Die Ortslage Breunsdorf wurde im Zuge der Abbauentwicklung des Tagebaus Schleenhain zwischen 1997 und 1994 umgesiedelt und nachfolgend abgetragen. 450 Menschen mussten dem Braunkohlenabbau weichen. Der „verlorene Ort“ wurde 1226 und damit genau vor 800 Jahren erstmals erwähnt. Bislang fehlte eine Erinnerungsstätte an das Dorf in authentischer Position. Der Dachverein Mitteldeutsche Straße der Braunkohle e. V., der 2026 sein 30-jähriges Gründungsjubiläum begeht, übernahm die Projektträgerschaft für das Vorhaben, das im Zusammenwirken mit der Gemeinde Neukieritzsch, dem Landkreis Leipzig, der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) GmbH, der GALA-MIBRAG Service GmbH sowie ehemaligen Breunsdorfer Bürgerinnen und Bürgern entwickelt wurde. Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land unterstützt das Projekt finanziell.
| Die Erinnerungsstätte besteht aus den nachfolgenden Elementen: | |
| - | Gedenkstein (5,2 t schwerer Findling aus dem Tagebau) mit Erinnerungsplakette, |
| - | Informationstafel zur Ortsgeschichte und mit historischen Dorfansichten, |
| - | Informationstafel zu erhaltenen Artefakten und Kirchengütern aus Breunsdorf, |
| - | zwei Sitzbänke zum Verweilen am Gedenkort, |
| - | zwei Bäume (Süßkirsche und Stieleiche). |
Die Einweihung der Erinnerungsstätte findet am
Sonnabend, dem 27.06.2026, um 10.00 Uhr
am Standort Neukieritzsch, Restbebauung Breunsdorf, Pappelweg
statt.
Alle Interessenten sind zur Einweihung herzlich eingeladen; Anmeldungen sind nicht erforderlich.