Michael Jakobs blickt auf ein positives Jahr für die WIS Group zurück. Als Geschäftsführer der zugehörigen Unternehmen WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH, Spreewelten GmbH, SIS Servicegesellschaft im Spreewald mbH und BEKOTEC GmbH ist er mit den vorläufigen Ergebnissen und Erfolgen jener Firmen zufrieden: „Obwohl wir die Jahresabschlüsse planmäßig erst im März bestätigt haben werden, sind die erkennbaren Ergebnisse sehr zufriedenstellend.“
Zufriedene Gäste in Spreewelten Bad und Hotel
So zählte das Spreewelten Bad 2025 beispielsweise 330.000 Besucher. Jene kommen größtenteils aus Deutschland, aber auch aus Polen, Österreich und der Schweiz. „Zudem verzeichnen wir unter anderem 62 Besuche aus Israel, 35 aus den USA und 11 aus Taiwan“, freut sich Badleiter Axel Kopsch. Das Spreewelten Hotel erzielte erneut eine Auslastung von knapp 90 Prozent, was auf den direkten Anschluss des Hotels an das Spreewelten Bad, der hochwertigen Ausstattung, dem gutem Service und auf die possierlichen Humboldt-Pinguine als Alleinstellungsmerkmal zurückzuführen sei.
Neben den Pinguinen ist für die Hotelgäste vor allem die Naturlandschaft Spreewald ein starkes Reisemotiv in die Region. Die Verantwortlichen von WIS und Spreewelten sind sich dem bewusst und engagieren sich unter anderem im Stadtmarketing. Um den Erhalt der Kulturlandschaft Spreewald kümmert sich sehr tatkräftig der Förderverein Lehde. Uferflächen mähen, Gräben von Geäst befreien – so bleibt die Landschaft auch für die Besucher attraktiv. „10 Cent pro Übernachtung spenden wir dem Verein aus Überzeugung. Wir möchten die Arbeit damit unterstützen. Dies werden wir auch in diesem Jahr wieder tun“, so Axel Kopsch.
Mit „20 Jahre Spreewelten Bahnhof“ feierten die Spreewelten am 9. Januar bereits ihr erstes Jubiläum in diesem Jahr. Am 1. Oktober wird das Delphinbad 50 Jahre alt. Gemeinsam mit dem PSV Lübbenau/Calau, der neben den Schulen Hauptnutzer des Sportschwimmbades in Lübbenau ist, werde man sich anlässlich des Bestehens einige Aktionen einfallen lassen. 3.200 Gäste mehr als im Vorjahr, insgesamt 57.064 Besucher nutzten das Hallenbad Delphin in 2025.
„Wir freuen uns sehr über die positiven Besucher- und Übernachtungszahlen, da auch wir mit Herausforderungen wie steigende Energie- und Personalkosten sowie höhere Lieferantenpreise umzugehen haben.“ Als Pächter des Bades werde man der Stadt Lübbenau/Spreewald auch für 2025 wieder eine gute Pacht zahlen können – wo andere Bäder in Deutschland auf Zuschüsse ihrer Kommunen in Höhe von 1,5 bis 2 Millionen Euro angewiesen sind. „Das macht uns schon sehr stolz“, bekräftigen Michael Jakobs und Axel Kopsch.
Für positive Stadtentwicklung und zum Wohle der Einwohner
Die Unternehmen der WIS Group sind kommunal, jedoch als GmbHs betrieben und „somit angehalten, schwarze Zahlen zu schreiben. In dem wir dies tun, leisten wir nicht nur gute Dienste für unsere Gesellschafter, die Städte Lübbenau, Vetschau und die Gemeinde Altdöbern. Wir agieren zugunsten der Orte, schaffen Wohnraum und Freizeitmöglichkeiten und damit natürlich auch Lebensqualität für die Bewohner.“
So wirkte die WIS im Wohnungsbereich ebenfalls ein wenig entgegen dem Trend. „Die Bevölkerungsprognose sagte für den Landkreis OSL mehr Ab- als Zugang vorher. In Lübbenau/Spreewald gleicht es sich relativ aus.
Darüber hinaus plant die WIS in Abstimmung mit der GWG und der Stadt ein neues Wohnquartier, das Lindenviertel. Besonders Klima- und Ressourcen schonend sollen hier insgesamt rund 100 Wohnungen geschaffen werden, wobei die WIS circa 70 und die GWG circa 30 Wohnungen bauen lässt. Die vorbereitenden, planerischen Arbeiten sind im vollen Gange, der B-Plan ist in Vorbereitung. 2028 rechne man mit einem Baubeginn. „Die Nachfrage nach Wohnraum ist da. Auch unser Familienwohnen-Ensemble in der Lübbenauer Altstadt hat einige Menschen in ihre Heimat zurückkehren lassen“, so Michael Jakobs.
Neben Investitionskosten sind jene in die Instandhaltung nicht unerheblich für die WIS. In Lübbenau/Spreewald seien mit Beginn der 1990er Jahre die Wohnhäuser nach und nach saniert und modernisiert worden. „Das ist nun peu à peu ebenfalls wieder mehr als 30 Jahre her. Damit ergeben sich in den Häusern zunehmend mehr Instandhaltungsaufgaben. Es müssen beispielsweise Leitungsstränge erneuert und Dächer saniert werden. Zudem werden Fahrradhäuser und Spielplätze gebaut – im Prinzip zählt alles dazu, was zum Erhalt der Wohnung und des Wohnumfeldes beiträgt. Für solche Maßnahmen haben wir im letzten Jahr 5,6 Millionen Euro aufgewendet. Für 2026 sind mehr als 6 Millionen Euro dafür eingeplant.“