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Spreeauen-Bote - Amtsblatt der Gemeinde Malschwitz
Ausgabe 3/2026
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Aus der Gemeinde

Sehr geehrte Leserinnen und Leser des Spreeauenboten, sehr häufig wird die Gemeindeverwaltung Malschwitz zum Thema Überschwemmungsgebiete angesprochen. Hintergrund sind die Vermerke in den Hochwasserkarten des Freistaat Sachsen, die für betroffene Grundstücke unterschiedliche Auswirkungen haben. Zum einen ergeben sich daraus zusätzliche Auflagen beispielsweise für Öl- und Gasheizungen, zum anderen führt die Einstufung in einem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet regelmäßig zur höchsten Risikoklasse bei der Wohngebäude- und Elementarschadensversicherung.

Seit dem Hochwasserereignis im Jahr 2010 und dem in diesem Zusammenhang erarbeiteten Kartenmaterial werden von vielen Grundstückseigentümern die damaligen Ausweisungen hinterfragt. In den vergangenen Monaten hat nun die Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV) im Bereich des Löbauer Wassers eine Vermessung der Überschwemmungsgebiete vorgenommen. Auf Grundlage aktueller Geländedaten wurden diese Bereiche digital modelliert und nach modernen Verfahren neu berechnet.

Im Ergebnis liegen nun überarbeitete Karten für die Orte Brösa, Guttau, Gleina, Buchwalde, Baruth, Rackel und Cannewitz vor. Diese Karten werden rechtsverbindlich und ersetzen damit die bisherigen Darstellungen. Ab Ende März 2026 stehen die aktualisierten Unterlagen allen Bürgerinnen und Bürgern, den Verwaltungen sowie auch den Versicherungen über das Informationsportal des Sächsischen Umweltministeriums zur Verfügung(https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/infosysteme/ida/pages/map/default/index.xhtml). Wir empfehlen insbesondere betroffenen Grundstückseigentümern, ihre jeweilige Versicherung aktiv auf die neuen Kartengrundlagen hinzuweisen und gegebenenfalls eine Überprüfung der Einstufung vorzunehmen.

Mit Blick auf das bevorstehende Frühjahr laufen derzeit außerdem die Vorbereitungen zur Aufstellung von zwei neuen Storchenhorsten in Brösa und Preititz. Der Freistaat Sachsen stellt hierfür Fördermittel in Höhe von rund 14.000 Euro bereit. Die Standorte wurden in Abstimmung mit Fachleuten ausgewählt, sodass die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ansiedlung möglichst günstig sind. Bis Ende dieses Monats sollen beide Horste errichtet sein und damit rechtzeitig zur Rückkehr der Störche zur Verfügung stehen.

Am 17. Februar fand auf Einladung der Verwaltung des Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft in Wartha ein Treffen der Anrainergemeinden des Daubaner Waldes zum Thema Brandvorsorge statt. Neben den beteiligten Gemeinden waren Vertreter der Forstbehörden, der Landratsämter sowie der Ortsfeuerwehren anwesend. Ziel der Beratung war es, die Zusammenarbeit im Bereich des vorbeugenden Waldbrandschutzes weiter zu intensivieren.

Ausgehend von den Erfahrungen der vergangenen Jahre – unter anderem aus der Region der Gorischer Heide – sollen nun vorhandene Unterlagen und bestehende Konzepte gesichtet und aufeinander abgestimmt werden. Darüber hinaus sind gemeinsame Befahrungen des Waldes durch Forstbehörden und Feuerwehren vorgesehen, um ein einheitliches und aktuelles Kartenmaterial zu erarbeiten. Dieses soll im Einsatzfall eine schnellere Orientierung und Koordination ermöglichen.

In der zweiten Jahreshälfte ist ein weiteres Treffen geplant, bei dem die gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet und konkrete weitere Schritte festgelegt werden sollen. Ziel bleibt es, die Vorsorge zu verbessern und die Sicherheit für Bevölkerung, Naturraum und Einsatzkräfte nachhaltig zu stärken.

Ihr Bürgermeister
Matthias Seidel