Kameradinnen und Kameraden kommen zur Hauptversammlung zusammen.
"Feuerwehr – das ist nicht nur ein Beruf oder ein Ehrenamt.
Es ist ein Versprechen: Wenn andere weglaufen, gehen wir hin."
Schon traditionell konnte der Gemeindewehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Löbnitz, Herr Enrico Häublein, am Abend des 14. März 2026 mit diesem wohl sehr treffenden Zitat eines unbekannten Autors die Kameradinnen und Kameraden der Gemeindefeuerwehr Löbnitz, in Begleitung ihrer Partnerinnen und Partner, zur Hauptversammlung mit anschließendem, nun schon 4. Feuerwehrball im Saal des Gasthofes „Zum Eichenast" begrüßen.
Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr 2025 sollte auch ein Ausblick auf das laufende Jahr nicht fehlen.
Nach der Eröffnung der Versammlung durch den stellvertretenden Gemeindewehrleiter, Kamerad Tobias Ehrler, und der anschließenden Vorstellung und Beschlussfassung der Tagesordnung, kam der Gemeindewehrleiter, Kamerad Enrico Häublein, mit seinem Bericht über das Jahr 2025 und einem Ausblick auf das Jahr 2026 zu Wort.
Zunächst widmete Herr Häublein seine Ausführungen den zahlreich absolvierten Einsätzen der drei aktiven Ortsfeuerwehren Löbnitz, Reibitz und Sausedlitz. Mit 84 Alarmierungen insgesamt haben die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr ein beachtliches Pensum in verschiedenster Art und Weise abgearbeitet. Dies bedeutet einen Anstieg von 16 Einsätzen, oder aber auch 23,48 %, im Vergleich zum Jahr 2024. Dafür sprach der Gemeindewehrleiter den Kameradinnen und Kameraden und natürlich auch deren Familien und Arbeitgebern im Namen der Einwohnerschaft der Gemeinde Löbnitz und darüber hinaus seinen herzlichen Dank sowie allergrößten Respekt und Anerkennung aus.
Auch im Jahr 2025 waren die ganz großen Schadenslagen nicht die Regel. Das Tagesgeschäft lag eher bei den Bagatelleinsätzen. Hier sprechen wir über Ölspuren, Türöffnungen, Tragehilfen für den Rettungsdienst, Wasser- und Sturmschäden nach Unwetterlagen, Kleinbrände und einiges mehr.
Für Aufsehen und Unruhe sorgte mit Sicherheit eine Serie von Containerbränden im ersten Halbjahr im Ortsteil Reibitz, die aufgrund der Begleitumstände Brandstiftung vermuten ließen.
Aber auch bei Brandeinsätzen größeren Ausmaßes waren die Einsatzkräfte gefordert. Hier ist wohl mit Sicherheit, aufgrund des trockenen und heißen Sommers, das Waldbrandereignis in der Gemeinde Doberschütz im Juli zu nennen:
• →Hier war als erstes die Ortsfeuerwehr Sausedlitz als Komponente des Waldbrandbekämpfungszuges des Inspektionsbereiches 1 des Landkreises vom 06.07.2025 bis 07.07.2025 mit dem TLF 4000 über fast 20 Stunden im Einsatz.
• →Später kam bei demselben Ereignis das LF 16-TS der Ortsfeuerwehr Reibitz, besetzt mit Kräften aus Reibitz und Löbnitz, hinzu.
Des Weiteren sollte hier ein Brandereignis im Ortsteil Roitzschjora Erwähnung finden. Am frühen Morgen des 21. Oktober 2025 wurde zunächst die Ortsfeuerwehr Löbnitz zu einem Kleinbrand mit dem Stichwort „B1_Gartenlaube" alarmiert. Schon im Gerätehaus eintreffende Kameraden berichteten von einem überdimensionalen Feuerschein. Bei der dann folgenden „Anfahrt auf Sicht" ließ der Einsatzleiter auf B2 erhöhen und zog somit die Ortsteile Reibitz und Sausedlitz sowie überörtliche Kräfte aus Delitzsch und, aufgrund der sich schwierig darstellenden Löschwasserversorgung, in der Folge auch Tiefensee hinzu. Die Bewohner haben es wohl dem Spürsinn ihrer Hunde zu verdanken, dass sie rechtzeitig und unbeschadet das Gebäude verlassen konnten. Leider konnte einer der Vierbeiner nur noch tot geborgen werden.
