Nachdem Schülerinnen und Schüler der Oberschule Neumark im vergangenen Schuljahr gleich zweimal ihre Partnerschule in Breslau im Rahmen eines Erasmus-Schüleraustauschs besucht hatten und weitere sechs Schülerinnen und Schüler zwei Wochen lang in Dänemark Erasmus-Praktika absolvierten, stand auch für drei Lehrkräfte der Schule in den Sommerferien Europa auf dem Programm. Alle drei Weiterbildungen wurden aus Mitteln des europäischen Erasmus+-Programms finanziert und boten nicht nur fachliche Impulse, sondern auch die Möglichkeit, sich mit Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften aus anderen europäischen Ländern auszutauschen. Schulassistent Christoph Neumann nahm an einer Weiterbildung in Barcelona teil. Dort konnte er sein Wissen erweitern und zahlreiche neue Anregungen für seine Arbeit sammeln. Besonders interessant war für ihn der Blick über den eigenen Tellerrand: In seinem Kurs kamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sechs verschiedenen europäischen Ländern zusammen. Dadurch ergaben sich viele Gespräche über unterschiedliche Schulsysteme, den Schulalltag und verschiedene Formen des Lernens. Das neu erworbene Wissen möchte Christoph Neumann künftig in seine Arbeit an der Oberschule Neumark einfließen lassen. Neue Ideen zur Unterrichtsgestaltung ermöglichen ihm, noch flexibler auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Auch Mathematik- und Physiklehrerin Dana Tenner sowie Englisch- und Sportlehrerin Andrea Zantke nutzten die Sommerferien für eine Erasmus-Fortbildung. Ihr Kurs führte sie nach Kopenhagen und beschäftigte sich mit dem Thema „Wellbeing in Nature“. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie lassen sich Bewegung und Natur stärker in den Unterricht integrieren und wie können dadurch möglichst alle Kinder erreicht und einbezogen werden? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer probierten verschiedene Methoden selbst aus und beschäftigten sich unter anderem mit Bewegung, Achtsamkeit und Aktivitäten in der Natur. Auch in Kopenhagen trafen Lehrkräfte aus sechs verschiedenen Ländern aufeinander. Der internationale Austausch war ein wichtiger Bestandteil der Fortbildung. In vielen Gesprächen ging es um Bildung, Gesundheit, Bewegung und vor allem um die Frage, wie Inklusion im Schulalltag gelingen kann. Für die beiden Lehrerinnen war die Fortbildung deshalb weit mehr als eine klassische Weiterbildung. Sie konnten neue Methoden kennenlernen, Erfahrungen aus anderen Ländern sammeln und gleichzeitig darüber nachdenken, welche Ideen sich auf den Schulalltag in Neumark übertragen lassen. Damit zeigt sich einmal mehr, dass Erasmus+ nicht nur Reisen ermöglicht. Das europäische Programm schafft Begegnungen, eröffnet neue Perspektiven und bringt Erfahrungen aus anderen Ländern direkt zurück in die Schule. Nach Schüleraustauschen, Praktika und Fortbildungen wird Europa an der Oberschule Neumark so ganz praktisch erlebbar – für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für die Lehrkräfte.