Die ukrainische Delegation mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Stadtrates beim offiziellen Empfang.
Vom 09. bis 12. Juli 2026 besuchte eine fünfköpfige Delegation aus der ukrainischen Stadt Slavutych Merseburg.
Slavutych ist eine junge Stadt im Norden der Ukraine, rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kyjiw und etwa 50 Kilometer vom Kernkraftwerk Tschernobyl entfernt. Die Stadt wurde nach der Reaktorkatastrophe von 1986 für die evakuierten Beschäftigten des Kraftwerks und ihre Familien errichtet. Heute leben in Slavutych etwa 21.000 Menschen.
Die Stadt Slavutych hatte sich bereits im vergangenen Jahr an die Stadt Merseburg auf der Suche nach einer potentiellen deutschen Partnerstadt gewendet. Dabei ging es in erster Linie um einen Erfahrungsaustausch in Bereichen wie Wasserwirtschaft, Klimaanpassung, Energie und Verwaltung.
Begrüßt wurde die Delegation am Donnerstagabend im Rahmen eines offiziellen Empfangs durch den Oberbürgermeister Sebastian Müller-Bahr, den Stadtratsvorsitzenden Michael Hayn sowie weitere Vertreter der Stadt und des Stadtrates. Von Freitag bis Sonntag gab es ein vielseitiges Programm, um den Gästen einen möglichst breiten Einblick in unsere Stadt zu bieten: Gemeinsam besuchten wir die Stadtwerke Merseburg und die MVV Trea, die WORKS gGmbH, die Seniorenresidenz Compassio, die Bibliothek und das Jugendzentrum KIZ Rosental, die EGS, die Feuerwache Merseburg, den Merseburger Dom, das Petrikloster, die InfraLeuna und weitere Stationen.
„Wir sind überzeugt, dass ein Erfahrungsaustausch zwischen unseren Gemeinden fruchtbar und für beide Seiten von Nutzen sein kann”, schrieb bereits der Bürgermeister der Stadt Slavutych, Yuriy Fomichev, der selbst leider nicht am Besuch teilnehmen konnte. Auch die Stadtratsvorsitzende von Slavutych, Nataliia Hantimurova, resümierte am Ende des Besuchs: „Wir sind in eure Stadt verliebt. Wir haben vieles gesehen und viel gelernt, auch Dinge, die wir zu Hause anwenden wollen.“
Auch von Seiten der Stadt Merseburg war es ein wertvoller Austausch, aus dem man für die eigene Arbeit viel lernen konnte.
Wir danken allen Partnern, die den Besuch für unsere Gäste so angenehm gestaltet und die Delegation so gastfreundlich empfangen haben.