Die Lunte war eine lose gedrehte, langsam glimmende Zündschnur.
Vor der Erfindung des Steinschlosses wurde das Pulver auf der sogenannten Pfanne der Handfeuerwaffen mit der Lunte entzündet.
Die brennende Lunte verbreitete weithin einen scharfen, brenzligen Geruch, der einen herankommenden feindlichen Schützen oft schon verriet, bevor man ihn sehen konnte. „Lunte riechen“ heißt daher, eine Gefahr, einen drohenden Hinterhalt oder überhaupt eine verborgene Sache zeitig zu bemerken. Gleichen Sinn hat die aus der Jägersprache stammende Redensart „Wind bekommen“. Wenn der Jäger sich in Windrichtung dem Wild nähert, das er beschleichen will, so bekommt es schon aus großer Entfernung den Wind oder Geruch von ihm, wittert ihn und hat Zeit zur Flucht. Der Jäger muss deshalb das Wild immer gegen die Windrichtung beschleichen. Die Redewendung bedeutet also, Winke und Anzeichen von einer Sache zu bekommen, um eine Gefahr frühzeitig zu erkennen.