Land und den Beteiligten unterstützt. Alle wissen, dass bis Ende März eine Lösung gefunden werden muss.
Gemeinsam mit Nadine Stitterich, Bürgermeisterin Markranstädt, und Christoph Schulz, Bürgermeister Bad Dürrenberg, fordern wir für unsere Städte eine bessere Taktung der S-Bahnverbindung. Wir fordern die sofortige Einführung eines durchgängigen 30-Minuten-Taktes auf der S-Bahn-Linie S6 zwischen Leipzig und den umliegenden Grund- und Mittelzentren wie Markranstädt, Bad Dürrenberg und Leuna, sobald dies betrieblich und infrastrukturell möglich ist, da die derzeitige Bedienung den heutigen und zukünftigen Anforderungen an Mobilität, Klimaschutz und regionale Entwicklung nicht gerecht wird.
Wir stellen fest, dass mit der Einführung der S6 seit Dezember bereits mit höheren Sitzplatzkapazitäten reagiert wurde. Auch sind ab 2027 Neufahrzeuge auf der Linie vorgesehen. Dennoch ist die Taktung das entscheidende Kriterium für die Verkehrsverlagerung. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Pendlerströme zum Chemiestandort Leuna mit allein nahezu 15.000 Arbeitsplätzen.
Eine attraktive Schienenverbindung mit hoher Taktung ist daher essenziell, um den steigenden Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden, den Individualverkehr zu reduzieren und die Lebens- und Wirtschaftsqualität weiter zu verbessern.
Die Wirtschaftsförderung unserer Stadt lud am 21.01.2026 zu einem Einzelhandelsstammtisch ins „Nova“ ein. Das Möbelhaus Höffner war Gastgeber der Veranstaltung und dafür möchten wir uns noch einmal herzlich bei der Leitung des Hauses, Ronny Böhm, bedanken.
Thema des Stammtisches war, über die Anbindung und über die Taktzeiten der jeweiligen Busverbindungen zu sprechen. Die Räumlichkeiten waren gefüllt und das Interesse war groß. Alle beteiligten Händler des Standortes waren sich einig, dass das Angebot der Busverbindungen noch nicht den Ansprüchen für einen dauerhaften Wechsel zum ÖPNV entspricht. Untersuchungen haben ergeben, dass mehr als 90 % der Mitarbeiter/-innen und Kunden/-innen nach wie vor mit dem Auto zum „Nova“ nach Günthersdorf kommen.
Es waren auch Vertreter des Landkreises, des MDV, der ÖPNV und der Leipziger Verkehrsbetriebe bei dem Stammtisch dabei. Eine Aufgabenstellung ergab sich aus der Diskussion heraus, dass die Taktzeiten zu bestimmten Zeiten und am Wochenende verdichtet werden müssten.
Das Deutschlandticket entfaltet im ländlichen Raum auch nur seine Attraktivität, wenn regelmäßig entsprechende Angebote des öffentlichen Nahverkehrs gemacht werden. Auch der Wunsch nach einer besseren Verbindung zur S-Bahn nach Schkeuditz war Thema der Veranstaltung, die eine weitere Auflage im August dieses Jahres bekommen wird. Dazu wird rechtzeitig unser Wirtschaftsförderer Steffen Staake einladen. Wir sind gespannt, ob wir die ersten Verbesserungen bis dahin bereits auf den Weg bringen können. Ich werde Sie auch darüber weiter informieren.
Ich verabschiede mich bis zum nächsten Stadtanzeiger. Genießen Sie die Sonnenstrahlen, der Frühling kommt bald und bleiben Sie alle gesund.