Doris, unser Nachbar verhält sich oft recht seltsam, ob ich ihn mal anspreche? Oftmals ein Gesprächsthema in Familien, hier eine angenommene Variante. „Unser Nachbar ist in seinem Verhalten ängstlicher geworden, obwohl er doch meist mutig erschien und Probleme gelöst hat. Auch Streitereien in der Familie fallen häufiger auf, seine Frau beklagt sich oft über zunehmenden Alkoholkonsum.“
Zwei Beispiele, die auffallen und meist einen anderen Hintergrund haben und oftmals mit Überarbeitung entschuldigt werden. In der Tat gehören diese Beispiele aber zu psychischen Störungen und sind Alarmsignale, die man als Betroffener und auch als Angehöriger ernst nehmen sollte.
Einem Spiegelbericht vom 22.05.2026 zufolge leben weltweit fast 1,2 Milliarden Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Einer
Wissenschaftsstudie des IHME (Institut for Health Metrics and Evaluation) nach sind Frauen wie auch Menschen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren besonders häufig von Angst und schweren Depressionen betroffen.
Im Gesundheitsamt des Burgenlandkreises ist ein Sozialpsychiatrischer Dienst (Beratungsstelle) eingerichtet, der in solchen Fällen Hilfe und Unterstützung anbietet. Mehr noch, man begleitet Betroffene in familiären, finanziellen und beruflichen Notlagen und vermittelt erforderliche Hilfen.
Kontakte finden Betroffene oder Angehörige unter: 03445 73 1692 oder gesundheitsamt@blk.de