Wir alle kennen dieses Lied, vor allem die vier Strophen – ohne Zettel. Schon im November trug unser Seniorennachmittag weihnachtlichen Charakter. Frostige Nächte und auch der erste Schnee hatten uns auf die Jahreszeit eingestimmt. Es musste ja nicht gleich wie in den Alpen aussehen. Wie jedes Jahr war das Binden eines Adventsgesteckes angesagt. Während die Tier- und Pflanzenwelt diese Jahreszeit nutzt, einen Gang oder mehr runterzuschalten, meinen wir, Stress und Weihnachten gehören zusammen. Ansonsten plagt einen doch glatt schon wieder das schlechte Gewissen, was vergessen zu haben! Dabei steht etwas ganz anderes im Vordergrund: Ruhe bewahren und die Hektik draußen lassen. Jeder auf seine Art. Und genau das konnte man an diesem Nachmittag ganz gut. Im Vorraum des Dorfgemeinschaftszentrums standen etliche Tische mit Materialien zum Anfertigen eines Gesteckes und anderes bereit. Etliche Nadelbäume hatten wohl wiedermal einen Formschnitt erhalten oder mussten Nadeln lassen! Doch zunächst rief die „Pflicht“. So war es für Organisatorin Sigrid Beck gar nicht so einfach, den Beginn und den Fahrplan für diesen Nachmittag bekanntzugeben. Frau Kögel, unser Finanzier, konnte anschließend über die stattgefundene Straßensammlung nur Positives berichten. Auch Teilnehmer aus Drosa hatten sich erfreulicherweise spendabel an der Sammlung beteiligt. Die unerwartet hohe Gesamtsumme wurde von uns allen mit Riesenbeifall zur Kenntnis genommen. Allen Spendern nochmal ein herzliches Dankeschön. Beifall und ein kleines Präsent bekamen unsere fleißigen Heinzelmännchen, die sich während des Rundganges beim Sammeln auch mal bewusst Zeit genommen hatten, ein Gespräch unter Senioren sowie auch über alles andere in der Welt zu führen. Unsere Geburtstagskinder wurden natürlich nicht vergessen. Nach Bekanntgabe, Gratulation und natürlich dem Gesang nach dem Motto „Singe, wem Gesang gegeben“ wurde nachträglich an ihren Ehrentag gedacht. Gefüllter Bienenstich zum Kaffeetrinken war die Sahne – ohne Sahne.
Ortsbürgermeister Herr Richter hätte schon was zu sagen gehabt, aber seine Stimme „bockte“ diesmal mit ihm. Er wird es aber nachholen – versprochen. Musikalisch umrahmt wurde unser Nachmittag passend zur Jahreszeit von unserer Heidelinde Diebisch. Das Lied „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ ließ keinen von uns kalt, obwohl es der Winter in diesem Jahr schon versucht hatte. „O Tannenbaum“ war natürlich der Renner. Alle Strophen ohne Spickzettel waren ein Muss! Zwischendurch gab es immer mal ein Begängnis in den Vorraum unseres DGZ. Dort werkelte Frau Melzer unermüdlich an Weihnachtsgestecken und auch an sehr schön gestalteten Kränzen, die sie besonders gern macht. Für Ideen und dessen Ausführung war sie die Frau für alle Fälle.
Vielleicht hätte sich an dem Nachmittag noch mancher trauen sollen. Keine Idee, dafür aber Fertigkeiten, brauchte man zum festlichen Verpacken von Kartons für das Schmücken des Weihnachtsbaumes zum Weihnachtsmarkt am 6. Dezember im Park.
Die angekündigte Lotterie war an diesem Nachmittag das Highlight. Jeder Aufruf einer Losnummer strapazierte unsere Augen, weil jedes vor uns ausgebreitete Los natürlich kontrolliert werden musste. Der Hausstand konnte mit praktischen Geschenken aufgebessert werden. Es war einfach toll, mit welchen Ideen und mit wie viel Liebe die Päckchen eingepackt waren. Der Tipp, vor Weihnachten eventuell doch noch etwas abzunehmen, zu Weihnachten dann zu schlemmen, um nach den Feiertagen den Rückwärtsgang einlegen zu dürfen, war gar nicht so einfach bei einer knackigen Bockwurst zum Abendbrot.
Es war wiedermal ein sehr schöner, geselliger Nachmittag, der einem die Hektik, die nicht zu Weihnachten gehören sollte, für eine kurze Zeit genommen hatte. Dank denen, die dazu ihren Beitrag geleistet hatten!
Allen eine schöne Zeit, verbunden mit guten Wünschen, vor allem schon mal für das kommende Jahr 2026 wünscht euch und uns