Neben einigen anderen Vorfällen wäre hier noch ein größerer Feldbrand am Delitzscher Stadtring zu nennen, bei dem das TLF 3000 der Ortsfeuerwehr Löbnitz zum Einsatz kam. Hier durfte die Besatzung erfahren, dass es manchmal die kleinen Dinge sind, die der ehrenamtlichen Einsatzkraft zeigen, warum man das tut, was man eben tut, und warum man es, auch wenn es manchmal sicher stressig ist, gerne tut. Beim Betanken des TLF nach dem Einsatz im Delitzscher Ortsteil Werben kamen zwei kleine Mädchen auf die Kameraden zugelaufen und hielten für jeden eine gut gekühlte Limonade in der Hand. Zitat: „Wir wollten uns mal bedanken, dass ihr uns immer das Leben rettet." Diese Geste zeigt uns doch: Es gibt sie, die Wertschätzung des Ehrenamtes in der Bevölkerung.
Neben den Brandeinsätzen wurde Hilfe bei verschiedenen technischen Hilfeleistungen, z. B. nach Verkehrsunfällen, aber auch zur Wasserrettung auf den umliegenden Seen, benötigt.
Auch als Komponente des ABC-Gefahrenabwehrzuges Nordsachsen/Delitzsch sind die Ehrenamtlichen mehrfach im Landkreis unterwegs gewesen.
Wie eingangs erwähnt, war auch das Tanklöschfahrzeug Sausedlitz mit dem Waldbrandzug des Inspektionsbereichs 1 wieder gefordert, und es hat sich gezeigt, dass die geschaffenen Strukturen durchaus hilfreich und sinnvoll sind.
Ein Highlight war mit Sicherheit auch im vergangenen Jahr die Brandsicherheitswache beim Festival in Roitzschjora auf dem „härtesten Acker Deutschlands". So hat die Gemeindefeuerwehr bei der zweiten Auflage des „Full Rewind Festivals" über vier Tage 24/7 für die Sicherheit im Bereich Brandschutz gesorgt, Bühnenfeuerwerke und Ähnliches abgesichert, alles in allem aber eher ruhige Tage verlebt. Hier wäre, wie schon im vergangenen Jahr, auf jeden Fall die gewohnt super Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften der weißen Einheiten, der Polizei sowie mit den altbekannten Veranstaltern nochmals hervorzuheben.
Diese qualifizierte und professionelle Arbeit, die die Bürgerinnen und Bürger erwarten, ist in einer Freiwilligen Feuerwehr natürlich nicht ohne eine entsprechende Aus- und Fortbildung zu meistern. Um die Leistungsfähigkeit und das Niveau einer Freiwilligen Feuerwehr zu gewährleisten und auf einem hohen Level zu halten, ist eine qualitativ und quantitativ hochwertige Ausbildung unabdingbar. Denn es ist völlig egal, und daran hat sich nichts geändert und wird sich auch nichts ändern, ob die Kräfte in der großen Stadt oder auf dem flachen Land zum Einsatz gerufen werden – man erwartet hier wie dort eine gleichermaßen professionelle Hilfe, nach Möglichkeit in der gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfrist. Diesen Standard und diese Professionalität können gerade in der Freiwilligen Feuerwehr nur durch Aus- und Weiterbildung sowie gemeinsames Üben erreicht werden.
Die Dienstpläne sind von den Verantwortlichen in den Ortsfeuerwehren und der Gemeindewehrleitung so gestaltet, dass es jedem aktiven Feuerwehrangehörigen möglich ist, die laut Feuerwehrdienstvorschrift geforderten 40 Ausbildungsstunden im Kalenderjahr zu absolvieren. Diese sind unabdingbar, um die bereits genannte Qualität zu sichern und zum anderen – und das ist von nicht weniger großer Bedeutung – den Versicherungsschutz jeder Einsatzkraft aufrechtzuerhalten und zu gewährleisten.
Neben den regelmäßigen und gerade angesprochenen Ausbildungen am jeweiligen Standort oder gemeinsam in der Gemeinde wurden auch regelmäßige Ausbildungen mit dem „ABC-Gefahrenabwehrzug" und mit den Mitgliedern der „Führungsgruppe Feuerwehr" des Landkreises absolviert. Ebenso besuchten zahlreiche Kameradinnen und Kameraden Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene. So konnte der Ausbildungsstand unserer Einsatzkräfte auch im vergangenen Jahr weiter nachhaltig verbessert werden.
