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Spreeauen-Bote - Amtsblatt der Gemeinde Malschwitz
Ausgabe 8/2026
Verschiedenes
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Doberschütz – Gemeinsam den Ort gestalten

In den vergangenen Jahren wurde in Doberschütz oftmals über bestehende Probleme und die allgemeine Situation im Ort gesprochen und auch geschimpft. Dennoch überwog stets der Blick nach vorn. Anstatt stehen zu bleiben, begannen engagierte Einwohner Schritt für Schritt etwas zu bewegen. Mit Eigeninitiative, Zusammenhalt und viel persönlichem Einsatz wurden Ideen entwickelt und Projekte umgesetzt, die den Ort lebenswerter, sicherer und schöner machen.

Gestaltung der Bushaltestelle, Ortseingänge und Sicherungsmaßnahmen

Die Umgebung der Bushaltestelle wurde verschönert und aufgewertet. Besonders die in der Region typischen weißen Steine setzen heute einen sichtbaren Akzent am Ortseingang und verleihen dem Platz ein freundlicheres und gepflegteres Erscheinungsbild.

Zusätzlich wurde an der Informationstafel eine Luftaufnahme des Ortes als Panoramabild angebracht. Sie vermittelt Besuchern und Einwohnern einen besonderen Blick auf Doberschütz und seine Umgebung. Ergänzend dazu wurden zwei Geschwindigkeitsanzeigen an den Ortseingängen entlang der Durchfahrtsstraße S109 installiert. Diese sollen die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren und zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.

Auch die Sicherung des Feuerlöschteiches wurde in diesem Zusammenhang umgesetzt. Besonders im Bereich des Schul- und Busweges für Kinder entstand dadurch mehr Sicherheit. Der Teich erhielt einen kleinen Schutzzaun und die Umgebung wurde zusätzlich gepflegt und aufgewertet.

Sicherer Weg für Kinder zum Bus

Nach mittlerweile 23 Jahren dramatischer Verzögerungen konnte schließlich eine Alternative geschaffen werden, damit Kinder sicher zur Bushaltestelle gelangen können. Entlang des Feuerlöschteiches wurde ein begehbarer Bereich angelegt. Gleichzeitig erfolgte dort die Verlegung einer Drainage, um die Situation dauerhaft zu verbessern und den Weg besser nutzbar zu machen.

Rastplatz Richtung Niedergurig

Im Ortsteil Oberschütz, in Richtung Niedergurig, entstand ein Rastplatz. Er bietet Wanderern, Radfahrern und Einwohnern einen Ort zum Verweilen und Ausruhen und trägt gleichzeitig zur Aufwertung der Umgebung bei.

Pflege der Wege und Sauberkeit im Ort

Der Weg zum Steinbruch wurde durch das regelmäßige Verschneiden der Bäume freigehalten und sicherer gestaltet. Darüber hinaus werden Straßenränder und Wege regelmäßig auf Müllablagerungen kontrolliert.

In Doberschütz wird bewusst darauf geachtet, dass Sauberkeit, Hilfsbereitschaft und privates Engagement einen wichtigen Stellenwert besitzen. Viele Arbeiten entstehen durch freiwilligen Einsatz der Bürger und zeigen den starken Zusammenhalt innerhalb des Ortes.

Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat

Besonders positiv entwickelte sich die Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat. Durch diese Unterstützung konnten Projektideen und Initiativen aus Doberschütz eingereicht und begleitet werden. Im gleichen Antrag wurden außerdem Sitzgruppen für den Ort Niedergurig ermöglicht. Dies zeigt, wie gemeinschaftliche Zusammenarbeit mehrere Orte gleichzeitig stärken und verschönern kann.

2025/2026 – Wiederentdeckung der historischen Quelle

Zwischen sanften Hügeln und dem stillen Grün des Schafsbergs verbirgt sich ein Ort, der einst voller Leben war und heute wieder leise davon erzählt. In vergangenen Zeiten war diese kleine Quelle im Ortsteil Doberschütz ein Treffpunkt der Gemeinschaft. Schnell wurde erkannt, dass ihr Wasser sich hervorragend zum Wäschewaschen eignete. So nutzten die Menschen Steine aus dem nahegelegenen Steinbruch, um einen einfachen, aber funktionalen Waschplatz anzulegen. Mit viel Körpereinsatz wuschen sie hier ihre Wäsche, tauschten Neuigkeiten aus und machten die Quelle zu einem lebendigen Mittelpunkt des Alltags.

Mit den Jahren geriet dieser Ort in Vergessenheit. Die Quelle verschwand beinahe unter dem Schleier der Zeit, verborgen unter Erde, Laub und dem langsamen Wandel der Natur. Doch Erinnerungen haben die besondere Kraft, nicht ganz zu verschwinden. Im Jahr 2025/2026 war es schließlich der Einsatz engagierter Anwohner aus Doberschütz, der die Quelle wieder ans Licht brachte. Mit gemeinsamer Arbeit, Geduld und einem Gespür für Geschichte wurde sie freigelegt und neu entdeckt.

Heute zeigt sich die Quelle als kleines Kleinod – ein Ort der Ruhe und Besinnung. Eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein, das klare Wasser bietet Erfrischung für müde Füße, und die Umgebung strahlt eine stille Schönheit aus. Was einst ein Ort harter Arbeit war, ist nun ein Platz der Entschleunigung geworden. Und doch bleibt die Verbindung zur Vergangenheit spürbar – in jedem Stein, in jedem Tropfen Wasser, in der Geschichte, die hier weiterlebt.

Die Doberschützer