Fotos: Robert Krahl
In der idyllischen Gemeinde Malschwitz, eingebettet in das einzigartige Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, lässt es sich wunderbar spazieren gehen. Ob entlang weiter Felder, durch schattige Wälder oder auf gut ausgebauten Rad- und Wanderwegen – die Region lädt Einheimische wie Gäste gleichermaßen dazu ein, die Natur zu genießen. Und wer ist dabei besonders oft anzutreffen? Richtig: die vierbeinigen Begleiter des Menschen.
Doch wo viel gelaufen wird, da bleibt – nun ja – auch mal etwas liegen. Die Hinterlassenschaften unserer tierischen Freunde sorgen nicht immer für Begeisterung. Grundstückseigentümer rümpfen die Nase, Spaziergänger schauen betreten zur Seite, und für die Mitarbeitenden des Bauhofs wird die Pflege von Wegen und Wiesen gelegentlich zur ... sagen wir… „duften“ Herausforderung.
Die Gemeinde hat sich diesem Thema nun mit einem pragmatischen und zugleich charmanten Ansatz gewidmet: An fünf Standorten im Gemeindegebiet wurden Hundetoiletten installiert. Ja, Sie haben richtig gelesen – gewissermaßen kleine Service-Stationen für den besten Freund des Menschen. Ziel ist es, die „wilden Geschäfte“ entlang von Wegen und auf Wiesen einzudämmen und so für ein harmonischeres Miteinander von Mensch, Tier und Natur zu sorgen.
Natürlich bleibt die entscheidende Frage: Werden die neuen Einrichtungen auch angenommen? Finden sie den Weg ins Herz (und in die Gewohnheiten) der Hundebesitzer? Die Gemeinde setzt auf die Vernunft und den guten Willen aller Beteiligten – und vielleicht auch ein kleines bisschen auf den sanften sozialen Druck unter Spaziergängern.
Sollte sich das Projekt bewähren, könnten im kommenden Jahr weitere Standorte folgen. Man könnte also sagen: Die Gemeinde Malschwitz geht mit gutem Beispiel voran – und hofft, dass künftig auch die Wege ein bisschen vorbildlicher aussehen.
Oder anders formuliert: Weniger „Tretminen“, mehr Naturgenuss. Ein Ziel, bei dem wohl alle gern mitziehen – auf zwei Beinen wie auf vier.