Jedes Jahr erfindet sich die Natur im Frühjahr neu. An knorrigen Zweigen sprießen Knospen, kleine grüne Spitzen arbeiten sich durch die Erde an die Oberfläche und werden zu den schönsten Blumen. Doch soweit war es im Dezember noch nicht. Wir Menschen halten da eher inne, blicken dabei zurück, aber auch nach vorn wegen der vielen Ereignisse, die wir wenig beeinflussen können. Wir machen Pläne und versuchen, das kommende Jahr mit Erlebnissen zu füllen. Sturmtief „Elli“ wirbelte Anfang Januar mit nächtlich unangenehmen Temperaturen umher und präsentierte uns plötzlich eine geschlossene Puderzuckerlandschaft bis hin zu Schneeverwehungen und anderen Unannehmlichkeiten des Winters.
Weihnachtlich eingestimmt wurden wir ja schon im November mit dem Basteln eines Adventsgesteckes. Die Fortsetzung erfolgte nun am 11. Dezember mit einem vollgepackten Weihnachtsprogramm. Organisatorin Sigrid Beck musste aufgrund der Geräuschkulisse wiedermal lauter als laut den „Fahrplan“ für den Nachmittag verkünden. So erfuhren wir auch, dass wir aufgrund der großzügig ausgefallenen Herbstspendensammlung ein spendiertes Abendessen bekommen würden. Unsere Geburtstagskinder bekamen wie immer ihr musikalisches Ständchen. Schon während des Kaffeetrinkens präsentierte unsere Kita ein tolles Programm. Unbefangen und ohne Hemmungen spulten sie ihren Auftritt ab. Einige Knirpse nutzten schnell noch die Gelegenheit, der gerade entdeckten Oma „Guten Tag!“ zu sagen. Wenn auch das „auf die Pauke haun“ manchmal nicht so rhythmisch klang – kein Problem, es wurde einfach weggetrommelt. Der „Tanz vom Schneemann“ oder „Guten Tag, ich bin der Nikolaus“ und überhaupt die Freude am Singen und Tanzen übertrug sich voll auf uns. Die kleinen Künstler bekamen viel Beifall. Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch!
Von unserem Senior Herrn Schenner erfuhren wir anschließend eine witzige Anekdote, die zwar lustig, aber für die Betroffenen gar nicht lustig war, denn Weihnachten ohne Lametta am Baum kann nicht nur Hektik erzeugen, sondern treibt einem schon mal den Schweiß ins Gesicht. Doch Not macht in so einem Fall erfinderisch! Zum Schluss hing Sauerkraut, tüchtig gewässert, getrocknet und mit Silberbronze besprüht zum Heiligen Abend als Lametta am Baum. Über den Duft lässt sich streiten. Doch das Glas Sauerkraut fehlte nun Silvester als Beilage für die Würstchen. Also ging alles retoure. Das Sauerkraut bekam eine intensive Spezialbehandlung mit Terpentinöl, um das Silber zu entfernen, wurde wieder gewässert, getrocknet und konnte nach strenger Hausfrauenart mit sämtlichen Gewürzen als ursprüngliches Sauerkraut mit Würstchen am letzten Tag des Jahres serviert werden. Das ist Nachhaltigkeit!
Im Vorraum des DGZ präsentierte der Hort auf einer langen Tischreihe selbstgebastelte Geschenke für Weihnachten. Es war erstaunlich, was man da alles erwerben konnte. Der Ideenreichtum war enorm. Dafür besserte man gerne die Hortkasse auf. Und Profi Manuel lud uns zum Raten von Liedern ein, die er kurz auf seinem Keyboard anspielte. Nicht immer gingen die Hände gleich nach oben, aber beim Anspielen des Flohwalzers schnellten alle Hände in die Höhe. Schön, Manuel!
Trotz Zeitmangel im alten Jahr hatte unser Bürgermeister Herr Lorenz noch eine Lücke für einen Besuch an diesem Nachmittag gefunden, um uns viel Gesundheit und gute Wünsche für das neue Jahr zu überbringen. Wir erfuhren auch, dass der Gemeinde Osternienburger Land aus einem Sondervermögen finanzielle Mittel in Höhe von 4 680 474 Euro zur Verfügung stehen. Das hörte sich doch ganz gut an! Dafür musste nun der Ärger mit den gelben Säcken leider mit ins neue Jahr genommen werden.
Den Nachmittag rundete Heike Feurich mit ihren Covergirls ab. Diesmal überraschten sie uns mit einem Potpourri passend zur Weihnachtszeit. Durch das Programm führte souverän wie immer, Claudia Lüttich. Dafür lieh ihr Heino mit dem „Schneewalzerlied“ seine Stimme. Klein-Joshua und seine Mama Vivien wussten natürlich von der Gruppe Großstadtengel, dass der Weihnachtsmann tanzt – aber wie! Mike-Leon Grosch sang für uns – oder nein – er gab Nicole seine Stimme für „Leise rieselt der Schnee“, was zwar an dem Nachmittag noch nicht der Fall war, sicher jedoch unser aller Stimmung noch weiter gehoben hätte. Andrea Berg war wohl die Lieblingssängerin von Heike. Mit Weihnachtsliedern von ihr wie „Dezembertraum“, „Süß singt der Engelchor“ oder „Fröhliche Weihnachten“ sah man in viele ernste, nachdenkliche Gesichter. Joshua war das aber sowas von egal. Für ihn war Andrea Berg doch seine Oma, was er laut von ihr bestätigt haben wollte. Das Singen bekannter Weihnachtslieder gemeinsam mit uns war sehr schön. Das anschließende Abendbrot, das gesponserte, eine Roulade und Klöße mit Rotkohl waren ein Gedicht! Organisatorin Sigrid Beck und allen Beteiligten, die uns den Nachmittag gestaltet und möglich gemacht haben, ein großes Dankeschön!!!
In dem Sinne alle guten Wünsche und viel Gesundheit. Mit viel Optimismus und Zuversicht gehen wir es an – das neue Jahr 2026.