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Neumarker Wochenblatt
Ausgabe 8/2026
Interessantes
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Bäume im Park

 

Liebe Parkbesucher, liebe Naturfreunde,

hallo, hier meldet sich wieder eure Parkhummel. sss...sss...sss.

Ein Grund, warum ich mich hier so wohl fühle, ist der Pflanzenreichtum in meinem Lebensraum und seine Artenvielfalt.

Ein Park ist eine öffentliche Grünanlage, in der sich die Besucher erholen können.

Er ist ein Rückzugsort in die Natur und verbessert gleichzeitig das Klima seines Umfeldes. Deshalb werden die Wege für Spaziergänge instandgehalten und Plätze für Entspannung geschaffen. Dazu dienen Rasen, Gehölze, Baum- und Buschwerk, ebenso wie Sitzgelegenheiten und schöne Ansichten.

Aber er sollte nicht nur dem Vergnügen der Menschen dienen, sondern auch dem Schutz von Wildtieren sowie Schaffung und Erhaltung von natürlichen Lebensräumen und Artenvielfalt von Flora und Fauna. Daher sollte der Park zunächst eine gewisse Baumvielfalt bieten, d.h. Bäume verschiedener Arten, aber auch Größen und Alter.

sss...sss...sss Da bin ich neulich mal großzügig über und durch den Park geflogen und habe dabei mindestens 28 verschiedene Baumarten zählen können. Trotz notwendiger Fällungen stehen noch zahlreiche betagte Gehölze, die mit ihrem dichten Blätterdach, hohen Stämmen, zahlreichen Astgabeln und ihrer dicken, rissigen Rinde Schutz und Obdach für so manches Lebewesen bieten. Ja, es gibt sie noch, die über Hundertjährigen! Ich weiß das, glaubt mir. Und an einigen Stellen wachsen Sämlinge heran, die nächste Generation.

 

 

Ich habe verschiedene Arten Ahorn, Erlen, Linden, Buchen, Eichen, Eschen, Hasel, Kastanien, Fichten, Weiden, Birken, Tannen aber auch Eibe, Ginkgo, Mammutbaum und Wacholder entdeckt.

Vielleicht habt ihr euch schon gewundert, dass einige Baumstämme nur geköpft, nicht ganz gefällt wurden? Dieses Stehenlassen hat enormen ökologischen Wert, fördert die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren und liefert dazu noch wichtige Nährstoffe. Je mehr man von einem Baum stehenlassen kann, auch wenn er im Laufe der nächsten Jahre dabei zugrunde geht, desto größer und vielfältiger ist das Biotop. Und wie schon Peter Wohlleben in seinem Buch „Das geheime Leben der Bäume“ schreibt: auch ein kahler Baum spendet Schatten. Für Insekten, Vögel, Pilze, Moose, aber auch für größere tierische Arten sind „Hochstümpfe“ Nahrungsquelle, Nistmöglichkeit und Unterschlupf gleichermaßen. Außerdem bleiben ja die Wurzeln im Boden, sie speichern Feuchtigkeit und verhindern Bodenerosion. Ich finde es gut, dass auch diese Stämme gleich als Halterung für Nistkästen dienen und den neu gepflanzten Bäumen oder Sämlingen Schutz bieten.

Übrigens, sss...sss...sss, freue ich mich natürlich aus rein egoistischen Gründen darüber, dass die Gemeindeverwaltung gemeinsam mit der „Interessengemeinschaft Park“ in unserem Park den Spagat zwischen Verweilen/Erholen und gleichzeitig die Biotopeigenschaften erhält. Deshalb, liebe Parkbesucher und Naturfreunde, wird ein Teil oberhalb des Hauptweges, der Ahorn-Allee, wild und unaufgeräumt gelassen.

 

 

Ich lade euch herzlich ein, mein Zuhause zu erkunden!

Schaut doch mal, ob ihr all die genannten Baumarten findet!

Wenn ihr sie gefunden habt, überlegt, was sie euch und mir bieten. Findet euren Seelenbaum! Spürt, besonders an heißen Tagen, die angenehme Kühle eines Spazierganges auf der Ahorn-Allee und auf den Rundwegen.

 

Sss…sss…sss. 

Eure Parkhummel