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Gemeindebote - Amtsblatt der Gemeinde Neukieritzsch mit den Ortsteilen
Ausgabe 10/2026
Nichtamtlicher Teil
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Neues aus dem Tierheim Oellschütz

Quelle: Tierschutzbund

Hallo liebe Tierfreunde,

wenn Sie diese Zeilen lesen, müssten eigentlich alle Igel, die Sie zu Gesicht bekommen, rund gefuttert gut auf den Winterschlaf im Winterquartier vorbereitet sein.

Igel ruhen sich tagsüber aus und stöbern in der Dämmerung und bei Nacht gerne im Laub nach ihrer nächsten Mahlzeit. Die stacheligen Tiere sind am liebsten in naturnahen Gärten und am Rande von Siedlungen unterwegs. Ab Ende Oktober halten sie bei normalen klimatischen Bedingungen Winterschlaf in Laubhaufen, unter Holzstapeln oder auch in vorbereiteten Igelhäusern.

Aufgrund des Insektenrückgangs, den Lebensraumveränderungen, Pestizide und Klimawandel ausgelöst haben, finden aber viele Igel kaum noch artgemäße Nahrung. Wie dramatisch die Situation ist, hat auch die Weltnaturschutzunion (IUCN) erkannt. Sie hat das Stacheltier 2024 in ihrer Roten Liste der bedrohten Arten erstmals als „potenziell gefährdet“ eingestuft.

Wann braucht ein Igel Hilfe?

Igel sind als Wildtiere in der Natur am besten aufgehoben. Auch rechtlich ist es verboten, Wildtiere aus der Natur zu entnehmen. Sie sollten einen Igel nur aufnehmen, wenn es unbedingt nötig ist, und er nach erfolgreicher Genesung wieder ausgewildert werden kann.

In diesen Fällen benötigt ein Igel Hilfe:

  • Er ist verletzt, hat z.B. Schnittwunden oder blutige Stellen.
  • Er ist krank. Kranke Igel erkennen Sie beispielsweise daran, dass sie torkeln, husten oder röcheln, sich teilnahmslos verhalten oder stark von Parasiten befallen sind.
  • Er ist sehr jung: Verwaiste Jungigel, die tagsüber ohne Mutter herumirren, benötigen sofort Hilfe!
  • Er ist unterernährt: Erwachsene Igel sollten mindestens ein Kilogramm wiegen, bevor sie ihren Winterschlaf beginnen, junge Igel müssen dann mindestens 550 Gramm wiegen. Ansonsten sind die Tiere auf Zufütterung angewiesen oder müssen in Obhut genommen werden.

Wenn Igel insbesondere ab Spätherbst tagsüber unterwegs sind, ist das fast immer ein schlechtes Zeichen.

Suchen Sie in solchen Fällen bitte eine tierärztliche Praxis auf oder kontaktieren Sie uns!

Das ist ein Beispielbild für einen unterernährten, kranken Igel.

Dieser Igel ist auf Hilfe angewiesen. Er ist deutlich untergewichtig - erkennbar ist das an einem Knick im Genick, den sogenannten „Hungerknick“. Gut genährte Igel haben eine rundlichere Form.

 

Nun zu einem anderen Thema:

Ich hatte Ihnen ja in einem meiner letzten Artikel erzählt, dass wir sehr viele Katzen und Kater jeden Alters aufgenommen und gesund gepflegt haben. Da natürlich nicht alle – so wie ich – hier wohnen bleiben können, suchen wir immer wieder tierliebe Menschen, die meinen Leidensgenossen ein liebevolles Zuhause schenken möchten.

Aber wir leben nun einmal in einer teuren Zeit. Das weiß ich nur zu gut, denn auch in meinem Büro wird oft über die steigenden Kosten für mein Tierheim gesprochen. Und so mancher würde einem Tier gerne ein Zuhause geben, kann sich die zusätzlichen Kosten aber vielleicht nicht leisten.

Deshalb bieten wir eine besondere Möglichkeit an: Sie können eines unserer Tiere als Pflegestelle bei sich aufnehmen.

Wir übernehmen dabei die Kosten für die Versicherung, Tierarztbesuche, Medikamente und gegebenenfalls notwendiges Spezialfutter. Sie als Pflegestelle müssen lediglich für das ganz normale Futter aufkommen.

So können meine tierischen Gefährten in einem richtigen Zuhause leben, viel Liebe und Aufmerksamkeit bekommen und trotzdem kommen auf die Menschen, die ihnen dieses Zuhause schenken, keine großen unerwarteten Kosten zu.

Vielleicht überlegt sich der eine oder andere von Ihnen ja nun doch, einem unserer Tiere ein Zuhause zu geben.

Ein liebevolles Zuhause mit Streicheleinheiten bedeutet einem Tier die ganze Welt!

Zwei „Notfellchen“ möchten sich vorstellen

Jetzt möchte ich Ihnen noch zwei „Notfellchen“ aus unserem Tierheim vorstellen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als einen warmen Platz auf dem Sofa und im Herz en eines lieben Menschen zu ergattern.

Scotty

Scotty ist ein ca. 10 Jahr alter, kastrierter Foxterriermischling mit kurzem, glattem Fell.

 

In seinem früheren Leben hat er kaum menschliche Zuwendung erfahren, sondern fristete sein Leben in einem Außenzwinger. Trotz dieser Vergangenheit zeigt sich Scotty als erstaunlich freundlicher und zugewandter Hund. Er ist offen gegenüber Menschen, sucht Kontakt und ist – gerade für sein Alter – noch aktiv und interessiert an seiner Umwelt. Man merkt ihm an, dass er vieles nachholen möchte, was ihm all die Jahre verwehrt geblieben ist. Er braucht Menschen, die ihm mit Geduld, Ruhe und Verständnis begegnen und keine Erwartungen an einen „perfekt funktionierenden“ Hund haben.

Lotty

Lotty ist unsere „Schmusekatze Nr. 1“ im Tierheim, sehr lieb und anhänglich. Sie ist ca. 5-7 Jahre alt.

 

Wegen einer Futtermittelallergie bekommt sie Spezialfutter, dessen Kosten vom Tierheim übernommen werden. Lotty wird nur in eine reine Wohnungshaltung als Einzelkatze vermittelt.

So, liebe Tierfreunde, das war’s schon wieder mit den Neuigkeiten aus dem Tierheim Oellschütz!

Bleiben Sie uns gewogen und bis zum nächsten Mal!

Ihre Ilse