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Neustädter Anzeiger - Amts- und Heimatblatt der Stadt Neustadt in Sachsen
Ausgabe 5/2026
Kulturelles
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„Ich war noch niemals in New York“

Interview mit Sänger und Pianist Martin Schmitt

Wenn die ersten Töne von „Griechischer Wein“ erklingen und ein ganz besonderer Zauber den Raum erfüllt, dann lebt die Musik von Udo Jürgens wieder auf - authentisch, emotional und mit großer musikalischer Klasse. Martin Schmitt gehört zu den herausragenden Interpreten, die das Werk des unvergessenen Entertainers mit Respekt und eigener Persönlichkeit auf die Bühne bringen. Mit seiner Show „Schmitt singt Jürgens“ gastiert der Sänger und Pianist am Samstag, dem 07.03.2026, 19:00 Uhr, in der Neustadt halle und nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die größten Hits und die bewegende Karriere eines der bedeutendsten deutschsprachigen Künstler. Dabei geht es Martin Schmitt nicht um bloße Imitation, sondern um eine lebendige Hommage, die Erinnerungen weckt und zugleich neue Akzente setzt.

Im Vorfeld seines Auftritts sprach Susanne Ehlig mit Martin Schmitt über seine besondere Verbindung zu den Liedern von Udo Jürgens, die Faszination seiner Musik und darüber, was das Publikum in der Neustadthalle erwartet.

Was verbindet Sie persönlich mit der Musik von Udo Jürgens?

Ich mag sie. Sie liegt mir sehr am Herzen.

Was war der erste Udo-Jürgens-Song, den Sie live performt haben - und warum gerade dieser?

Eine gute Frage. Ich glaube es war „Ich war noch niemals in New York“. Da ich trotz dessen, dass ich in den USA studierte nie in New York war.

Wie unterscheidet sich Ihre Version der Songs von den Originalen - was ist Ihr eigener „Martin-Schmitt-Touch“?

Das ist etwas, das ich schwer erklären kann. Das gilt es zu erleben. Es sind meine Gefühle und Emotionen, die ich einbinde.

Welcher Song macht Ihnen live am meisten Spaß und welcher ist am emotionalsten?

Da gibt es einige. Und es kommt immer etwas auf das Showformat drauf an. Wenn das Publikum glücklich ist, sich wohlfühlt und sich dann diese besondere Interaktion und Leichtigkeit daraus ergibt, auch mit den Musikern, dann ist jeder Song emotional und spaßig zugleich.

Gab es bei den Proben oder Konzerten schon unvergessliche oder lustige Pannen?

Ach, da gab es sehr viele. Da könnte ich wohl mehrere Bücher schreiben. Wir haben immer sehr viel Spaß miteinander. Gerade erst beim letzten Konzert im ausverkauften Kulturpalast in Dresden hatte ich einen schnellen Umzug in einem Titel und just in dem Moment, wo ich wieder auf die Bühne wollte, platze der Knopf ab. Was dann zu einigem Lachen in Verbindung mit hektischem Durcheinander endete. Aber, ich habe es noch irgendwie pünktlich auf die Bühne geschafft und gleichzeitig einen neuen persönlichen Rekord im Anzugwechseln aufgestellt.

Was ist Ihr persönliches Ritual, bevor Sie auf die Bühne gehen?

Ich meditiere und fokussiere mich. Und lauf aufgeregt hinter der Bühne hin und her und nerve alle …

Welchen Einfluss hat Udo Jürgens auf Ihre eigene musikalische Karriere?

Eine sehr Große. Dank seiner Musik darf ich international sehr erfolgreich sein und auch für mich als Produzent und Komponist habe ich dank ihm sehr viel gelernt über die Art und Weise, wie er komponierte.

Was verbinden Sie mit Auftritten in kleineren, persönlichen Hallen wie der Neustadthalle?

Ich liebe es! Es ist intim, ehrlich und nah am Publikum. Ich kann jedem in die Augen sehen und sofort erkennen und sehe sofort wie die Person das empfindet. Ich mag das. Es ist sehr echt.

Was dürfen die Besucher bei uns ganz besonders erwarten?

Die schönsten Lieder von Udo Jürgens, emotionale, kurzweilige Momente mit außergewöhnlichen Musikern. z. B. ist diesmal als Gastmusiker Jotham Bleiberg dabei. Unter anderem spielt er im Panikorchester bei Udo Lindenberg sowie Mazze Wiesner, welcher bei „The Voice of Germany“ sehr bekannt wurde. Nicht zu vergessen: Julie Wolff, eine bezaubernde Sängerin, die weltweit schon viele erfolgreiche Konzerte und Tourneen gespielt hat.

Welcher Udo-Jürgens-Song passt am besten zu Ihrem eigenen Leben - und warum?

Das kann ich wahrlich nicht abschließend sagen. Ich kann nur sagen, dass der Titel „Der gekaufte Drachen“ mir immer ein Mahnender im Bezug auf die Erziehung meines Kindes war. Auch liebe ich den Titel „Ich will ich kann, I will I can“ gerade im Duett mit Julie Wolff ein tief emotionaler Song, der sehr ergreifend ist.

Was wünschen Sie sich vom Publikum in Neustadt?

Das sie glücklich und beschwingt nach dem Konzert nach Hause gehen. Und einfach einen super schönen Tag mit uns gemeinsam hatten. Das wäre der perfekte Moment an diesem Konzertabend.

Tickets sind an der Vorverkaufsstelle in der Neustadthalle sowie bequem online unter www.neustadthalle.de erhältlich. Wir freuen Uns auf Sie!