Auf Kreisebene absolvierten sechs Kameradinnen und Kameraden ihre Grundausbildung Truppmann Teil 1, wovon erfreulicherweise fünf aus den Reihen unserer Jugendfeuerwehren in die Einsatzabteilung wechseln konnten. Zwei Einsatzkräfte qualifizierten sich zum Atemschutzgeräteträger, drei weitere Kameradinnen und Kameraden absolvierten eine Ausbildung zum Maschinisten für Löschfahrzeuge. Weitere sechs Mitglieder der Einsatzabteilungen besuchten das Seminar „Mobikat-Einsatz und Lageführung".
An der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Sachsen in Nardt besuchten Kameradinnen und Kameraden unserer Gemeinde Ausbildungslehrgänge zum Zugführer, Gruppenführer, Führungskraft Vegetationsbrandbekämpfung, Fahrsicherheitstraining „Straße" und eine Modulausbildung zum wichtigen Thema „Kinder in der Feuerwehr".
Ein weiterer Kamerad konnte sich an der Landesfeuerwehrschule in Thüringen im Rahmen einer Doppelmitgliedschaft zur ABC-Einsatzkraft qualifizieren, welche in Sachsen problemlos Anerkennung fand. An der gleichen Bildungseinrichtung erlangte der Kamerad der Ortsfeuerwehr Sausedlitz zu Beginn dieses Jahres mit gleichem Hintergrund seine Qualifikation zum Gruppenführer.
Der Gemeindewehrleiter sprach an dieser Stelle allen Teilnehmern nochmals herzlichen Glückwunsch aus und wünschte ihnen im Einsatz viel Erfolg und immer die richtigen Entscheidungen.
Wie schon in den letzten Jahren üblich, konnten auch 2025, unterstützt von Freistaat und Gemeinde, wieder Kameraden ihren Führerschein für Löschfahrzeuge erwerben und so die Schlagkraft der Mannschaften stärken. Somit wurden im vergangenen Jahr von den 84 Kameradinnen und Kameraden der aktiven Abteilungen insgesamt 4566 Stunden Ausbildung in der Gemeindefeuerwehr absolviert. Diese unterteilen sich in 3293 Stunden Ausbildung am Standort, 937 Stunden Kreisausbildung und 336 Stunden Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule.
In diesem Zusammenhang bedankte sich Herr Häublein auch bei allen Ausbildern in den Feuerwehren unserer Gemeinde, sei es auf Kreisebene, in der Gemeinde oder an den Standorten. Deren Engagement ist Voraussetzung für eine gute und zielführende Ausbildung.
Weiterhin widmete sich der Gemeindewehrleiter den Mitgliederzahlen und konnte auf insgesamt 157 Mitglieder in den einzelnen Abteilungen von Aktiven über die Jugendfeuerwehren bis hin zur Alters- und Ehrenabteilung verweisen. Auf den ersten Blick sind das für den Außenstehenden natürlich beruhigende Zahlen. Jedoch merkte Herr Häublein an, sich hier nicht blenden zu lassen. Die Tageseinsatzbereitschaft ist hier ein großes Thema, da nun einmal der größte Teil der Kameradinnen und Kameraden seinen Arbeitsplatz nicht am Wohnort hat und somit nicht 24/7 zur Verfügung steht. Erfreulich ist daher immer wieder, Quereinsteiger für das Ehrenamt Feuerwehr zu begeistern oder auch durch Zuzug aus umliegenden Kommunen ausgebildete Kameradinnen und Kameraden gewinnen zu können. Leider bleibt es aber eben auch nicht aus, gut ausgebildete Leute durch Wohnortwechsel zu verlieren.
Ein Bereich, der für die Zukunft der Gemeindefeuerwehr auch weiterhin besonders wichtig ist, ist natürlich die Arbeit unserer Jugendfeuerwehren. Wie bereits beim Thema Ausbildung angesprochen, konnten fünf junge Leute übernommen und im vergangenen Jahr ausgebildet werden. Die ersten Einsätze sind absolviert und somit wichtige Erfahrungen gesammelt. Das macht natürlich ein Stück weit stolz.
