Am 15. Juli bekamen wir ganz besonderen Besuch: Zwei Polizisten kamen in unseren Kindergarten und erklärten den Kindern auf kindgerechte Weise, wie sie sich in schwierigen Situationen richtig verhalten können.
Gemeinsam sprachen wir darüber, was zu tun ist, wenn man einmal alleine zu Hause oder auf dem Spielplatz ist. Die Kinder lernten, dass sie niemals mit fremden Menschen mitgehen dürfen. Sollte ihnen doch einmal etwas komisch vorkommen oder sie sich bedroht fühlen, ist das wichtigste Hilfsmittel ihre Stimme. Ganz lau „Hilfe!“ rufen, auf sich aufmerksam machen und sich wehren – zum Beispiel durch Strampeln, Treten, Kratzen oder Beißen – kann in einer Notsituation sehr wichtig sein.
Ein besonderes Highlight war die Vorstellung der Polizeiausrüstung. Die Kinder durften den Gürtel eines Polizisten ganz genau betrachten. Dort befinden sich unter anderem eine Taschenlampe, mit der die Polizei auch im Dunkeln arbeiten kann und deren helles Licht im Ernstfall auch zur Blendung eines Täters eingesetzt werden kann. Außerdem gehören Pfefferspray, eine Dienstwaffe mit Munition, ein ausziehbarer Schlagstock sowie Handschellen zur Ausrüstung. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie die kleinen Patronen aus der Nähe betrachten durften.
Besonders aufregend war es, als einige Kinder die Handschellen ausprobieren durften. So wurden sie für einen kurzen Moment von einem echten Polizisten „festgenommen“. Zum Glück waren die Handschellen für die kleinen Handgelenke viel zu groß, und schwuppdiwupp waren alle wieder frei – und das ganz ohne Schlüssel.
Der Höhepunkt des Tages war natürlich das Polizeiauto. Die Kinder durften das Einsatzfahrzeug von innen erkunden und waren überrascht, dass tatsächlich alle 11 Kinder gleichzeitig im Polizeiauto Platz fanden. Damit hatte niemand gerechnet.
Auch ein Blick in den Kofferraum durfte nicht fehlen. Dort entdeckten die Kinder unter anderem Warnwesten und Absperrmaterial. Die Polizisten erklärten außerdem, dass sich dort normalerweise auch eine Waffenausrüstung für besondere Einsatzlagen befinden kann, diese aber nicht bei jeder Fahrt mitgeführt werden muss. Aber was niemals fehlen darf sind die kugelsicheren Polizeiwesten, welche die Kinder selbstverständlich auch mal anprobieren durften. Die waren ziemlich schwer.
Zum Abschluss wurde noch das Blaulicht, die Leuchtschrift am Fahrzeug und natürlich die Sirene vorgeführt. Zunächst standen die Kinder hinter dem Polizeiauto und wunderten sich, dass die Sirene gar nicht so laut klang. Als sie anschließend vor das Fahrzeug wechselten, merkten alle sofort, wie laut das Signal tatsächlich ist – ein beeindruckendes Erlebnis für Groß und Klein.
Wir bedanken uns herzlich bei den beiden Polizeibeamten für ihren spannenden Besuch, die vielen interessanten Einblicke und die wichtigen Tipps. Die Kinder hatten einen erlebnisreichen Vormittag und haben viel darüber gelernt, wie sie sich im Notfall richtig verhalten können.