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Spreeauen-Bote - Amtsblatt der Gemeinde Malschwitz
Ausgabe 6/2026
Vereine
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Bericht der Arbeitsgemeinschaft Orts-Chronik Guttau

 

 

Auch dieses Jahr können wir mit „runden“ Zahlen aufwarten, die Anlass zu größeren und kleinen Jubiläumsfeiern sein können. Damit wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser des Spreeauen-Boten, eine Anregung zur Erinnerung bieten, haben wir Chronisten eine Auswahl an historischen Daten zusammengestellt und hoffen, Ihr Interesse zu finden.

 

Zur Erinnerung:

Vor 950 Jahren:

Im Jahre 1076 kommen die beiden Lausitzen (Ober- und Niederlausitz) als Reichslehen zum Königreich Böhmen. Die Zugehörigkeit zur böhmischen Krone dauerte mit Unterbrechungen dann bis 1635.

Vor 695 Jahren:

1331 schenkt Johann von Rackel der Guttauer Kirche eine Hufe Land in Wartha.

Vor 680 Jahren:

Gründung des Oberlausitzer Sechsstädtebundes im August 1346 in Löbau.

Vor 610 Jahren:

Christoph von Baudissin ist Grundherr auf Guttau (1416).

Vor 380 Jahren:

Guttau, Brösa, Wartha, Neudörfel und Lömischau werden 1646 an Hans Christoph v. Nostitz verkauft.

Vor 260 Jahren:

1766: Es gibt ein Grundbuch (Urbarium) von Brösa.

Vor 250 Jahren:

Reichsgraf Andreas v. Riaucour kauft im Jahre 1776 Guttau nebst Neudörfel und Wartha.

Vor 210 Jahren:

1816: Kollatricin von Guttau ist Henriette Reichsgräfin v. Schall-Riaucour. Sie fördert den Wiederaufbau von Kirche, Pfarrhaus und Schule, indem sie Spendensammlungen organisiert. Es existiert heute noch das „Goldene Buch“, in welchem die damaligen Geldgeber aufgelistet sind.

Vor 185 Jahren:

Im Königreich Sachsen wird 1841 im Zahlungsverkehr das Dezimalsystem eingeführt.

Vor 180 Jahren:

1846: allgemeines Not- und Hungerjahr.

Vor 170 Jahren:

Im Königreich Sachsen wird 1856 die Patrimonialgerichtsbarkeit aufgehoben. Vermutlich ist die Symbolfigur Justitia im Guttauer Ortssiegel daraus hervorgegangen.

Vor 155 Jahren:

Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871.

Vor 130 Jahren:

1896 wird in Kleinsaubernitz eine Kohlengrube eröffnet. Im gleichen Jahr brennt in Guttau die Mühle nebst Ölmühle.

Vor 120 Jahren:

Die Bahnverbindung wird eröffnet und der Straßenbau modernisiert.

Vor 115 Jahren:

1911 wird der Nachbarort Leichnam in Spreewiese umbenannt.

 

In ganz Deutschland herrscht ein ungewöhnlich heißes und trockenes Sommerwetter.

 

In Guttau zerstört ein Großbrand die Sägemühle.

Vor 100 Jahren:

Am 11. April 1926 wird die Freiwillige Feuerwehr Brösa gegründet. Im Mai gibt es Hochwasser, die Brösaer Felder werden teilweise überschwemmt.

Vor 90 Jahren:

1936 übernimmt Graf Carl v. Schall-Riaucour die Malschwitzer und Guttauer Teiche. Fischmeister ist Friedrich Basche.

Vor 80 Jahren:

Die Bodenreform im Frühjahr 1946 beendet die Grundherrschaft derer von Schall-Riaucour. Durch die Bodenreform sind die Teiche an das Land Sachsen gelangt. Friedrich Basche pachtet für 18 Jahre die Guttauer Teiche.

 

Im Ortsteil Brösa werden 228 alteingesessene Einwohner und 60 Neusiedler gezählt.

 

Ernst Töpfer wird Pfarrer in Guttau. Frau Biehle wird Poststellenleiterin.

 

Bis Juni 1946 ist der Bäcker Otto Hoffmann Bürgermeister, danach Max Glien.

 

Zirka 60 Hektar Land wird mit den Lömischauer Bauern gegen Wald getauscht.

 

Der Schulunterricht findet in einer Baracke statt, weil das Schulgebäude abgebrannt ist.

 

Der Wiederaufbau der im Krieg gesprengten Schwarzen Brücke über das Löbauer Wasser beginnt. Es werden auch mehrere im Krieg zerstörte Häuser wieder aufgebaut, so z. B. die Brückenschänke, Bäckerei Otto Hoffmann, Haus und Werkstatt von Oswald Klix.

 

In Brösa eröffnen kleine Gewerbebetriebe: Johann August Mickan eine Gärtnerei und Otto Wichor eine Herrenschneiderei.

Vor 50 Jahren:

Die Schule wird eine 10-Klassen-Schule (Polytechnische Oberschule).

 

Im Schloss wird die Schulküche eingerichtet.

 

In Guttau wird der Dorfgraben verrohrt.

Vor 40 Jahren:

Fertigstellung des Wohnblocks mit 36 Wohnungen in Guttau.

Vor 30 Jahren:

Bau der Turnhalle an der Guttauer Schule.

 

In Brösa werden die Dorfstraßen erneuert, in Guttau werden die Straßenbaumaßnahmen mit der Ortsdurchfahrt abgeschlossen.

 

Brösa wird Förderdorf der Ländlichen Neuordnung.

 

Im Herbst 1996 wird außerhalb von Guttau mit dem Bau der Kläranlage begonnen.

 

Die neuen Straßenlaternen in Brösa werden am 13. Dezember 1996 erstmals eingeschalten.

Vor 20 Jahren:

Feier zum 80. Jubiläum der FFW Brösa mit Schauübungen und Festprogramm.

 

Einwohnerzahl der Gemeinde Guttau per 31.12.2006: 1670 Personen.

Vor 10 Jahren:

Nachdem der Guttauer Bäcker und Konditor Frank Heinig schon seit vorigem Jahr sein Geschäft nur noch sporadisch geöffnet hatte, ist es seit 01.01.2016 endgültig geschlossen. Auch der Blumenladen „Blumen-Iris“ hat aufgegeben. Seit Oktober 2016 hat die Brösaer Gaststätte „Zur Einkehr“ verkürzte Öffnungszeiten. Kerstin Karich findet kein Personal.   Monika Frieske gibt ihren Laden ebenfalls auf, Ende Oktober 2016 ist Schluss. So haben wir in Guttau keine Einkaufsmöglichkeiten mehr. In Brösa gibt es noch den Laden von Ines und Gert Schneider. Auch in Halbendorf schließt zum Jahresende die Gaststätte „Spreeperle“. Das „Spreecafé“ in Niedergurig wird auch schließen.

 

Am 08.07.2016 Übergabe des Melkkarussells in der Milchviehanlage Brösa.

 

Das Buch „Von Turm zu Turm“ – Regionalgeschichtliche Wanderung durch die Kirchgemeinde Malschwitz-Guttau von Eberhard Schmitt kommt heraus. Ende Sptember/Anfang Oktober werden auf dem Guttauer Friedhof die breiten Wege gepflastert.

 

200. Kirchweihgottesdienst in Guttau.

Vormerken: Es sind zwar noch sieben Jahre Zeit, aber 2033 begeht Brösa sein 600jähriges Jubiläum. Ein Grund zum Feiern, dass Cleynen Brezin im Jahre 1433 zum ersten Mal erwähnt wurde.