Dem Gemeindewehrleiter war es ein Bedürfnis, den Abend zu nutzen, um ausdrücklich das Engagement unserer jüngsten Kameraden hervorzuheben. Ihr Einsatz macht Mut und zeigt, dass unsere Jugend nicht nur das Klischee der „Generation Z" verkörpert, sondern auf sie weiterhin Verlass ist. Hiermit verbunden ist natürlich die Hoffnung, dass die jungen Leute auch in Zukunft mit großem Engagement und ihrer Motivation frischen Wind in die aktiven Abteilungen bringen. Das Team um Gemeindejugendfeuerwehrwart Ronny Poschlod leistet in den einzelnen Ortsfeuerwehren eine hervorragende Arbeit. Vielen Dank dafür.
Nicht weniger wichtig ist die Arbeit in den Alters- und Ehrenabteilungen. Neben den Aktivitäten in den Ortsfeuerwehren gab es auch im Jahr 2025 ein gemeinsames Treffen aller Kameradinnen und Kameraden im Gerätehaus Löbnitz. Hier kam man bei Kaffee und Kuchen zusammen, um sich auszutauschen und über die alten sowie die nicht ganz so alten Zeiten zu plaudern.
Eine überwiegend stabile Personaldecke und eine solide Ausbildung der Mannschaft sind die eine Seite der Medaille. Die andere ist, wie man weiß, die Ausstattung der Einsatzkräfte mit entsprechender Ausrüstung, um ihre Arbeit gut geschützt und mit dem nötigen Handwerkszeug erledigen zu können.
Nach dem Abschluss der Ersatzbeschaffung der Schutzbekleidung im Jahr 2024 und der auf den Weg gebrachten sowie dringend benötigten Erneuerung des in die Jahre gekommenen Rettungsbootes, auf dessen Ankunft sehnsüchtig gewartet wird, konnten auch im vergangenen Jahr über die Richtlinie der Feuerwehrförderung und Eigenmittel der Gemeinde Beschaffungen von Ausrüstungen im Gesamtwert von ca. 22.000 Euro getätigt werden.
Für das laufende Kalenderjahr ist die Umrüstung der Atemschutztechnik auf 1-Flaschengeräte und die in diesem Zusammenhang notwendige „Sortenreinheit" geplant. Somit werden hier Gesamtinvestitionen in Höhe von ca. 10.000 € angepeilt.
Diese Zuwendungen in den vergangenen Jahren unterstreichen wohl den Stellenwert unserer Gemeindefeuerwehr im Landkreis. Auch wenn hier bereits so einiges umgesetzt werden konnte, ist dies ohne Frage nicht das Ende der Fahnenstange. Wie in der Vergangenheit an verschiedenen Stellen angesprochen, sollte jedem bewusst sein, dass drei der Einsatzfahrzeuge der Gemeindefeuerwehr ein Alter jenseits der 30 erreicht haben.
Auch ein dringend benötigter Anbau am Feuerwehrgerätehaus in Sausedlitz ist angeschoben und befindet sich aktuell in der Planungsphase.
Im aktuell überarbeiteten Brandschutzbedarfsplan werden diese Themen unbedingt Beachtung finden müssen, um auch in Zukunft den Brandschutz in der Gemeinde Löbnitz und darüber hinaus sicherstellen zu können.
Auch die Feuerwehrsatzung sowie die Feuerwehrgebührensatzung der Gemeinde sind in Überarbeitung und sollten schnellstmöglich beschlussfähig werden, um in der Zukunft rechtssicher zur Anwendung kommen zu können. Hier sind die Verantwortlichen in der Gemeindefeuerwehr ebenso wie die Mitarbeiter in der Verwaltung in der Pflicht, entsprechendes zu Papier zu bringen.
Des Weiteren ist die Überarbeitung der Wasserwehrsatzung der Gemeinde soweit erfolgt, dass diese nach nochmaliger Prüfung und eventuellen kleineren Änderungen beschlossen werden kann. An dieser Stelle dankte der Gemeindewehrleiter seinem Stellvertreter, Kamerad Tobias Ehrler, der sich der Sache angenommen hat.
Als weiteren Fortschritt konnte wohl die Umsetzung des lang geplanten Projekts „Zusatzalarmierung" bezeichnet werden. Nach Sondierung des Marktes und des Kosten-Nutzen-Vergleichs hat man sich unter zwei Favoriten letztendlich für die Handy-App „Alamos" entschieden und damit nach den ersten Erfahrungen wohl nicht die schlechteste Wahl getroffen. Nun haben alle Einsatzkräfte in der Gemeindefeuerwehr die Möglichkeit, zum einen neben dem Einsatzstichwort die komplette Alarmmeldung zu erhalten und sofort zurückzumelden, ob sie für den Einsatz zur Verfügung stehen.
