Das Foto zeigt die Schüler der Schlabendorfer Schule im Jahr 1962.
Das 130-jährige Bestehen der Schlabendorfer Schule wird am letzten Junisamstag gefeiert. "Dazu sind alle Einwohner des Ortes sowie die ehemaligen Lehrer und Schüler eingeladen", erklärt Ingo Frenzel.
Der Vorsitzende des Schlabendorfer Ortsvereins freut sich auf das Jubiläumsfest. "Ab 14.00 Uhr wollen wir bei Kaffee und Kuchen an alte Zeiten erinnern. So auch an den ehemaligen Lehrer Alfred Schellschmidt, der Lehrer von 1920 bis 1960 war. „Außerdem öffnen wir die Heimatstube", erklärt er. Auch eine kleine Fotoausstellung werde zu sehen sein. Der „Alde Kawuschke“ will an die Zeit erinnern, in der Lehrer Reinhold Kieschke die Geschicke der Schlabendorfer Schule lenkte. Das betrifft die Zeit von 1874 bis 1919.
Die Gäste sind aufgerufen, Fotos und Zeitdokumente aus ihrer Schulzeit mitzubringen. "Wir hoffen so auf reichlich Gesprächsstoff", sagt Ingo Frenzel. Gleichzeitig hofft der Verein, sein umfangreiches Fotoarchiv erweitern zu können. Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt.
Das alte, marode Schulhaus war im April 1896 abgebrochen worden. Schon im Herbst 1896 wurde das neue Schulgebäude fertiggestellt. Am 18. Oktober 1896 fand die Weihe des neuen Schulhauses statt.
Seit dieser Zeit hat das Gebäude eine abwechslungsreiche Geschichte erfahren. Zahlreiche Generationen von Kindern aus Schlabendorf und Umgebung (Presenchen, Pademack) haben hier das Schreiben, Lesen und Rechnen gelernt. Die ständig hohe Schülerzahl machte eine Erweiterung der Schule notwendig. Am 25. Oktober 1909 konnte der Erweiterungsbau eingeweiht werden. 1962 lernten noch über 60 Kinder aus vier Klassen in den Räumen der Schule. 1969 wurde die letzte erste Klasse eingeschult. Kinder aus Schlabendorf, Presenchen, Garrenchen, Egsdorf und Freesdorf waren dabei. 1971 wurde der Schulbetrieb eingestellt.
Bis zur Einweihung als Dorfgemeinschaftshaus im Jahr 2000, waren im Gebäude bis zu 2 Wohnungen, der Jugendclub und zeitweise auch eine Zweigstelle der BHG Luckau untergebracht.