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Neumarker Wochenblatt
Ausgabe 9/2026
Interessantes
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Vandalismus in meinem Zuhause!

im Februar 2026

der gleiche Baum im Mai 2026

Liebe Parkbesucher, liebe Naturfreunde, 

sss ... sss ... sss. Katastrophe! Hilfe!

Als ich neulich am Morgen aus meinem Unterschlupf, der alten Mäusebehausung, ans Tageslicht krabbelte, vergaß ich vor Schreck das Summen!

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was ich da sah.

Ich flog mal übers Gelände! Ja, wie sieht es denn hier aus? Oh, mein Schreck:

Nanu, da fehlt ja die Bank vor dem Insektenhotel. Und wo ist denn der Fahrradständer geblieben? Berge von Zigarettenstummeln, Flaschenverschlüssen, aber auch Flaschen und Dosen, Zigarettenschachteln und Lebensmittelverpackungen unter und neben den Sitzgelegenheiten, obwohl der Abfallbehälter nur eine Menschenarmlänge entfernt steht. Der Tisch bekritzelt! Es graut mir!

 

 

Und als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre:

Am Insektenhotel angekommen, sah ich, dass sämtliche Schilfhalme, in denen meine Artgenossen, vor allem die Mauerbienen, ihre gesamte diesjährige Brut hatten, herausgerissen wurden. Nun liegen die Halme ungeschützt im Gras, werden zertreten und die Brut stirbt ab.

Glaubt mir, liebe Naturfreunde und Parkbesucher, der Specht war das nicht! Der würde sich, wie jedes Tier, nur das holen, was er unmittelbar braucht. Der vernichtet nicht sinnlos seine künftige Beute.

Und dann sind da noch die jungen Eichen-Bäumchen, die im vorigen Jahr von den Kindern der Grundschule gepflanzt wurden. Ein Bäumchen war aus der Erde herausgerissen, das andere einfach mittig abgeknickt.

Da fiel mir ein, dass am Abend vorher Leute kamen, sich auf die Bänke setzten und sich lautstark unterhielten. Da ahnte ich noch nichts von alledem. Jetzt weiß ich, die waren nicht wegen der Natur und Erholung hier in meinem Revier. Die machten richtig Remmi-Demmi! Entsetzlich!!! Eine Nacht Vergnügen einiger Menschen und die gesamte Jahresbrut nicht nur einer Art ist an dieser Stelle zerstört.

Übrigens, die Bank wurde von den Mitarbeitern des Bauhofs aus dem Teich gefischt, später ebenso der Fahrradständer. Die kleine Eiche konnte wieder anwachsen. Sie wurde von Naturfreunden zeitnah wieder eingesetzt. Auch die größere Eiche hat wieder ausgetrieben und konnte so erhalten werden. Das macht den Baumfrevel aber nicht besser. Darf das denn sein, dass all das in kurzer Zeit zerstört und beschädigt wird, was andere in monate- und jahrelanger Kleinarbeit und mit viel Liebe und Herzblut aufgebaut haben?

Aber ich habe auch beobachtet, dass so nette Parkbesucher wie ihr den Müll, den unachtsame Besucher hinterlassen, öfters wegräumen, so dass wir meist ein sauberes Zuhause vorfinden. Das freut nicht nur uns Wildbienen, es tut allen Lebewesen hier gut. Vielleicht findet der Eine oder Andere von euch weitere Möglichkeiten, uns Insekten zu helfen und zu beschützen. Ich sage Danke an alle, die sich für den schönen Park und damit auch für uns engagieren.

Denkt daran, wir leben nicht nur für uns selbst, wir leben auch für euch!

In diesem Sinne, bis bald mal wieder!

Sss … sss … sss.
Eure Parkhummel