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Amtsblatt der Gemeinde Löbnitz
Ausgabe 5/2026
aktuelle Berichte u. Jubiläen
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Neue Ausrüstung für die Gemeindefeuerwehr

Nachdem in den Jahren 2019 bis 2024 der Austausch der persönlichen Schutzausrüstung der Einsatzkräfte der Gemeindefeuerwehr realisiert wurde, im Jahr 2024 ein neues Schlauchboot mit Außenbordmotor in Auftrag gegeben werden konnte, dessen Auslieferung noch aussteht und bei den genannten Maßnahmen die Förderung durch den Freistaat Sachsen über die Richtlinie Feuerwehrförderung neben den Eigenmitteln der Gemeinde eine nicht unerhebliche Rolle spielte, ging auch das vergangene Jahr 2025 nicht ohne Investitionen in den Brandschutz und damit in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger über die Bühne.

Dringend benötigte Ausrüstung, zum einen auf Grund neuer Verordnungen und Vorschriften, zum anderen auf Grund von Verschleiß aber auch um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren entscheidend zu verbessern, musste beschafft werden.

So stand die längst überfällige Beschaffung von sogenannten Systemtrennern an.

Diese sind seit einiger Zeit bei der Wasserentnahme aus dem öffentlichen Trinkwassernetz über Hydranten vorgeschrieben und ein Erwerb somit alternativlos.

Aufgabe dieser Armaturen ist es, bei Wasserschlägen ein Eindringen von kontaminierten Löschwasser in das Trinkwassernetz zu verhindern.

Für jede im Fahrzeug festverbaute und/oder transportable Pumpe ist solch ein Gerät vorzuhalten und machte einen Kauf von acht Systemtrennern erforderlich.

Bei einem Stückpreis von ca. 1.000 € ist hier eine nicht unerhebliche Summe von Nöten gewesen.

Ein weiterer wichtiger Faktor auf der abzuarbeitenden „Einkaufsliste“ waren durch Ablauf von Mindesthaltbarkeit acht Stück Brandfluchthauben, die ein Atemschutztrupp zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand an seinem Atemschutzgerät mitführt, um zu rettende Personen auf dem Weg aus verrauchten Gebäuden vor giftigen Brandgasen zu schützen.

Den größten finanziellen Aufwand bereitete die Beschaffung eines Hochleistungslüfters mit einer optionalen Wassernebelfunktion.

Dieser ist mit Akku genauso zu betreiben wie über Netzkabel und somit auch im inneren von Gebäuden, zum Beispiel bei der Entrauchung von Kellerräumen einsetzbar.

Aber auch von außen, etwa bei der Entrauchung von verqualmten Treppenhäusern oder aber zum Niederschlagen von Schadstoffen in der Luft mittels Wassernebel kann das Gerät eingesetzt werden.

Stationiert ist der Lüfter zukünftig auf dem Tanklöschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Sausedlitz und bedeutet für die Gemeindefeuerwehr einen enormen Mehrwert, der am Ende mit ca. 7.500€ zu Buche steht.

Weiterhin musste im Ortsteil Sausedlitz eine in die Jahre gekommene und nach einem Waldbrandereignis im letzten Sommer nicht zu reparierende Motorkettensäge ersetzt werden.

Zur Verbesserung der Einsatzhygiene, ebenfalls für das Tanklöschfahrzeug in Sausedlitz, konnte ein mobiles, sogenanntes Hygienebord beschafft werden, welches bei Gebrauch in die Dachaufstiegsleiter eingehängt und mit dem Wassertank des Fahrzeugs verbunden werden kann.

Einfache Sachen wie Handhygiene usw. sind nun direkt an der Einsatzstelle möglich und auf Fahrzeugen neuerer Bauart längst Standard.

Weiterhin wurden für den Standort Sausedlitz eine „Bereitstellungsplane Atemschutz“ angeschafft, die es, wie der Name schon erahnen lässt, ermöglicht, Atemschutzgeräte an der Einsatzstelle auf sauberem Untergrund abzulegen.

Auch ein in die Jahre gekommener Sanitätskasten konnte durch einen zeitgemäßen Notfallrucksack zur Erstversorgung von verletzten Personen beschafft werden und wird in Sausedlitz zum Einsatz kommen.

Auch moderne Brechwerkzeuge, sogenannte Halligan-Tool-Kombinationen mit Spalthammer, die unter anderem vom Angriffstrupp beim Vorgehen im Brandraum mitgeführt werden und das gewaltsame Öffnen von Türen ermöglichen, wurden beschafft und sind in Löbnitz und Sausedlitz auf den erstausrückenden Einsatzfahrzeugen untergebracht.

Auf dem Löschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Reibitz wurden in die Jahre gekommene Mehrzweckstrahlrohre gegen moderne sogenannte Turbospritzen oder auch Hohlstrahlrohre in den Größen B und C getauscht.

Hier ist es nun möglich, nicht nur zwischen Voll- und Sprühstrahl zu wählen, sondern auch durch wählbare Durchflussmengen wassersparend zu arbeiten.

Weiterhin stehen Vollstrahl über Sprühstrahl bis hin zur sogenannten Mannschutzfunktion zur Verfügung.

Neben einem Dreibeinstativ zur Aufnahme von Beleuchtungsgerät und neuen überfahrbaren Schlauchbrücken zählten auch neues Schlauchmaterial zum Umfang der Beschaffung.

Auch bei dieser Beschaffung, immerhin unter dem Strich in Summe über 22.500 €, konnten Mittel des Freistaates Sachsen über die Richtlinie Feuerwehrförderung in Höhe von 75 % oder auch 16.800 € des Gesamtinvestitionsvolumens in Anspruch genommen werden.

Die verbleibenden 25 % flossen aus dem Gemeindehaushalt.

Auch wenn diese Ausgaben auf den ersten Blick eine enorme Summe darstellt, ist dies noch längst nicht das Ende der in der Zukunft notwendigen Investitionen in den Brandschutz der Gemeinde Löbnitz.

Drei der bei den Ortsfeuerwehren stationierten Großfahrzeuge sind jenseits der 30 Jahre alt und müssen ersetzt werden.

Hier kommen auf den Gemeindehaushalt erhebliche Summen zu, um auch in der Zukunft für die Sicherstellung des Brandschutzes und somit die für die Erfüllung der Pflichtaufgaben der Gemeinde benötigte Ausrüstung vorzuhalten.

Enrico Häublein 
FFW Löbnitz