Manchmal kommt es an unserer Grundschule Malschwitz zu kleinen Streitigkeiten oder Missverständnissen unter den Kindern. Der eine oder andere Schüler weiß dann mitunter nicht, wie man darauf reagieren soll. Im Rahmen der bundesweiten Schulaktion der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke wollten die Lehrer nach verschiedenen Unterrichtseinheiten zu den Werten Toleranz, Vertrauen, Freundschaft und Hilfsbereitschaft das Thema „Miteinander“ auch in einer Projektwoche umsetzen. Diese fand dann in der Zeit vom 26.05. bis 29.05.2026 statt.
Gleich der erste Tag der Projektwoche startete schon mit einem Höhepunkt. Die Lehrer führten für die Schüler ein kleines Theaterstück auf, in welchem sich zwei coole Jungs um einen Ball stritten. Mann, da ging aber die Post ab. Danach wurde in den Klassenverbänden über die Lösung des Problems diskutiert. Eine Möglichkeit fand man darin, sich auf eine Friedensbank zu setzen und in Ruhe darüber zu sprechen. Deshalb gestaltete jede Klasse nun eine Leiste für eben solch eine Sitzgelegenheit. Jetzt muss der Hausmeister nur noch die Leisten zu dieser Bank zusammenbauen.
Am zweiten Tag wurde das freundliche MITEINANDER gleich einmal trainiert. Ob nun in den Kindergärten der Umgebung, mit den Senioren aus Guttau oder bei gemeinnützigen Einrichtungen, wie Brücke e.V. Bautzen oder Tagespflege „Am Carolagarten“. Jede Klasse fand einen „Partner“, bei dem gegenseitige Achtung und Wertschätzung eine große Rolle spielen.
Am Donnerstag stand ein Sportfest ganz anderer Art auf dem Plan. Alle Kinder unserer Schule wurden gemischt und in jahrgangsübergreifenden Gruppen aufgeteilt. Nach einer zünftigen Erwärmung ging es dann an die einzelnen Stationen mit eher sportfestuntypischen Aktionen. So mussten zum Beispiel vier Kinder in einem Paar Skiern ans Ziel kommen. Wasser wurde in Bechern transportiert und durfte nicht verschüttet werden. Die Gruppe musste es gemeinsam schaffen, den Ball auf einem flatternden Schwungtuch zu halten. Luftballons wurden von Kind zu Kind gereicht. Insgesamt bewältigten die Schüler acht Stationen. Am Ende erhielten nur die Gruppen eine Urkunde, welche ohne Zank und Streit MITEINANDER ausgekommen sind. Wir können stolz auf uns sein, denn alle erreichten dieses Ziel.
Die Woche endete mit dem gemeinsamen Besuch des Spielplatzes „Sprejnik“ in Bautzen. Dort lernten die Kinder wichtige soziale Regeln wie Rücksichtnahme, Teilen, Warten und Kooperieren als Abrundung der Projektwoche kennen. Zusätzlich gab es natürlich noch MITEINANDER-Spiele, die das Vertrauen, die Achtsamkeit, die Wertschätzung und den Teamgeist stärkten. So erhalten die Kinder, vor allen Dingen auch die DAZ-Kinder, im Sprejnik-Park die Gelegenheit zur Interaktion mit Gleichaltrigen, wo Kinder lernen, miteinander zu kommunizieren, Konflikte zu lösen und Freundschaften zu knüpfen. Komischerweise gab es überhaupt keinen Streit auf dem Spielplatz. Ob das an unserer Projektwoche „MITEINANDER“ lag?