Auch die Planung von Ausbildungen und sonstigen Terminen ist bei richtiger Anwendung um einiges einfacher. Das wichtigste Element ist aber natürlich, wie der Name schon sagt, die Alarmierung. Ist es doch gerade für die Führungskräfte von Wichtigkeit, auf einen Blick zu sehen, wie viele Einsatzkräfte mit welchen Qualifikationen aktuell zur Verfügung stehen, ob diese für das alarmierte Stichwort ausreichend sind oder gegebenenfalls nachalarmiert werden müssen. Das verschafft im Ernstfall wichtige Zeit. An dieser Stelle ging der Dank an alle Beteiligten unter den Kameraden und auch in der Verwaltung.
Ein besonderer Dank ging jedoch an den Kameraden Richard Biedermann, der sich der Sache als Administrator angenommen hat, für die Kameraden immer ein offenes Ohr hatte und hat und als Schnittstelle zwischen der Gemeindefeuerwehr als Nutzer und dem IT-Service Börner als Verkäufer fungiert.
Neben den Pflichtaufgaben haben uns im vergangenen Jahr ungezählte zusätzliche Veranstaltungen beschäftigt. So haben die Kameraden der Ortsfeuerwehr Löbnitz den Förderverein bei der Durchführung des Neujahrsglühens genauso unterstützt wie beim Parkfest in Löbnitz. Das 30-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr ging ebenfalls nicht ohne Hilfe der „Großen" über die Bühne. Ein gemeinsames Wochenende bei der Partnerfeuerwehr Billerbeck bleibt wohl allen in bester Erinnerung. Den Abschluss bildete die alljährliche Weihnachtsfeier. Die Kameraden aus Reibitz zeigten sich für die Organisation des Osterfeuers verantwortlich und unterstützten beim Schmücken des Weihnachtsbaumes im Ort. Die Ortsfeuerwehr Sausedlitz unterstützte in bewährter Weise das örtliche Osterfeuer, das jährliche Dorffest und das Event „Der Osten rollt". Auch das jährliche Goitzsche-Treffen der Ostfahrzeuge am und auf dem See ging nicht ohne die Unterstützung der Kameraden über die Bühne. Alle drei Ortswehren gemeinsam stellten traditionell den Maibaum auf dem Löbnitzer Dorfplatz auf. Auch beim Trucktreffen mit Familienfest waren die Ortsfeuerwehren am Start. Es könnte hier noch einiges mehr zur Aufzählung kommen, aber es zeigt sich doch immer wieder, dass es auch unsere Feuerwehren sind, die neben den Vereinen das dörfliche Gemeinschaftsleben fördern und unterstützen.
Zum Abschluss seiner Ausführungen sprach der Gemeindewehrleiter allen Kameradinnen und Kameraden seinen herzlichen Dank aus. Sind sie es doch, die die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Löbnitz stark machen, ob in der Alters- und Ehrenabteilung, in der Jugendfeuerwehr oder in den aktiven Reihen. Nicht zu vergessen: Ein großer Dank geht an die Familien und Arbeitgeber für das entgegengebrachte Verständnis für unsere ehrenamtliche und zeitaufwendige Arbeit. Ohne deren Entbehrungen und den nötigen Rückhalt würde man so manches Mal ziemlich alt aussehen. Schließlich ist ein solches Ehrenamt meist nicht planbar und Ereignisse sind schlecht zu terminieren. Er forderte die Anwesenden auf, diesen Abend auch ein Stück weit als Dankeschön zu sehen. Ein weiterer und besonderer Dank ging an den Feuerwehrförderverein für die stetige Unterstützung. Konnte doch mit dessen Hilfe auch im vergangenen Jahr wieder so manche Maßnahme realisiert werden. Auch die Gemeindeverwaltung, der Bürgermeister, gemeindeansässige Unternehmen, Unterstützer und Gönner wurden nicht vergessen.
Nach dem umfassenden Bericht des Gemeindewehrleiters bat der Versammlungsleiter den Gemeindejugendfeuerwehrwart Kamerad Ronny Poschlod, über die Arbeit der Jugendfeuerwehren der Gemeinde zu berichten.
