In der Gemeinderatssitzung im Mai nahm die Zukunft unserer Grundschule Malschwitz einen wichtigen Platz auf der Tagesordnung ein. Der Gemeinderat hat sich dafür ausgesprochen, am bisherigen Standort festzuhalten und anstelle der Sanierung und Erweiterung einen Neubau der Schule zu bevorzugen. Gleichzeitig wurde die Gemeindeverwaltung beauftragt, verschiedene Möglichkeiten zu prüfen, um das Vorhaben wirtschaftlich und zukunftssicher umzusetzen.
Grund für diese weiteren Prüfungen ist die Entwicklung der bisher ermittelten Baukosten. Während bei der Ausgangssituation, der Machbarkeitsstudie vom Februar 2024, noch von Gesamtkosten in Höhe von 11,5 Millionen Euro ausgegangen wurde, zeigen die vorliegenden Planungsunterlagen deutlich höhere Summen. Nach aktuellem Stand werden die Kosten für einen Neubau auf rund 14,1 Millionen Euro berechnet. Ziel bleibt es daher, gemeinsam mit allen Beteiligten nach Einsparpotenzialen und geeigneten Lösungen zu suchen, um die Investitionskosten möglichst wieder an den ursprünglich geplanten Rahmen heranzuführen.
Beim Baugeschehen in unserem Gemeindegebiet wird weiterhin am barrierefreien Ausbau unserer Haltestellen gearbeitet. Inzwischen haben auch die Arbeiten an der Haltestelle in Pließkowitz begonnen. Ebenso starteten die Arbeiten an der Brücke in Baruth zum Sportplatz.
Noch etwas Zeit wird vergehen, bis mit den Arbeiten am Radweg zwischen dem Stausee und Doberschütz begonnen werden kann. Nach Informationen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr soll die Ausführungsplanung bis zum dritten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Erst im Jahr 2028 ist der Baubeginn vorgesehen – vorausgesetzt, der Freistaat Sachsen stellt die notwendigen Investitionsmittel bereit.
Auf Initiative unserer Ortsvorsteherin und Gemeinderätin Claudia Pallmann befasste sich die Gemeindeverwaltung mit dem Thema „Nachtfahrverbot für Mähroboter“. Hintergrund ist, dass die engagierte Lömischauerin eine Auffangstation für verletzte Igel betreibt und die Zahl verletzter Tiere zunimmt. Da es sich bei Igeln jedoch um Wildtiere handelt, ist nicht die Gemeinde zuständig, sondern der Landkreis. Ein entsprechender Antrag wurde mittlerweile bei der Unteren Naturschutzbehörde gestellt. Der Landkreis hat zugesagt, einen entsprechenden Erlass zu prüfen.
Im Frühjahr wurden im Gemeindegebiet mehrere sogenannte Hundetoiletten aufgestellt. Nach vier Monaten muss jedoch festgestellt werden, dass nicht weniger Hundekot an Straßenrändern und auf Freiflächen in unserer Gemeinde liegt. Nach dem Resümee unserer Bauhofmitarbeiter ist bislang keine Verbesserung eingetreten. Bei einem gemeinsamen Termin, an dem auch unsere Nachbargemeinde Boxberg teilnahm, wurden dort ähnliche Erfahrungen geschildert. Wir werden die Entwicklung bis zum Jahresende weiter beobachten und anschließend entscheiden, ob die Hundetoiletten wieder abgebaut werden.
Der Verein „Volkssolidarität Bautzen“ informierte die Gemeinde Malschwitz darüber, dass die Altkleidercontainer bis August dieses Jahres abgebaut werden. Hintergrund ist, dass es derzeit keine Vermarktungsmöglichkeiten mehr für diese Textilien gibt. Künftig müssen diese über die Restmülltonne entsorgt werden.
Zum Schluss möchte ich allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in die Feriensaison wünschen. Erholen Sie sich gut und starten Sie mit viel Elan in die zweite Jahreshälfte.