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Lübbenauer Stadtnachrichten – Amtsblatt für die Stadt Lübbenau/Spreewald
Ausgabe 6/2026
Im Stadtgespräch
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Mieterinnen und Mieter der WIS feiern 20 Jahre Spreewaldhaus in Lübbenau/Spreewald

Persönliche Begrüßung durch WIS Chef Michael Jakobs

„Wir haben es nicht eine Minute bereut, hier ins Spreewaldhaus gezogen zu sein“, betont Johanna Exner. Sie und ihr Mann gehörten zu den ersten Mieterinnen und Mietern, die im Mai 2006 im neu sanierten ehemaligen Hochhaus I am Roten Platz ein neues Zuhause gefunden haben. Gemeinsam mit ihren Nachbarn ist die mittlerweile verwitwete Seniorin der Einladung ihres Vermieters zum 20-jährigen Jubiläumsfest dieses besonderen Wohnhauses gefolgt. „Eigentlich sollte das Haus abgerissen werden. Die Genehmigung lag bereits vor“, erinnert sich Michael Jakobs, Geschäftsführer der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH. Der Stadtumbau in Lübbenau/Spreewald war seit Ende der 1990er Jahre im Gange. „Im Zuge dessen hatten wir in der Robert-Koch-Straße Aufzüge an die ersten Wohnhäuser angebaut, was sehr gut ankam.“ So wurden die Pläne für das Hochhaus neu überdacht. Als Wahrzeichen Lübbenaus ist jenes sehr markant. „Für eine Kleinstadt ist es schon etwas Besonderes so ein Hochhaus zu haben.“ Die Verantwortlichen entschieden sich für eine Sanierung, wollten jedoch keine typische Hochhaus-Anonymität.

Aus den einst 115 Ein-Raum-Apartments mit einer Wohnfläche von je 23 Quadratmetern hat die WIS 44 Wohnungen mit großzügigen Loggien geschaffen. Sie bieten den Mietern viel Platz – sowohl die Ein-Raum-Apartments mit 47 Quadratmetern als auch die Zwei-Raum-Apartments mit ihren 70 Quadratmetern. Im Spreewaldhaus – der Name entstand durch die Nähe des Wohnhauses zum Spreewald – gibt es sogar zwei Maisonettewohnungen.

Das Besondere neben den großzügigen Wohnungen, dem Aufzug und der Dachterrasse in dem 12-Geschosser ist der Concierge-Service – ähnlich wie in einem Hotel. Zwei Mitarbeiterinnen sind als Ansprechpartner vor Ort für die Bewohnenden da. Im Gemeinschaftsraum können jene zusammenkommen, um einfach mal einen Kaffee zu trinken und ein bisschen zu plaudern. Zudem werden übers Jahr viele Feste, Spielerunden und Ausflüge organisiert. „So können sich die Bewohner begegnen und ihr Leben genießen.“

 

 

Die Vision des WIS-Teams, die Gemeinschaft in dem Hochhaus zu fördern, ist Wirklichkeit geworden. Im Spreewaldhaus steht keine Wohnung leer. Das Konzept ging auf. 2009 wurde das Spreewaldhaus mit dem Deutschen Bauherrenpreis in der Kategorie Modernisierung ausgezeichnet. Darauf sei man bei der WIS sehr stolz. Am meisten freut sich das WIS-Team jedoch über die glücklichen Mietenden, die hier zumeist ihren Seniorenalltag genießen. „Jeder hat die Wahl, wer alleine bleiben will, bleibt für sich in seiner Wohnung und wer Gesellschaft will, findet sie hier“, bringt es Hannelore Schwörig auf den Punkt. Und so zieht aus dem Spreewaldhaus meist keiner mehr freiwillig aus.

Text: WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH