An unseren Waldtagen verknüpfen wir Lernbegleitende der SCHKOLA Gersdorf meist mehrere Themen miteinander und setzen Inhalte des Lehrplanes unterschiedlicher Fächer im Wald und in unserem schönen Waldgarten um.
Diesmal: Geobretter im Rahmen des Werkunterrichts herstellen
An einem sonnigen Mittwoch im September stellten einige Kinder der SCHKOLA Gersdorf bei ihrem Waldtag Geobretter für den Geometrieunterricht her.
Bei herrlichem Sonnenschein machten sich Erst- und Viertklässler wieder einmal auf den Weg in den Wald. Es gab die Aufgabe unterwegs essbare Kräuter zu sammeln. Also starteten wir mit einer kleinen Wildkräuterkunde. Bei einem Pfaffenhütchenstrauch lernten die Kinder die Einteilung der Pflanzenwelt in essbare, ungenießbare und giftige Pflanzen kennen. Daran schloss sich eine kleine Belehrung darüber an, dass unterwegs niemals gesammelte Kräuter, Früchte, Beeren einfach gegessen werden dürfen, sondern wir sammeln, bestimmen und waschen erst alles ab, bevor wir es in der Gemeinschaft genießen. So auch an diesem Tag. Die gesammelten Kräuter waren ein Beitrag für unser gemeinsames, gemütliches Brötchenfrühstück im Waldgarten. Angerichtet auf einem aus einem Birkenstamm gesägten Bord genossen wir zusammen das leckere Frühstück. Daran schloss sich eine Lernzeit in den Fächern Werken und Mathematik an. Wir wiederholten rechte Winkel, die Einheit Zentimeter und lernten den Anschlagswinkel mit Skala als Werkzeug kennen. Dann rissen die Kinder in Zweierteams aus einem Erst- und einem Viertklässler auf vorgesägten, quadratischen Brettchen ein Raster an. Das war nicht ganz einfach. Aber alle schafften es in ihren Teams mit gegenseitiger Hilfe und abwechselnden Aufgaben ihr Raster richtig aufzuzeichnen. Als nächstes folgte der Arbeitsschritt schleifen. Ecken und Kanten der Brettchen mussten mit Schleifpapier glatt geschliffen werden. Der letzte Arbeitsschritt war das Nageln. 25 Nägel mussten an den richtigen Stellen des vorgezeichneten Rasters eingeschlagen werden.
Alsbald hielten wir 7 herrliche sogenannte Geobretter in den Händen. Diese wurden auch gleich ausprobiert und mit Gummis geometrische Figuren mit und ohne rechte Winkel, mit und ohne Symmetrieachse darauf gespannt. Diese Geobretter werden uns nun im Geometrieunterricht in den kommenden Monaten und Jahren zur Verfügung stehen. Bei unserer Abschlussfeedbackrunde schließlich begrüßte uns noch ein Rotmilan, der über unseren Köpfen am strahlend blauen Himmel kreiste. Es war ein gelungener Tag mit sichtbaren Erfolgen für Kinder und Lernbegleitende.