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Amtsblatt der Gemeinde Löbnitz
Ausgabe 6/2026
aktuelle Berichte u. Jubiläen
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Westernreitturnier

Bei kühlen Temperaturen, dafür jedoch schönstem Sonnenschein fand am Wochenende 25./26. April auf dem Seehof Reibitz eines der insgesamt acht sächsischen Turniere für die EWU - Erste Westernreiter Union Landesverband Sachsen e. V. statt. Etwa 110 Reiter-Pferd-Teams trafen sich in gut gefüllten Klassen, um in verschiedenen Disziplinen wie Trail Horse, Western Horsemanship, Ranch Riding oder Reining um die begehrten Pokale zu reiten. Das jährlich im April stattfindende Turnier auf der Reibitzer Ranch bietet für viele Teilnehmer den Auftakt in die Turniersaison. Dabei geht es nicht nur um den Sport allein, sondern auch um ein Wiedersehen mit Gleichgesinnten. So entsteht rund um das Turnier ein richtiges Camp aus Pferdepaddocks, Zelten und Wohnanhängern. Man sitzt gemütlich beieinander und verbringt gerne gemeinsame Zeit zusammen.

Hintergrund: DAS WESTERNREITEN (Quelle Erste Westernreiter Union Deutschland e. V.)

Seinen Ursprung hat das Westernreiten im „Wilden Westen“ Amerikas. Über die weiten Gebiete des amerikanischen Westens erstreckten sich ursprünglich endlose Prärien.

Um die weiten Wege absolvieren zu können, aber auch, um das Vieh kontrollieren, betreuen und versorgen zu können, war das Pferd als Fortbewegungsmittel unentbehrlich.

Der Cowboy stellte dafür besondere Anforderungen an sein Pferd. Nervenstärke, Trittsicherheit im Gelände sowie Schnelligkeit bzw. gutes Sprintvermögen, um mit einem davon stürmenden Rind Schritt halten zu können waren Eigenschaften, die ein Cowboy von seinem Partner Pferd erwartete. In heiklen Situationen musste es ruhig bleiben, also war ein ausgewogenes Temperament gewünscht. Kurz: Ein gutes Pferd erleichterte dem Cowboy seine harte Arbeit.

Viele dieser ursprünglichen Bewertungskriterien für ein gutes Ranchpferd werden auch heute noch in der Westernpferdezucht und im Westernreitsport berücksichtigt. Auch die Reitweise der Cowboys musste zweckdienlich sein. Wesentliches Merkmal des Westernreitstils ist der Impuls-Befehl: Ein kurzes Signal musste reichen, um dem Pferd einen Befehl zu erteilen. Denn die Konzentration des Reiters galt seiner eigentlichen Arbeit und nicht der „Reitkunst“ – also minimale Hilfengebung auf der Basis eines wohlerzogenen und disziplinierten Pferdes, das zur Mitarbeit animiert wird.

Aus dem Ursprung der Westernreiterei ergibt sich daher auch das Ausbildungsziel eines Westernpferdes. Das fertig ausgebildete Westernpferd ist vorrangig ein Arbeitspferd, welches durch die Ausbildung zu einem selbständigen Mitarbeiter des Reiters erzogen wird. Es soll mit einem Minimum an Hilfen seitens des Reiters auskommen und trotzdem jederzeit der absoluten Kontrolle des Reiters unterliegen. Das Westernreiten basiert konsequent auf Elementen und Übungen, die das Pferd in seinen natürlichen Bewegungen bereits grundsätzlich kennt und beherrscht.

Aus diesen Forderungen resultiert beim Westernreiten das Reiten am angemessen losen Zügel sowie die einhändige Zügelführung auf Kandare beim fertig ausgebildeten Pferd. Auch der angestrebte losgelassene Gleichgewichtssitz des Reiters, der Kreuz und Schenkel nur bei Bedarf einsetzt und sich ansonsten eher tragen lässt, ist typisch für das Westernreiten.

Kerstin Libuschewski
Geschäftsführerin