das Knutfest auf dem Gelände unserer Feuerwehr hat das gehalten, was versprochen war. Es war gemütlich, man traf sich mit Nachbarn, Freunden und Dorfbewohnern, auch um Neues zu erfahren. Danke dafür an alle Helfer und Organisatoren. Das spornt uns an, weiterhin solche kleinen Höhepunkte in unserem Dorfleben anzubieten, wie das Osterfeuer am Gründonnerstag und das Walpurgisfeuer. Der Neujahrsempfang ist Geschichte. Unser Dank gilt den fleißigen Gemeindemitarbeitern. Auf Vordrucken konnte sich jeder an diesem Abend zu vielfältiger Unterstützung für unser Dorfmuseum bekennen, sei es bei der Vorbereitung und Durchführung wie z.B. dem Flegeldrusch, der am 1. März stattfindet, bei Arbeitseinsätzen, bei der Gartenpflege, Übernahme von Tierpatenschaften, Futterspenden oder auch finanzieller Hilfe. Die Resonanz auf diesen Aufruf war beeindruckend. Es hat gezeigt, wir Einwohner und die Gemeinde stehen hinter unserem Dorfmuseum und werden es mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln materiell und auch mit körperlichem Einsatz unterstützen. Zuversichtlich macht es, wenn man sieht, dass Personen mit „Führungsqualität“ (kann man das eigentlich noch schreiben?) und Organisationstalent das Heft in die Hand nahmen. Wer hätte gedacht, dass einmal unser Dorfmuseum zur Disposition stehen würde? Ein Ort, an dem uns die Erinnerung an die Kindheit einholt. Unsere Kinder und Enkel erfahren dort, wie mühsam, körperlich anstrengend, schlicht und einfach das Leben auf dem Dorf war und welche zum Teil aus heutiger Sicht primitiven Hilfsmittel uns und unseren Eltern zur Verfügung standen. Wer kennt z.B. noch das Wort „Kartoffelferien“? Ausstellungsexponate, wie Butterfass und landwirtschaftliche Geräte haben auch Markersdorfer Bürger zur Verfügung gestellt. Mit Wehmut schaue ich da ins tschechische Nachbarland, wo selbst kleinste Museen ihre Daseinsberechtigung haben und für Bevölkerung und Gäste zugänglich sind. Sparmöglichkeiten gibt es meiner Meinung zur Genüge. Ich denke dabei nicht nur an Milliarden für Krieg und Zerstörung. Ein Hinweis hätte ich noch für die Organisatoren: Legt doch einfach diesen Flyer noch einmal separat in eine Ausgabe des Schöpsboten. Ich bin mir sicher, dass sich noch einige Unterstützer zusätzlich für das gemeinsame Anliegen, die Erhaltung unseres Dorfmuseums, finden werden.
Noch ein Wort zum Büchertausch an der Rich-Bushaltestelle. Es freut mich, dass weitere Einwohner mit uns auf Ordnung im Bushäuschen achten. Durchreisende nutzen dieses Angebot ebenfalls. In der Weihnachtszeit hatte die Lesefreudigkeit zugenommen oder Bücher landeten auf dem Gabentisch. Es gab und gibt auch weiterhin leere Stellen im Regal. Wer Bücher mitnimmt, sollte zumindest auch mal Bücher für andere Leser zur Verfügung stellen.
Im März, wenn die Temperaturen im Durchschnitt im mittleren zweistelligen Bereich liegen, beginnen die Erdkröten, Knoblauchkröten, Molche und Teichfrösche ihre Wanderung in die Laichgewässer. Ich bin mir sicher, dass mir wieder viele Anwohner am Teich helfen die Erdkröten u.a. vor dem sicheren Reifentod zu retten. Dass die Population der Amphibien seit Jahren stabil ist und auch von der Anzahl der geretteten Amphibien in weitem Umfeld am höchsten ist, freut mich besonders. Am Teich ist die Artenvielfalt am größten. Sichtungen von Schwarz- und Grünspecht, Silber- und Graureiher, Eisvogel, sowie von Fasanen im Ober- und Niederdorf sind für mich einfach großartig. Ich bin für jeden „Natur“-Grünen dankbar.
J. Lange
PS: Am Schluss noch ein Gedicht, dass sicher nicht nur für mich gilt.
Was soll man noch in alten Tagen
unserem Herrgott alles sagen.
Ach lieber Gott, im Knie Arthrose
der Bauch passt nicht mehr in die Hose,
das Kreuz wird auch schon krumm,
die Hüfte knackt, das ist doch dumm.
Auch der Kopf, er wackelt sehr,
die Hände zittern immer mehr.
Ach Gott, was hab` ich nur verbrochen,
verschlissen sind Gelenk und Knochen.
Doch schöne kleine Altersgeschenke
sind künstliche Zähne und Gelenke.
Wenn in der Früh kein Schmerz sich regt,
schnell schauen, ob das Herz noch schlägt.
Und dennoch Herr will ich dir sagen.
Mag auch das Knacken noch so plagen,
trotz aller Fülle von Beschwerden
bin ich gern auf dieser Erden.
Wenn das Zwacken und das Zwicken
wär eines Tages ausgelitten
und hörte alles plötzlich auf
wär ja vorbei mein Lebenslauf.
Drum, lieber Gott, hör auf mein Bitten,
lass es noch lange weiterzwicken!