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Gemeinde Osternienburger Land – Amts- und Mitteilungsblatt
Ausgabe 5/2026
Nichtamtlicher Teil
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Auf die Plätze – fertig – raus aus den Betten!

Oh nein, das war doch wieder ein dunkles Aufwachen am Sonntag, dem 29. März, Zeitpunkt der Uhrenumstellung auf die Sommerzeit. Seit 1980 wird uns einfach eine Stunde „geklaut“! Futsch, ob wir wollen oder nicht! Die meisten Betroffenen der EU-Staaten - inzwischen sind es 82 % - wollen das nicht mehr, weil unser Körper komplett durcheinandergebracht wird und es mehr Nach- als Vorteile gibt. Doch die Mühlen mahlen gefühlt immer langsamer, vielleicht gar schon im Rückwärtsgang? Und wenn die Frühlingsgefühle manchmal doch noch nicht aufkommen wollten, verkündete das Blühen in der Natur trotzdem, dass der Winter doch endlich den Hut nehmen sollte.

 

Über solche Probleme hatten wir an unserem Seniorennachmittag natürlich nicht nachgedacht. Laut Programm von Organisatorin Sigrid Beck und Finanzier Edith Kögel waren zunächst unsere Geburtstagskinder die wichtigsten Personen. Das Rennsteiglied, gewünscht von Elke, mit Textvorlage zum Mitsingen für alle, klang sehr schön! Man hörte das Wasser am Rennsteig förmlich rauschen. Alle sangen top wie immer! Und ein Osterhase - in Fleißarbeit von Geburtstagskind Heidi für uns alle angefertigt - guckte uns, über einen kleinen Klopfer gestülpt, alle fröhlich an. Danke Heidi! Unsere Hortkinder waren diesmal im Vorraum des DGZ mit österlichen, überwiegend selbst gebastelten Geschenken vertreten, die für uns immer etwas Besonderes sind. Auch ihnen, den fleißigen Bastlern, vielen Dank. Der Mandarine-Schmand-Kuchen passte sehr gut auf die österlich eingedeckte Kaffeetafel, bei der unsere Heinzelmännchen von unseren Hortkindern Unterstützung bekommen hatten.

 

Nicht zu überhören waren die inzwischen eingetroffenen Kinder der Kita „Entdeckerland“. Sie konnten endlich ihre fleißig eingeübten Lieder zum Osterfest vortragen, gepaart mit schauspielerischen Leistungen. Toll waren auch ihre Kostüme. Dass zum Schluss aus der großen Eierkiste ein übergroßes Küken heraussprang – das war der Clou! Dafür bekamen sie wohlverdiente Geschenke von Sigrid, die unsere kleinen Gäste glücklich machten. Und Manuel trainierte wiedermal auf seinem Keyboard unser musikalisches Gedächtnis. Seine mehrfachen Besuche bei uns in letzter Zeit, hatten erfolgreich Spuren hinterlassen. „Alt wie ein Baum“ – zu DDR-Zeiten ein Hit von den Puhdys – kannten die meisten von uns. Auch die anderen Lieder bekamen wir leicht heraus. Dieses Mal hatte er Asuna, ebenfalls ein musikalisches Talent, mitgebracht. Gekonnt spielte sie auf ihrer Trompete und auch ihrer Flöte entlockte sie bekannte Melodien. Danke euch Beiden und weiter so! Herr Richter, unser Ortsbürgermeister, verschaffte sich anschließend mit Leichtigkeit und Lautstärke die Ruhe, die er für seine neusten Nachrichten in „Wulfen aktuell“ brauchte. Die nachträgliche Gratulation zum Internationalen Frauentag ließ er sich nicht nehmen. Die tapferen Männer in unserer Runde hatten sicher nichts dagegen. Er berichtete von dem Auslösen des Auftrages für eine Tempo-30-Zone in der Fabrikstraße, vorbei an der Kita, weiter Hinter der Wassermühle bis zur Gartenstraße. Von einer Reaktion des Landkreises aufgrund des Müllabladens im Pflaumenweg konnte er nichts Neues berichten. Inzwischen müsste die für uns alle wichtige Studie der Hochschule für Landwirtschaft, Bereich Bernburg – Strenzfeld, Abteilung Landwirtschaftsarchitektur, unseren Park aus dem Dornröschenschlaf geweckt haben. In einem Workshop sollte von den Studierenden zunächst der Ist-Zustand festgestellt werden, um daraus in einer Studie im Rahmen des Möglichen einen „neuen“ Park zu zaubern. Wir Senioren waren nicht nur als Bäcker zur Versorgung der Studenten gefragt, wichtiger waren Erinnerungen, alte Fotos, Unterlagen jeder Art, Erlebnisse aus der Kindheit und alles, was in unserem Leben in Verbindung mit dem Park steht, um zu einem Endergebnis „Gutspark Wulfen“ zu kommen. Dazu bat uns Herr Richter um unsere Mitarbeit. Eine Losvergabe ließ uns anschließend ahnen, dass da noch etwas zu erwarten war, was sich auch bestätigte. „Horrido“ am Nachmittag und vor allem Spannung auf die immer originellen und sehr aufwendig verpackten Geschenke. Unser Heinzelmann Lukas unterstützte unsere Heinzelfrauen bei der Vergabe der Gewinne noch tatkräftig. Er erweiterte seine Geschenkvergabe, indem jede Frau anlässlich des 8. Märzes noch zusätzlich ein kleines Sträußchen mit einem staunenden „Ah!“ und die kleine Sektflasche noch lauter mit einem „Oh!“ entgegennahm. Mit dem gesponserten Gulasch zum Abendbrot waren wir satt und glücklich.

Danke unserer Organisatorin Sigrid Beck, die zusammen mit ihren fleißigen Mitstreiterinnen und Lukas für das Gelingen und den reibungslosen Ablauf gesorgt hatte. Wir hatten wieder ein interessantes, unterhaltsames Treffen.

Bis zum nächsten Seniorennachmittag euch allen eine schöne Zeit. Man sieht sich.

Jutta Richter
Ortsgruppe der VS Wulfen