Am 11.03.2025 überbrachten aufmerksame Bürger der Bürgerinitiative Steinbruch Pließkowitz ein Foto, das eindeutig die Entsorgung riesiger Mengen Staub in einer mindestens 10 m hohen Staubsäule zeigt. Jedes Jahr im März wird am Steinbruch Pließkowitz im Rahmen der Winterreparatur der Staub aus den Entstaubungsanlagen gesaugt und dann angeblich auf die Außenhalde verbracht. 2020 beobachteten Bürger Silofahrzeuge, die für besonders gefährliches Gut gekennzeichnet waren und aus Thüringen kamen. Der Vorgang, dass diese Silofahrzeuge auf die Halde fuhren und mit einem Rüssel den Staub in ein extra dafür vorgesehenen tief in die Erde gehenden Bereich auf der Halde verpressten, ließ schon damals großes Misstrauen aufkommen. An das OBA gewandt, teilte man der Bürgerinitiative und der Presse mit, dass auch künftig die Entsorgung des Staubes aus der Entstaubungsanlage im Rahmen der Winterreparatur durch Silofahrzeuge erfolgen wird. Wie kann es aber sein, dass am 11.03.2025 bei der Reinigung der Entstaubungsanlage einfach der anfallende Staub in die Luft geblasen wurde? Von ehemaligen Mitarbeitern des Steinbruches erfuhren wir, dass das gängige Praxis im Steinbruch war und ist. Herr Engelhardt, Geschäftsführer von ProStein, teilte auf Anfrage mit, dass es zu einer Panne gekommen sei und deshalb diese Massen an Staub in die Luft geblasen wurden. Weshalb hat man darüber nicht sofort die Bürger benachrichtigt? Eine Information an die Bürger wäre für den Betriebsleiter sofort möglich gewesen, um den gesundheitlichen Schaden zu minimieren. Noch einmal: ES GEHT UM DIE GESUNDHEIT DER BÜRGER VOR ORT und nur das hat Priorität, da die Belastung durch den Steinbruch in allen Bereichen sowieso erheblich ist. Tiefes Misstrauen macht sich breit. Wie spielt man mit der Gesundheit der Bevölkerung und vor allem, wie werden Vorgaben am Steinbruch eingehalten oder besser, wie werden sie immer wieder umgangen? Noch einmal zur Erinnerung: Dem Unternehmen liegt ein Staubminderungskonzept vor, dass auch nur durch die Vorgehensweise der Bürger entstanden ist und für das Unternehmen bedeutet, dass die Bedingungen im Konzept ohne wenn und aber vom Unternehmen einzuhalten sind. Dieses Staubminderungskonzept wurde durch das Oberbergamt zur verpflichtenden Aufgabe gemacht, einschließlich einer dazugehörigen Betriebsanweisung.
Die gute Nachricht ist, dass wieder Bewegung in die Sache Steinbruch Pließkowitz und FND Teufelsstein kommt. Der Geschäftsführer von ProStein unterbreitete der Bürgerinitiative den Vorschlag, sich wieder gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Die zweite gute Nachricht ist, dass sich die Fraktion der AfD des Gemeinderates Malschwitz ebenfalls zu einem Gesprächstermin mit der Bürgerinitiative zusammensetzte, wobei es hauptsächlich um Problemlösungen am Steinbruch ging. Es war für die BI etwas völlig Neues, dass sich Gemeindevertreter ernsthaft für die nach wie vor vielen Probleme am Steinbruch interessierten und vor allem, dass sie um Lösungen mit der BI gemeinsam rangen. Vielen Dank dafür. Und noch etwas: Es war kein geheimes Treffen, ideologische Probleme spielten keine Rolle, es ging um die Sache und vor allem darum, für die Bürger etwas zu bewirken. Das hätten wir uns von anderen Fraktionen des Gemeinderates ebenfalls gewünscht, Doch es ist offensichtlich noch immer politisch nicht gewollt, an Problemlösungen gemeinsam zu arbeiten.