Hier konnte Herr Poschlod über stabile Mitgliederzahlen berichten, derzeit sind es 41, gemeinsame Ausbildungsdienste und andere Unternehmungen der drei Jugendfeuerwehren der Gemeinde Löbnitz erzählen. Am Ende des Jahres 2025 konnten insgesamt 75 Dienste mit einer Gesamtzeit von 150 Stunden verzeichnet werden. Für die Jugendwarte und Betreuer kommt jeweils noch eine Stunde pro Dienst für die Vor- und Nachbereitung hinzu. Dafür dankte Herr Poschlod seinem Team – passiert dies doch alles neben dem aktiven Feuerwehrdienst.
Nach diesem Tagesordnungspunkt folgte ein erster Höhepunkt des Abends. Verdienten Kameraden wurde für 10-jährigen, 25-jährigen und 40-jährigen aktiven Dienst das Feuerwehrehrenzeichen des Freistaates Sachsen am Band verliehen. So wurde der Kamerad Adrian Jendricke mit dem Ehrenzeichen in Bronze ebenso geehrt wie der Kamerad Tobias Ehrler in der Stufe Silber. Dem Kameraden Thomas Busse konnte das Ehrenzeichen in Gold verliehen werden. Weiterhin konnten Einsatzkräfte nach entsprechend absolvierter Ausbildung und Mindestdienstzeit in den nächsthöheren Dienstgrad befördert werden (siehe Übersicht).
Der Bürgermeister, Detlef Hoffmann, ließ es sich nicht nehmen, in seinem Grußwort den Anwesenden für die geleistete Arbeit zu danken, verbunden mit der Bitte, auch in Zukunft für die Gemeinschaft da zu sein.
Weitere Grußworte gab es zum einen vom 2. Beigeordneten des Landkreises, Herrn Jens Kabisch, der in Vertretung des Landrates der Einladung gefolgt war, und zum anderen von Herrn Sebastian Klaus, Stellvertreter des Kreisbrandmeisters sowie Stadtwehrleiter von Delitzsch. Beide untermauerten die Bedeutung der Feuerwehren der Gemeinde Löbnitz für den Landkreis und würdigten die beispielhafte Zusammenarbeit auf allen Ebenen.
Auch der Vorsitzende des Feuerwehrfördervereins, Herr Sven Punke, dankte den Kameradinnen und Kameraden für die hervorragende Zusammenarbeit und sicherte auch für die Zukunft Unterstützung zu.
Weitere Grüße kamen vom Kameraden Andy Groll, der mit seiner Delegation die wohl weiteste Anreise zu verzeichnen hatte. Hat es sich doch die Delegation der Löbnitzer Partnerfeuerwehr nicht nehmen lassen, aus dem nordrhein-westfälischen Billerbeck anzureisen, um der Veranstaltung beizuwohnen.
Nach dem Schlusswort des Gemeindewehrleiters und der Eröffnung des 4. Gemeindefeuerwehrballs mit dem Sturm auf das Buffet freuten sich alle auf einen wunderschönen Abend.
Mit Partymusik aus der Konserve heizte „Party-DJ Danu" ordentlich ein, sodass die Tanzfläche bis zum frühen Morgen gut besucht war.
Nicht zuletzt aufgrund der gewohnt erstklassigen Bewirtung des Teams des Eichenasts um Familie Meyer kann man von einem rundum gelungenen Abend sprechen.
| Name | Vorname | aktueller Dienstgrad | befördert zum/zur |
| Häublein | Colin Marc | Feuerwehranwärter | Feuerwehrmann |
| Ihme | Jannes | Feuerwehranwärter | Feuerwehrmann |
| Lehmann | Alisha | Feuerwehranwärterin | Feuerwehrfrau |
| Rolfes | Theresa | Feuerwehranwärterin | Feuerwehrfrau |
| Ruppert | Marie | Feuerwehranwärterin | Feuerwehrfrau |
| Schellbach | Fabian | Feuerwehranwärter | Feuerwehrmann |
| Hoffmann | Jana | Oberfeuerwehrfrau | Hauptfeuerwehrfrau |
| Häublein | Alexa | Hauptfeuerwehrfrau | Löschmeisterin |
| Ihme | Jonas | Hauptfeuerwehrmann | Löschmeister |