Wer dabei war, hat es erlebt: Auch in diesem Jahr präsentierten die Turnados eine außergewöhnliche Show. Die Zeitreise, auf die die jungen Turnerinnen und Turner das Publikum mitnahmen, war farbenfroh, energiegeladen und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Was auf der Bühne leicht und spielerisch wirkt, ist das Ergebnis intensiver Vorbereitung – rund ein Jahr Planung steckt hinter dieser beeindruckenden Aufführung. Die Grundidee entstand gemeinschaftlich: Kinder, Jugendliche und Eltern der Abteilung Turnen konnten Themen vorschlagen, anschließend wurde demokratisch abgestimmt. Die Rahmenhandlung schrieb Elena Köbernick, die Erzählung und Turnelemente geschickt miteinander verband. Für rund 40 aktive Kinder und Jugendliche musste ein passender Platz im Programm gefunden werden. Niemand sollte überlastet werden, Pausen mussten eingeplant sein und dennoch sollte jede und jeder die Chance auf einen besonderen Auftritt erhalten. Dazu kamen Kostüme, Musikrecherche und viele organisatorische Details, die im Hintergrund oft unsichtbar bleiben. Ein wesentlicher Teil der Wirkung entstand durch das liebevoll gestaltete Ambiente. Zahlreiche Helfer bauten Kulissen, Dekorationen und das zentrale Zeittor. Der Hagebaumarkt Köthen stellte dafür großzügig Materialien zur Verfügung, die mobilen Wände wurden von Bewohnern des Gut Zehringen gefertigt. Durch das Programm führten Agentin Nova (Charlotte Hienzsch) und der Boss (Rico Wenzel) mit Charme und Humor. Rico sorgte zudem für die gesamte Tontechnik. Die Beleuchtung, umgesetzt von engagierten Vätern, setzte die Turnerinnen und Turner eindrucksvoll in Szene. Vor dem ersten Akt jedoch standen viele Stunden Aufbauarbeit: Kabel verlegen, Büfett vorbereiten, Stühle aus Drosa holen und dank einer Spende zusätzliche Sanitäranlagen bereitstellen. Ein besonderer Dank gilt den Trainerinnen, die Woche für Woche ehrenamtlich mehrere Stunden in der Halle stehen und auch während des Galawochenendes Herausragendes leisteten. Ebenso unverzichtbar waren die vielen Helfer hinter der Bühne: Eltern unterstützten beim Umbau, beim Betreuen der Kinder, beim Einlass und am Büfett. Heike Erben vom Rapunzel-Haarstudio in Aken sorgte nicht nur für Frisuren und Makeup, sondern brachte sich auch kreativ in die Dekoration ein. Das kulinarische Angebot wurde wie gewohnt von Eltern vorbereitet, ergänzt durch Kuchenspenden der Volkssolidarität Wulfen. Die Gäste nahmen es dankbar an – fast alles war an beiden Tagen restlos vergriffen. Ja, die Gala war ein Kraftakt. Und gleichzeitig ein wunderschönes Erlebnis, das das Team weiter zusammengeschweißt hat. Die sportlichen Leistungen wurden mit viel Applaus gewürdigt, und für viele Beteiligte bleibt dieses Wochenende unvergesslich. Alle Helferinnen und Helfer engagierten sich ehrenamtlich; die Einnahmen aus Spenden fließen vollständig in die Arbeit der Turnados. Viele Kinder wünschten sich lediglich neue T-Shirts, andere träumen von neuen Geräten wie einem breiteren Trampolin oder einer Sprunggrube. Mit den Spenden können zumindest einige dieser Wünsche erfüllt werden. Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung und vielen ehrenamtlichen Stunden müssen wir jedoch feststellen, dass die organisatorischen und räumlichen Bedingungen in der Turnhalle Wulfen zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Eine Tribüne für bessere Sichtverhältnisse ließ sich trotz aller Bemühungen nicht realisieren, und auch die Abstimmung mit anderen Hallennutzern war herausfordernd. Hinzu kommt, dass weiterhin keine Lagermöglichkeiten für Bühnenbilder und Material zur Verfügung stehen. Daher steht im Raum, dass die Zeitreise der Turnados möglicherweise die vorerst letzte Winterturngala in der Turnhalle Wulfen gewesen sein könnte. Ob sich künftig eine alternative Lösung oder ein neuer Veranstaltungsort finden lässt, wird sich zeigen – diese Frage bleibt offen. Was jedoch bleibt, ist die Freude über ein rundum gelungenes Wochenende und die Gewissheit, gemeinsam etwas Besonderes geschaffen zu haben.